Die veränderte Kommunikation im digitalen Zeitalter

Digitale SpracheIn Zeiten der allumfassenden Konnektivität durch digitale soziale Netzwerke und der damit gesteigerten Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten stellt sich die Frage, wie dies die Sprache und Kommunikation zwischen Empfänger und Sender im Allgemeinen beeinflusst hat. Zweifelsohne kommt es durch die hohe Dichte an virtuellen Interaktionen auch zu veränderten sprachlichen Formen. Das ist nicht zuletzt deshalb spannend, weil die Art und Weise, wie wir miteinander kommunizieren, unsere Welt konstituiert.

Sprachliche Charakteristiken

Die Sprache in den sozialen Netzwerken ist auffallend von Verkürzungen und Auslassungen geprägt und das Geschriebene wird immer informeller. So hat die Umgangssprache nicht nur in der mündlichen Interaktion ihren festen Platz, sondern vermehrt auch in der schriftlichen Kommunikation. Zu diesem Wandel haben besonders WhatsApp und ähnliche Kommunikationsdienste beigetragen, wo es auf schnelle Antworten ankommt. Charakteristisch für solch digitale Kommunikationsformen ist daher eine einfache, aber prägnante Ausdrucksweise. Die Kommunikation verläuft so oftmals eher in Fragmenten als in ganzen Sätzen, damit das Intendierte kurz und bündig auf den Punkt gebracht werden kann. Die dabei vorkommenden Ellipsen – also das Auslassen von Wörtern in Sätzen – seien nicht als Anzeichen für grammatikalisch falsche oder unvollständige Sätze zu bewerten, sondern als Ausdruck einer „ökonomischen Produktionsstrategie“, meint Prof. Dr. Beißwenger von der Universität Duisburg-Essen. Die Germanistik-Professorin Angelika Storrer spricht hier von einer „interaktionsorientierten Schreibhaltung“: Die laufende Interaktion ist zumal wichtiger als das geschriebene Produkt selbst.

Augenfällig ist die Verwendung von Anglizismen – besonders unter Jugendlichen. Auch die Zeichensetzung hat teilweise ihre ursprüngliche hochdeutsche Verwendungsweise eingebüßt: Der Punkt am Ende eines Satzes wird beispielsweise nur noch sporadisch verwendet. Stattdessen schmücken wir das Ende unserer schriftlichen Botschaften mit einem oder gleich mehreren Smileys. Wenn dann doch einmal der Punkt zum Einsatz kommt, nimmt er nun eine andere pragmatische Bedeutung an: „Der Schlusspunkt wird nicht mehr grammatikalisch verstanden, sondern als Signal für Aggression, schlechte Laune, Überdruss. Einen Punkt machen heißt: Mich nervt der Gesprächsverlauf, ich will das Thema hiermit beenden. Diese Verwendungsweise ist hochsprachlich weder erfasst noch vorgesehen”, erläutert Prof. Dr. Janis Androutsopoulos von der Universität Hamburg.

Kommunikation mit Bildern

Nun stellt sich die Frage, ob der Wandel der Sprache durch die digitale Kommunikation zu einer Simplifizierung führt. Der Sprachwissenschaftler Michael Beißwenger nimmt dabei eine optimistische Sichtweise auf die kommunikativen Veränderungen ein: Sprache stehe immer im Dienst der Sprecher. Dass die Sprache sich so verändere, dass sie weniger leiste als vorher, sei also nicht anzunehmen. Beispielsweise würde die Verwendung von Smileys eine digitale Unterhaltung bereichern, indem sie einen geschriebenen Text dialogischer macht –  quasi zur Kompensierung der ausbleibenden Mimik, Gestik oder Stimme.

Denn die digital geführte Kommunikation ist im Vergleich zum direkten Gespräch eingeschränkt. Eine Reduktion der Kommunikationsmöglichkeiten kann eine Kommunikation erleichtern, aber auch verkomplizieren, weil nonverbale Botschaften wie Tonlage, Mimik und andere wichtige Gefühlsregungen, die im persönlichen Gespräch mitausgetauscht werden würden, fehlen. Daher gehören heute GIFs, Videos, Bilder und Grafiken zum festen Repertoire aller sozialen Netzwerke. Die visuelle Kommunikation funktioniert auch deshalb so gut, weil sie direkt unsere Gefühle anspricht. Manche Bilder bringen uns zum Lachen und verfügen so über ein großes Emotionalisierungspotenzial. Das erkennen wir zum Beispiel beim Umblättern eines Magazins: Unser Blick fällt immer erst auf die Bilder in einem Artikel und dann auf den Text. Das erleichtert uns das Verstehen der zugrundeliegenden Botschaft. Während unserer digitalen Kommunikation können wir zum Beispiel anhand der verwendeten Emojis schnell zwischen positiven und negativen Nachrichten unterscheiden.

Insgesamt betrachtet bringen wir also die befreienden Aspekte der mündlichen Kommunikation wie die Umgangssprache in die mediale Schriftlichkeit ein und kombinieren diese miteinander. Auf diese Weise würden sich Online-Unterhaltungen immer mehr dem mündlichen Dialog annähern, erklärt Beißwenger.

Verändertes Format – Veränderte Beziehungen?

Auch das Format der Unterhaltungen hat sich verändert. Denn bei den unzähligen Instant-Messengern haben wir es mit Konversationsfäden zu tun. Sie können immer wieder aufgenommen und fortgesetzt werden und verfügen – im Gegensatz zum herkömmlichen Gespräch – über keinen klar bestimmbaren Anfang oder ein Ende. So lösen sich die Grenzen zwischen Kontakt und Nichtkontakt immer mehr auf und die Konversation verläuft gefühlt in einem latenten Dauerzustand. Diese Besonderheit kann im Alltag das Gefühl von Verbundenheit verstärken. Das digitale Gespräch verliert dann aber möglicherweise an Geschlossenheit, Kohärenz und auch an Effizienz.

Das Format der digitalen Kommunikationsform macht es uns – im Gegensatz zur Face-to-Face-Kommunikation – zudem einfacher, auf Anfragen unverbindlicher zu reagieren. So halten wir uns die Möglichkeit offen, nebenbei noch andere Pläne zu verfolgen, weil online getätigte Zusagen zu Verabredungen jederzeit mit einem Klick zurückgenommen werden können. Verlust an Zuverlässigkeit oder neu gewonnene Flexibilität? Wie dem auch sei: Die Online-Kommunikation verändert auf diese Weise gewiss Beziehungen und auch die Art und Weise, wie wir sie künftig führen werden. Die (Dauer-)Erreichbarkeit hilft aus, wenn die räumliche Nähe zum Kommunikationspartner fehlt. Dieser Aspekt der digitalen Kommunikation könnte bald unser Verständnis von Privatsphäre und Intimität verändern.

Aber auch wenn wir uns in räumlicher Nähe mit unserem Kommunikationspartner aufhalten, schauen wir dennoch hin und wieder ganz selbstverständlich auf das Smartphone. Und das obwohl wir merken, dass wir uns nur schwer auf das Gespräch mit dem Gegenüber konzentrieren können, wenn wir zugleich Nachrichten auf dem Smartphone lesen. Jordan Grafman, Neurologieprofessor an der Northwestern University in Illinois kritisiert: „Multitasking ist ein Mythos. Es scheint in mancher Hinsicht effizienter zu sein, aber es macht uns nicht intelligenter.“ So belegen Studien, dass diese Art der Vernetzung und des Multitaskings mit der zunehmenden Schwierigkeit einhergeht, sich über einen längeren Zeitpunkt hinaus konzentrieren zu können.

Sprache konstituiert unsere Welt

Die Reflexion über die eigene – auch digitale – Kommunikationsweise ist insofern sinnvoll, als dass die Art, wie wir Sprache gebrauchen, in beachtlicher Weise auch unsere Orientierung und das Denken beeinflusst: Die Sapir-Whorf-Hypothese – genannt nach den beiden Sprachwissenschaftlern Benjamin Whorf und Edward Sapir – führt beispielsweise zum radikalen Ergebnis, dass die Grenzen unserer Sprache letztendlich auch die Grenzen unserer Welt bedeuten würden. Angesichts dieser Betrachtungsweise erscheint die Beobachtung der eigenen Verwendungsweise der Sprache sinnvoll, um letzten Endes nicht den eigens gesetzten Grenzen zu unterliegen.

Was heißt das nun für unsere digitale Kommunikation? Ein erster Schritt wäre schon einmal getan, wenn der eigene Blick für die tägliche kommunikative Verkürzung in den digitalen Kanälen geschärft werden würde. Da einige Merkmale der digitalen Kommunikation der Geschwindigkeit geschuldet sind, wäre ein möglicher Ansatz, dem Geschriebenen wieder mehr Zeit zu schenken – etwa so wie beim Schreiben eines Briefes. Das mag auf den ersten Blick vielleicht übertrieben erscheinen – aber die bewusste Wahl der Wörter hilft uns bei der Erfassung und Sortierung der Gedanken. Und haben wir einmal einen analogen Gesprächspartner vor uns, wäre es sinnvoller – und sicherlich auch in dessen Interesse –, die digitalen Kommunikationskanäle einfach ganz beiseite zu legen.

 

Titelbild: “Microphone” von Free-Photos via pixabay, CC0 Creative Commons, bearbeitet.

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12 Antworten auf Die veränderte Kommunikation im digitalen Zeitalter

  1. claboe sagt:

    In dem Artike geht es, wie der Titel schon verrät, darum, wie Sprache durch die sozialen Medien beeinflusst wird.
    Der Autor sieht besonders die positiven Seiten der Veränderung. Im Folgenden werde ich dazu Stellung nehmen.

    Ich stimme der Aussage zu, dass die Sprache in sozialen Netzwerken zwar verkürzt wird und teilweise auch grammatische Regeln nicht eingehalten werden, die Sprache aber trotzdem sehr ausdrucksstark bleibt. Wahrscheinlich haben wir alle schon erlebt, dass man seine Gefühle versucht durch Emojis auszudrücken. Durch die gesellschaftlich festgelegte Bedeutung dieser, gelingt der Ausdruck meist auch.

    Natürlich könnte man jetzt einwenden, dass die Kommunikation im Internet sehr vereinfacht ist und es auch trotz der Emojis zu Missverständnissen kommen kann. Dagegen erläutert der Autor aber, dass diese auf uns sehr ansprechend wirken, wie man es auch an Fotos in Zeitschriften erkennen kann und ein sehr hohes “Emotionalisierungspotenzial” aufweisen. Aus diesem Grund und weil die Bedeutung der Emojis von der Gesellschaft mitlerweile recht präzise festgelegt ist, sind Missverständnisse unwahrscheinlich.

    In dem Artikel werden zwar sowohl positive Seiten der Veränderung, als auch negative angesprochen,aber ich finde, es hätte etwas mehr auf die negativen eingegengen werden können. Diese wurden kurz genannt und entkräftet. Allerdings sind die negativen Argumente meistens stärker als die positiven. Es wurde beispielsweise erwähnt, dass man durch die ständige Kommunikation viel flexibler werde und sich das Verständnis von Privatsphäre verändere. Meiner Meinung nach wird diese aber nicht nur verändern, sondern auch deutlich vermindert. Das kann zu großen Problemen führen. Erwiesenermaßen stieg die Jugendpornografie im Internet deutlich an, seitdem die Kinder mit dem Handy in der Hand aufwachsen. Ihre Hemmschwelle geht deutlich zurück.
    Darüberhinaus wurde zwar erläutert, dass die kurzgehaltene Internetsprache keine erheblichen Auswirkungen auf die mündliche Sprache der Jugendlichen habe, aber dem bin ich mir nicht ganz sicher. Wenn jemand nicht viel am Handy ist, dann stimmt das auf jeden Fall. Doch Jugendliche, die fast nur über die sozialen Medien kommunizieren, denen fällt es meiner Meinung nach schwerer sich grammatikalisch richtig auszudrücken.

    Nach längerer Beschäftigung mit dem Artikel komme ich also zu dem Schluss, dass viele Argumente positiv von der Veränderung der Kommunikation durch die Medien sprechen. Die Argumente sind gut erklärt und durch viele Studien und Experten gestützt, was sehr überzeugend wirkt. Allerdings hätte der Autor etwas mehr auf die negativen Seiten eingehen und auch die Gefahren nennen können, denn die sozialen Medien werden unser Leben und somit auch unsere Kommunikation in Zukunft immer mehr beeinflussen.

  2. anna.m. sagt:

    Mit Interesse habe ich diesen Artikel zum Thema wie die Sprache durch die sozialen Medien beeinflusst wird und wie sich unsere zwischenmenschliche Kommunikation dadurch verändert, gelesen. Auch clarboes Meinung zu dem Thema finde ich sehr interessant und nachvollziehbar begründet. Ich würde ihr jedoch nur zum Teil bei ihren Ausführungen zustimmen.
    Auch ich finde die Erläuterungen des Autors zum den Characteristiken der digitalen Kommunikation zutreffend. Trotz der Tatsache, dass die Kommunikation sich gerade bei Messangerdienste wie Wahatsapp extrem verkürtzt hat und auch viele grammatikalische Strukturen nicht eingehalten werden, bleibt die digitale Kommunikation ausdrucksstark. Gerade Emojis geben hierbei meiner Ansicht nach die Möglichkeit Gefühle und Gedanken wirkungsvoll auszudrücken, die man mit Worten nicht hätte beschreiben können. Wie man es sprichwörtlich ausdrücken würde: “Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.”.
    Ich kann jedoch zu den Ausführungen des Autors ein Punkt sei in der digitalen Kommunikation ein Signal für schlechte Laune oder Aggression keinen Lebensbezug finden. Natürlich stimme ich dem Autor zu, dass nur wenige Leute noch einen Punkt hinter einen Satz in der digitalen Kommunikation setzen, jedoch habe ich persönlich eher die Erfahrung gemach, dass ältere Leute noch den Punkt online verwenden. Dies liegt meiner Ansicht nach daran, dass sie noch an der herkömmlichen schriftsprache festhalten (wie sie z.B. in Briefen verwendet wird). Dass ein Punkt online als Symbol für Aggression oder schlechte Laune benutzt wird habe ich noch nie erlebt.
    Ich würde claboes ausführen zum Thema Missverständnisse in der in der Kommunikation zustimmen. Gerade der Punkt mit dem “Emotionalisierungspotential” finde ich bei der Verwendung von Emojis extrem wichtig. Ich kann jedoch nicht vollumfänglich der Aussage zustimmen, dass die Bedeutung der Emojis mittlerweile von der Gesellschaft recht präzise fetgelegt sein. Ich finde, dass dies zwar bei ein paar Emojis (wie z.B dem roten Herz) zutrifft, ich jedoch auch schon häufig erlebt habe, dass bestimmte Emojis in völlig unterschiedlichen Zusammenhängen verwenden werden. Deshalb würde ich das Potential für Missverständnisse nicht ganz so gering einschätzen.
    Im Unterschied zu claboe finde ich die Verteilung von den negativen und positiven Argumenten zum Thema digitale Kommunikation nicht zu ungleich verteilt. Ich finde nähmlich nicht, dass die Hauptthese des Artikels ist, dass die Veränderung der Kommunikation durch Mendie positiv zu bewerten ist. Ich bin eher der Meinung, dass der Autor aussagen möchte, dass diese Veränderungen das Potential haben positiv zu sein, es jedoch auf die Art und Weise ankommt wie die digitale Kommunikation benutzt wird. Gerade beim Thema Privatsphäre kommt es hauptsächlich darauf an wie viel der Nuzer von sich Preis gibt und wie gut er über die Gefahren im Internet informiert ist. Deshalb finde ich auch die Aussage des Autors sinnvoll, dass eine Reflexion über die eigene Sprache (vor allem auch die digitale Sprache) extre wichtig ist, um die neuen Möglichkeiten, die die digitale Sprache gibt nutzen zu können, ohne die Vorteile der Face-to-Face Kommunikation zu verlieren.
    Trotzdem stimme ich claboe bei ihren Beispielen größtenteils zu. Auch ich finde, dass viele Jugendlichen die digitale Sprache in ihren alltäglichen Sprachgebrauch übernehmen. Dies ist aber nach meiner Auffassung wieder der Art und Weise der Mediennutzung zu schulden, also wenn jemand beispielsweise fast nur noch über sein Handy Kommuniziert, dann wird er sicherlich Probleme damit haben die grammitischen Strukturen im “echten” Leben einzuhalten.
    Ich finde jedoch gerade gut, dass der Text genau für solche Fälle auch Lösungsvorschläge gibt. Der Autor beschreibt genau, wie man die Vorteile der digitalen Kommunikation nutzen kann, ohne die zuvor beschriebenen schlechten Auswirkungen auf die normale Kommunikation zu haben. Gerade die Kompetenz das Handy bei einem Gespräch auch mal weglegen zu können und sich ganz auf das Gespräch zu konzentrieren, ist finde ich auch heute in unserer digitalisierten Welt unglaublich wichtig.
    Abschließend würde ich claboes Argumentation nur in Teilen zustimmen. Ich finde es gut, dass der Autor beide Seiten dargestellt hat und vor allem gezeigt hat, dass es immer auf die Art und Weise der Nutzung ankommt. Er gibt also keine klare Wertung über die Veränderungen durch die digitale Kommunikation ab, sondern betont eher, dass richtig Verwendet und in Maßen die digitale Kommunikation definitiv die alltägliche Kommunikation bereichert. Dieser Aussage würde ich zustimmen.

  3. pasnei sagt:

    Nachdem Ich mir den Artikel “Die veränderte Kommunikation im digitalen Zeitalter” durchgelesen habe, möchte ich im Folgenden dazu Stellung nehmen. Wie am Anfang des Artikels geschrieben worden ist, wird in den sozialen Medien oft eine “interaktionsorientierte Schreibhaltung” verwendet, da das geschriebene in den Hintergrund rückt. Wie claraboe und anna.m. in ihren Artikeln auch schon geschrieben haben stimme ich dem Autor zu, dass auch die abgekürzten “Sätze” sehr ausdruckstark sind und dementsprechend auf den Empfänger wirken. Da es oft in den sozialen Medien vorkommt, dass viele ohne Punkt und Komma schreiben, benutzen wie der Autor auch gesagt hat viele einen Emoji als Satzende. Der Aussage des Autors, dass es selten zu Missverständnissen kommt, stimme ich so nicht zu, da jeder gewisse Emojis anders interpretiert und deren Bedeutung nicht klar ist. Anders als zu dieser Aussage stimme ich ihm zu, dass der Punkt am Ende eines Satzes oft eine andere Bedeutung hat als die eigentliche. Dementsprechend stimme ich auch der Aussage von anna.m. nur bedingt zu, da es richtig ist, dass viele Erwachsene oder Ältere den Punkt normal anwenden, jedoch gerade Jugendliche dazu neigen ihn nur zu verwenden, wenn sie dadurch ihre Laune ausdrücken wollen. Auch deshalb kann es zu Missverständnissen kommen, da auch viele Jugendliche den Schlusspunkt anders deuten, obwohl jemand ihn nur wegen sprachlicher Richtigkeit verwendet hat. Ein weiterer Grund wieso es zu vielen Missverständnissen führen kann ist, dass die Kommunikation in den sozialen Medien oft in Konversationsfäden geführt wird und diese deshalb oft auf mehrere Tage oder Wochen gestreckt werden kann. Genau wie anna.m. , denke ich, dass der Autor seine Argumentation relativ ausgeglichen verteilt hat und für negative Aspekte auch Lösungsvorschläge angegeben hat. Ein Beispiel hierfür ist seine Aussage zum Multitasking bei einem Gespräch. Hierzu meinte der Autor, dass man schnell Aufmerksamkeitsstörungen bekommen kann und man deshalb sein Handy einfach weglegen sollte. Um nochmal auf claraboe zurückzukommen, sehe ich es ebenfalls so wie Sie, dass die Grammatik und die Sprache durch Medien beeinflusst werden können und man dies auch im Alltag merken kann. Zusammenfassend kann man sagen, dass der Autor eine gute Argumentation verfasst hat und ich mich vielen Aussagen anschließen kann. Dennoch liegt der Autor meiner Meinung nach falsch mit der Aussage, dass es wenige Missverständnisse in den sozialen Medien gibt.

  4. ailhad sagt:

    Der Artikel „Die veränderte Kommunikation im digitalen Zeitalter“ beleuchtet viele Aspekte der Sprach- und Kommunikationswissenschaft im Zusammenhang mit digitaler Kommunikation.
    Wie schon claboe und anna.m. besonders gut herausgestellt haben, hat der Autor die Kunst, beide Seiten anzusprechen und Lösungen vorzuschlagen.
    Ich stimme hier in den Kommentaren eher anna.m. zu, da mich ihr Punkt der Missverständnisse überzeugt haben.
    Ich denke nämlich, dass in der digitalen Sprache sehr wohl viele Missverständnisse auftreten. Viele Nachrichten sind doppeldeutig und weil es eine solche Beschleunigung des Reizflusses gibt, weiß man auch teilweise nicht, worauf sich was bezieht.
    Das ist sehr problematisch und die Emojis helfen da nur teilweise, wie anna.m. schon beschreibt.
    Der Autor fragt im Zusammenhang der veränderten Beziehung durch die digitalen Kommunikationsformate, ob es ein Verlust an Zuverlässigkeit oder neu gewonnene Flexibilität sei, wenn man online Dinge schnell absagen kann.
    Ich denke, der Autor hätte ruhig näher auf die Frage eingehen können, denn der Verlust an Zuverlässigkeit hat einen Einfluss auf die Beziehungen der Personen, die kommunizieren. Wenn jemand ständig auf die letzte Minute durch eine womöglich kurze Nachricht absagt, sagt das viel darüber aus, wie wichtig die Person ihm/ihr ist. Sowas würde kaum jemand als neu gewonnene Flexibilität bezeichnen. Eher eine gute Möglichkeit für faule Menschen, sich aus etwas herauszureden. Viele verlieren den Willen, etwas durchzuziehen, wenn es so einfach und unkompliziert ist, etwas abzusagen und keine Konsequenzen zu bekommen.
    Bei der Frage mit den Emojis kann ich anna.m. vollkommen zustimmen. Die Bildchen sind doppeldeutig und obwohl immer präzisere Smileys hinzugefügt werden, könne sie die Mimik und Gestik nicht ansatzweise ersetzen, denn oftmals kommt es auch darauf an, auf was man genau wie reagiert. Ein direkter Dialog, also ein Gespräch, enthält viele Gesichtsausdrücke, je nach dem, wie sich das Gespräch entwickelt. Bei digitalen Nachrichten wird oft nur ein Smiley für die ganze Nachricht verwendet. Die Vielfalt der Reaktionen wird also eingedämmt, die ein normales Gespräch hervorbringen kann.
    Ein Aspekt, auf den claboe und anna.m. noch nicht eingegangen sind, den ich aber sehr wichtig finde, gerade im Zusammenhang der Nutzung von digtitaler Sprache von Jugendlichen, ist die interaktionsorientierte Schreibhaltung. Dabei wird darauf geachtet, dass das Gespräch nicht abbricht und wie der Autor betont können diese Interaktionen sehr lang werden, weil sie weder einen klaren Anfang, noch ein Ende haben.
    Meiner Erfahrung nach sind viele Jugendliche darauf aus, die Kommunikation digital fortzuführen und dabei wird eigentlich der Inhalt verfälscht, das heißt viele sprechen Dinge aus, die sie garnicht meinen. So ist in einer ganzen Generation häufig viel falsch kommuniziert worden und Dinge sind verfälscht.
    Ich kenne, wie anna.m., auch keine Situation, in der eine Punktsetzung Aggression oder Wut ausdrücken sollte.
    Es ist unter Jugendlichen, wie ich finde, auch nicht so, dass die grammatikalischen Regeln immer mehr ignoriert würden, denn die meisten, die im Gymnasium sind, achten immer noch auf die richtige Schreibweise und Satzstellung. Das sind zwar nicht alle, aber doch ein Teil, weshalb die Generation nicht pauschal dieser Kritik unterzogen werden kann.
    Trotzdem hat der Autor recht und stimme grundsätzlich zu, wenn er sagt, dass die digitale Welt die Kommunikation beschleunigt und verkürzt. Auch sein leichter Hinweis darauf, dass für eine gesunde Kommunikation mal das Weglegen des Smartphones ganz hilfreich sei, findet Zustimmung bei mir.
    Der Artikel ist gut differenziert und auch die Kommentare von claboe und anna.m. verständlich und nachvollziehbar.

  5. MaS sagt:

    In dem Artikel geht es um unsere Sprache und wie diese durch die sozialen Medien beeinflusst wird. Zurzeit gewinnen die sozialen Netzwerke immer mehr an Bedeutung, wodurch sich für uns Nutzer gesteigerte Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten bieten. Jedoch stellt sich die Frage, inwiefern unsere zwischenmenschliche Kommunikation durch den Einfluss sozialer Netzwerke verändert wird.
    Zu diesen Aspekten werden im Artikel sowohl positive als auch negative Argumente genannt, die durch viele Expertenmeinungen unterstützt werden.
    Neben dem Artikel habe ich auch die Meinungen von claboe und anna.m gelesen und würde eher den Aussagen von anna.m zustimmen. In dem Artikel werden zahlreiche Argumente genannt, die meiner Meinung nach nicht zu ungleich verteilt sind. Ich denke auch wie anna.m, dass der Autor mit seinem Text aussagen möchte, dass diese Veränderungen das Potential haben positiv zu sein. Es kommt aber darauf an, wie man die digitale Kommunikation nutzt. Aufgrund dessen bin ich der Ansicht, dass die Aussage des Autors, dass die Reflexion über die eigene Sprache und auch der digitalen Sprache wichtig ist, um neue Möglichkeiten der digitalen Sprache zu nutzen, sinnvoll ist.

    Zudem stimme ich der Aussage des Autors zu, dass die Sprache in den sozialen Netzwerken von zahlreichen Verkürzungen und Auslassungen geprägt ist. Dadurch wirkt das Geschriebene informeller. Jedoch bleibt die Sprache trotzdem sehr Ausdrucksstark durch die Verwendung von Smileys. Diese bereichern die digitale Unterhaltung, denn in der digitalen Kommunikation fehlen oft nonverbale Botschaften wie die Mimik oder die Gestik. Um die ausbleibende Mimik oder Gestik zu kompensieren und um den Text/die Nachricht dialogischer zu gestalten, verwenden wir heutzutage oft die Smileys (Emojis). Bei diesem Aspekt der digitalen Kommunikation würde auch ich der Aussage von claboe, dass die Bedeutung dieser Emojis von der Gesellschaft festgelegt wurde, wodurch es zu keinen Missverständnissen kommt, nicht zustimmen. Ich habe es oft schon erlebt, dass man die Bedeutung eines Emojis unterschiedlich stark deutet. Natürlich gibt es auch welche, bei denen die Bedeutung klar deutlich wird, jedoch habe ich schon oft erlebt, dass meine Nachricht durch die unterschiedliche Deutung eines Emojis missverstanden wurde.

    Desweiteren stimme ich der Aussage von claboe zu, dass die Privatsphäre durch die digitalen Medien deutlich vermindert wird. Natürlich bieten die sozialen Netzwerke den Nutzern zahlreiche Vorteile, wie eine schnelle und einfache Kommunikation sowie einen Informationsaustausch, jedoch finde ich, dass der Aspekt des Verlorengehens der Privatsphäre stark überwiegt.

    Zudem wird in dem Artikel erläutert, dass bei der digitalen Kommunikation immer wieder Konversationsfäden aufgegriffen werden können. Dadurch kommt es zu einer Lösung der Grenzen zwischen dem Kontakt und dem Nichtkontakt. Wenn man mit jemandem digital kommuniziert ist es oft so, dass die Konversation in einen Dauerzustand gerät. Dies kann sowohl positive als auch negative Folgen mit sich bringen. Zum einen kann dies die Verbundenheit im Alltag stärken. Zum anderen ist es jedoch möglich, dass das Gespräch an Effizienz verliert.

    Zuletzt möchte ich auf den Aspekt des Multitaskings eingehen, der am Ende des Artikels erwähnt wurde. Auch ich habe schon oft erlebt, dass während eines Gesprächs gleichzeitig digital mit einer anderen Person kommuniziert wurde. Dabei ist es oft der Fall, dass die Person nicht fähig ist beides gleichzeitig zu machen, also einmal digital und zugleich nicht-digital zu kommunizieren. Aufgrund dessen unterstütze ich die Aussage von anna.m, dass es gerade in unserer digitalisierten Welt von großer Bedeutung ist, die Kompetenz zu besitzen sein Smartphone auch manchmal wegzulegen.

    Zusammenfassend würde ich den Aussagen des Autors und der von claboe und ann.m nur teilweise zustimmen. Jedoch kann ich die Ansichten von anna.m besonders gut nachvollziehen, da viele ihrer Aussagen für mich Sinn ergeben und gut erläutert wurden. Zusätzlich finde ich es gut, dass der Autor beide Seiten dargestellt und oft verschiedene Argumente entkräftet hat. Wie bereits erwähnt würde auch ich sagen, dass der Autor mit seinem Artikel aussagen möchte, dass es auf die Art und Weise der Nutzung der digitalen Medien ankommt.

  6. ninhar sagt:

    Auch ich möchte nach dem Lesen dieses Artikels gerne meine Meinung zu dem Thema äußern.
    Es stimmt- die digitalen Medien und Kommunikationsmittel haben unsere Welt verändert und haben schon seit geraumer Zeit einen spürbaren Einfluss auf unser Denken und unseren Alltag. Doch dies muss nicht immer zwingend schlecht sein. Meiner Meinung nach kann sich eine Gesellschaft am besten weiterentwickeln, wenn sie sich völlig auf den Fortschritt einlässt und sich nicht von anfänglichen Problemen, die damit einhergehen könnten, sofort abschrecken lässt. Ein Beispiel hierfür ist der erste Kommenter von claboe. Der Nutzer schreibt, dass durch die Weiterentwicklung der digitalen Medien nach und nach die Privatsphäre vermindert wird und äußer die Sorge über einen weiteren Anstieg der Kinder- und Jugendpornografie. Das ist ein Problem, das in jedem Fall lösbar ist, solange sich Menschen damit befassen. Wenn jedesmal, wenn die digitalen Medien für kriminelle Vorgänge genutzt wurden, wieder nur mit dem Finger auf die “bösen Medien” gezeigt wird und eine Einschränkung dieser vorgeschlagen wird, anstelle von potentiellen Lösungsansätzen, ist es kein Wunder, dass die Problematik kein bisschen vermindert wird und eher noch steigt.

    Da dies eines der Kernprobleme in der heutigen Zeit ist, war ich froh, in diesem Artikel endlich einmal auch die vielen positiven Seiten der online – Kommunikation aufgeführt zu sehen.
    Denn ich kann nur zustimmen, wenn geschrieben wird, dass ebendiese unsere Unterhaltungen vereinfacht, die Effizienz steigert und unsere allgemeine Flexibilität erhöht.
    Claboe schreibt ebenfalls, dass es bei der exessiven Nutzung von Handys und der ständigen Konfrontation mit der dort verwendeten Sprache eventuell doch zu Problemen des klassischen Sprachgebrauchs im Alltag oder in der Schule kommen kann. Diesen Punkt kann ich nun leider absolut nicht nachvollziehen. Immerhin wird den betreffenden Jugendlichen oder Kindern durch die Wechselwirkung von Schule, Alltag und Internet schon früh die Differenzierung zwischen verschiedenen Sprechweisen nahgebracht. So wird die Sprachkompetenz im Vergleich zu früheren Zeiten, in denen diese Vielfalt von Sprachvarietät außerhalb des Alltags höchstens in Büchern oder Liedern gab, definitiv gesteigert. Denn im Internet findet man ja nicht nur einen Haufen User, die sich inkorrekt ausdrücken. Durch Anglizismen oder teilweise völlige Nutzung der Englischen Sprache wird der Wortschatz immer mehr erweitert, was letztendlich auch im Unterricht wieder ein Vorteil sein kann.

    Daher lautet mein Fazit bezüglich dieser Thematik, dass digitale Kommunikation in jeder Hinsicht ein Vorteil für uns Menschen ist, solange wir uns nur darauf einlassen und mit einer neutralen Sicht an Probleme herangehen.

  7. emmpoe sagt:

    Ich laß den Artikel “Die veränderte Kommunikation im digitalen Zeitalter” und die entfachte Diskussion hinsichtlich des Themas, Inwiefern digitale und soziale Medien und Netzwerke unsere Art zu kommunizieren beeinflussen, mit großem Interesse.

    Es ist gänzlich unabstreitbar, dass die mehr werdenden virtuellen Interaktionen unsere Kommunikation beeinflussen.
    Der Autor zeigt hier bei, wie anna.m. bereits erwähnte, sowohl positive als auch negative Aspekte dieser Beeinflussung auf.

    Bei Plattformen wie WhatsApp setzt man sich schnell in Kontakt. Hierbei geht es um die Effizienz der Mitteilungen, den wichtigsten Inhalt in eine möglichst kurze Nachricht zu verpacken. (Was nebenbei erwähnt wahrscheinlich noch den Ursprung in Zeiten der SMS findet, bei welchen die Zeicheneingabe begrenzt war.) Die Texte per Messanger sind komprimiert und doch ausdrucksstark, häufig ohne Punkt und Komma, dafür mit Emojis ausgestattet.
    Der Autor erwähnt in diesem Zusammenhang, dass Emojis einen Ersatz für die non- und paraverbale Kommunikation darstellen, da diese durch die Kommunikation per Textnachricht offensichtlich wegfällt.

    Zum Thema Emojis muss ich anna.m. und ailhad zustimmen, welche bereits erwähnten, dass die beliebten Smileys zwar teilweise eine eindeutige oder festgelegte Bedeutung haben, einige allerdings auch sehr verschieden gedeutet werden können, wodurch es zu Missverständnissen und Konflikten kommen könnte.
    Allerdings denke ich nicht, dass die Simplifizierung der Kommunikation zu Verlusten führe. Wie Michael Beißwenger sagte, steht die Sprache im Dienst des Sprechers.
    Meiner Meinung nach gehen grammatikalische Strukturen und korrekte Ausdrucksweise auch nicht durch die digitale Kommunikation verloren, auch wenn Textnachrichten häufig ohne Punkte und Kommata verfasst sind. Auch in der jungen Generation wird an diesen Werten weiter festgehalten. Wie ailhad bereits schrieb, achten vorallem Gymnasiasten weiterhin auf richtige Satzstellung usw. und außerhalb des Privatleben, z. B. in der Schule, sind Schüler sogar mehr oder weniger gezwungen sich an grammatikalische Regeln zu halten und werden sie deshalb wahrscheinlich nicht verlernen. Der Verlust dieser ist deshalb nicht auf die ganze Generation zu projizieren.

    Allerdings geht durch den Dauerzustand der Kommunikation, der häufig auftritt, oftmals die Geschlossenheit oder sogar die Effizienz des Gespräches verloren, wie MaS und ailhad anführten. Möglicherweise verlieren sich die wichtigen Inhalte der Gesprächsabläufe oder werden verfälscht, wodurch die Kommunikation gewissermaßen an Bedeutung verliert.

    Man kann der dauerhaften Erreichbarkeit aber auch einen großen Vorteil zusprechen, und zwar, dass man Kontakte pflegen und halten kann, welche sonst aufgrund von Distanz unmöglich oder zumindest stark erschwert wäre.

    Man muss sich aber auch bewusst sein, dass das Verständnis von Privatsphäre sich stark verändert hat. Alles ist viel öffentlicher und alles was man im Netz on sich preis gibt, ist für jeden ersichtlich. Dieser Zustand erleichtert, zusammen mit der möglichen Anonymität im Internet, die Entstehung von Mobbing und sogenannter ‘hate speech’. Man sollte sich immer bewusst machen was man teilt und mit wem man es teilt und nichts unbedacht posten.
    Wenn man sich nun so bewusst mit den Dingen beschäftigt, die man postet und schreibt, kann Es einem auch behilflich sein uns unsere Gedanken besser vor Augen zu führen und sie zu ordnen.
    Man sollte also aufjedenfall wieder mehr Zeit dafür aufwenden etwas zu schreiben und die erwartete
    Geschwindigkeit ein wenig herunterschrauben, wie es im Artikel empfohlen wird.

    Einen Punkt der im Artikel aufgegriffen wird und den ich persönlich als sehr wichtig erachte, ist dass man wenn man in der “realen” Welt mit jemandem kommuniziert das Handy auch einfach mal zur Seite legen können sollte, um sich voll und ganz auf die Kommunikation konzentrieren zu können.

    Zusammenfassend bietet die digitale Kommunikation also viele Vorteile, solange man sie bewusst einsetzt. Man sollte sich allerdings wieder etwas mehr Zeit lassen und sich nicht gezwungen fühlen immer schnellstmöglich zu antworten. Darüber hinaus ist es wichtig in face-to-face Konversationen auch mal das Smartphone zur Seite zu legen um sich voll dem Gegenüber zu widmen.

  8. jessicad sagt:

    Der Artikel „Die veränderte Kommunikation im digitalen Zeitalter“ bezieht sich auf die positiven und negativen Aspekte des Sprachgebrauchs in den sozialen Medien.
    Wie die Kommentare zuvor schon erwähnten, belichtet der Autor beide Seiten der Kommunikation in den Medien, versucht jedoch, die negativen Seiten ins Positive zu stellen.

    In dem Artikel werden typische sprachliche Charakteristiken genannt, wie beispielsweise Verkürzungen oder Anglizismen. Auch das Weglassen der Zeichensetzung oder das Ersetzen eines Punktes mit einem Emoji ist bekannt in sozialen Medien wie WhatsApp. Jedoch spricht der Autor davon, dass ein Punkt verwendet wird, wenn es das Gefühl von Aggression ausdrücken soll. Dem kann ich, wie auch Anna.m, nicht zustimmen.
    Ich bin der Meinung, dass einige Nutzer die Zeichensetzung berücksichtigen, wiederum andere nicht. Dies hat meines Erachtens nichts mit Gefühlen zu tun, die man wie im Artikel genannt, auch mit Emojis ausdrücken kann.
    Anna.m und alihad haben zuvor den Aspekt der Missverständnisse genannt, welchen ich zustimmen kann. Es kann aufgrund der nicht vorhandenen non-verbalen und para-verbalen Kommunikation schnell zu Missverständnissen kommen, da der Empfänger nicht weiß, in welchen Tonfall man den geschriebenen Satz aussprechen würde und er die Mimik und Gestik nicht sieht. Diese kann man zwar durch die Emojis ersetzen, jedoch können diese auch unterschiedlich interpretiert werden.
    Der Autor nennt in seinem Artikel, dass „online getätigte Zusagen zu Verabredungen jederzeit mit einem Klick zurückgenommen werden können“. Auch dem Punkt würde ich so nicht zustimmen. Wenn man beispielsweise einer Verabredung zugesagt hat, habe ich es noch nie erlebt, dass diese mit einem Klick zurückgenommen wurde. Man kann natürlich absagen und das auch leichter als in einer Face-to-Face Kommunikation, jedoch wird trotzdem geschrieben, dass man beispielsweise nicht kann.
    Es wird auch gennant, dass wir uns nicht auf das Gespräch mit dem Gegenüber konzentrieren können. Dem Aspekt stimme ich zu, da ich immer öfter sehe, wie Personen sich aufgrund der Handy Nutzung, nicht mit dem Gegenüber unterhalten.
    Dies sehe ich als einen negativen Aspekt der digitalen Kommunikation.

    Insgesamt stimme ich dem Autor zum Teil zu. Ich finde, dass der Autor beide Seiten gut erläutert hat und man diesen folgen konnte. Jedoch finde ich einige Aspekt auf die Realität bezogen eher kritisch. Außerdem stimme ich dem Kommentar von alihad zu, aufgrund der nachvollziehbaren und ausführlichen Argumente.

  9. Lunsch sagt:

    Auch ich habe den Artikel „Die veränderte Kommunikation im digitalen Zeitalter“ mit Interesse gelesen und möchte mich nun an der Diskussion beteiligen bzw. meine Meinung zu dem Thema äußern.

    Der Autor geht sehr strukturiert vor und geht auf die meisten nennenswerten Bereiche von Kommunikation in digitalen sozialen Netzwerken ein. Hierbei werden die einzelnen Entwicklungen sehr praxisnah erläutert und die Argumente sind gut nachvollziehbar.

    Ich teile die Meinung, dass man beim kommunizieren über soziale Medien oftmals die Grammatik eher zweitrangig betrachtet und der Schwerpunkt deutlich auf der verschriftlichten Umgangssprache liegt. Das muss aber nicht unbedingt die Regel sein! Ich kann bestätigen, dass dieses Phänomen bei vielen Jugendlichen zu beobachten ist aber bei Älteren Menschen lässt sich das oft nicht sagen. Außerdem sind, wie emmpoe bereits erwähnt hat, die sozialen Netzwerke nicht der einzige Weg, auf dem sich grammatikalische Strukturen zurückbilden. Wie bereits erwähnt sind Textnachrichten nur die verschrifttlichte Form der Umgangssprache, also fängt die grammatikalische Ungenauigkeit bereits in der alltäglichen Sprache an.
    Auch hierbei kann man wieder etwas positives oder negatives sehen, jedoch finde ich persönlich, dass der Sinn von sozialen Medien verfehlt würde, wenn man nicht so schnell und spontan wie möglich kommunizieren könnte.

    Der Text ist außerdem sehr überzeugend, da der Autor verschiedene Wissenschaftler namentlich nennet, zitiert und somit seine Meinung fachlich untermauert. Das zeigt dem Leser, dass die Informationen gut recherchiert und durchaus glaubwürdig sind.

    Besonders angesprochen, hat mich der Abschnitt mit den Smileys. Hier hat der Autor konkrete Auswirkungen genannt, indem er davon spricht, dass durch die Smileys die fehlenden Satzzeichen oder Verkürzungen kompensiert werden. Die Informationen scheinen auch hier gut durchdacht und nachgeforscht. Mir wäre ebenfalls wichtig gewesen zu erwähnen, dass Emojis missverstanden werden können und somit schnell, aus der vermeintlich kurzen Kommunikation, eine unverständliche Konversation entstehen kann.

    Daraus ergibt sich, dass nicht nur in diesem Abschnitt eine negative Meinung fehlt, sondern auch im gesamten Text. Der Autor schneidet durchaus kurz die negative Seite an, entkräftet diese jedoch sofort und lenkt die Aufmerksamkeit davon ab. Der Leser sollte in der Lage sein sich eine eigene Meinung bilden zu können, doch lässt der Autor durch seine Argumentation keine negative Meinung zu.

    Zusammenfassend kann man sagen, dass der Text klare und deutliche Aussagen beinhaltet und sehr optimistisch mit dem Thema soziale Medien und Entwicklung der Kommunikation umgeht. Jedoch hätten mehr Hinweise auf Gefahren den Text abgerundet und ein Gleichgewicht geschaffen. Es wird deutlich, dass die Entwicklung der Kommunikation ein fester Bestandteil unseres Alltags ist und auch in Zukunft viel Aufmerksamkeit erfahren wird.

  10. lorvonp sagt:

    Nachdem ich den Artikel „die veränderte Kommunikation im digitalen Zeitalter“ gelesen habe, ist mein Interesse zu dieser Thematik geweckt. Deshalb möchte ich hiermit meine Meinung zu der Thematik darlegen.

    Dazu möchte ich im Folgenden auf die Argumente und die Meinung des Autors eingehen und dabei die Aussagen der vorherigen Kommentare berücksichtigen.
    Wie die Verfasser der vorherigen Kommentare bereits klarstellten, stellt der Autor die Veränderung der Kommunikation eher als positiv dar. Dem kann ich größtenteils zustimmen, da der Autor die Kommunikation in Fragmenten als positiv darstellt, obwohl ich der Meinung bin, dass dies eher auf eine Verstümmelung der Sprache zurückzuführen ist und nicht auf die Intention, dass Kommunizierende z. B. Ellipsen verwenden wollen, so der Autor.
    Der Autor ist außerdem der Meinung, dass Videos, Bilder und Grafiken, Gefühlsregungen und Mimiken ersetzen können. Dem kann ich jedoch nicht ganz zustimmen, denn obwohl Bilder etc. Gefühlen nacheifern wollen, können sie diese noch lange nicht ersetzten. Dem Argument, dass Punkte und andere Satzzeichen das Gefühl von Aggression ausdrücken kann ich, wie auch die Verfasser andere Kommentare, nicht zustimmen.

    Dennoch kann ich dem Autor in einigen Punkten zustimmen. Zum Beispiel die Verwendung von Smileys etc. kann beim Übermitteln von z. B. helfen und ersetzt die Gestik oder die Stimme der Kommunizierenden. Auch dass die digitale Kommunikation Gespräche, im Vergleich zur direkten Gesprächen, einschränkt. Dennoch kann es manchmal erleichternd und einfacher sein, in sozialen Netzwerken zu kommunizieren, anstatt eine persönliche Konversation zu führen. Auch dass sich die Dimensionen der Kommunikation verändern, kann hauptsächlich Vorteile bringen. Gespräche können so auch nach einiger Zeit wieder aufgenommen werden und so fällt das kommunizieren leichter.

    Einem Argument, welches ailhad aufzählte, kann ich besonders zustimmen. Denn grammatikalische Regeln werden von Jugendlichen nicht immer ignoriert. Dies ist vor allem der Fall, wenn sie aus gebildeten Haushalten kommen und dementsprechend gebildet sind. Jugendliche kommunizieren zwar nicht auf Hochdeutsch, dennoch würde ich die Auswirkungen der digitalen Kommunikation nicht so radikal, wie im Text, darstellen.

    Dem Autor und den anderen Kommentaren kann ich insgesamt gesehen zu großen Teilen zustimmen, obwohl im Bezug auf die Realität und den Alltag auffällt, dass man einige Punkte kritisch sehen kann.

  11. HaHi sagt:

    Auch ich griff den vorliegenden Artikel mit viel Interesse auf. Kommunikation ist – so wie der Autor auch bestätigt – ein wichtiges und interessantes Thema, welches uns alle unser Leben lang beeinflussen wird. Immerhin kann man ja „nicht, nicht kommunizieren“ um es mit Paul Watzlawicks – und damit den Worten eines Psychologen – zu sagen.

    Der Artikel mach dies ebenfalls klar: Kommunikation war, ist, und wird immer wichtig sein und dessen Veränderung betrifft somit uns alle. Nun zeigen sich nicht nur viele Aussagen im vorliegenden Artikel, sondern auch Kommentare positiv gegenüber dieser Entwicklung.
    Und auch ich selbst kann dem Artikel so wie dem zuvor verfassten Kommentar an vielen Stellen nur zustimmen: Die neuartige Verwendung von Smileys, Bilder und anderen Grafiken hilft der heutigen digitalen Kommunikation bei der Vermittlung von Informationen von Sender zu Empfänger. Es ist eine Unterstützung, die es in dieser Art zuvor noch nicht gegeben hat. Als eine Simplifizierung der Sprache – so wie der Text es ebenfalls hinterfragt – würde ich es jedoch nicht sehen. Eher das Gegenteil; Auch die heute in Netzwerken verwendete Sprache in Kombination mit Bildern oder ähnliches kann kompliziert und nicht für jeden einfach verständlich sein. So treffen im Netz nicht nur neue Abkürzungen sondern auch verschiedene Sprachen aufeinander, die zu einer absolut neuartigen Entwicklung führen.

    Dennoch stimme ich dem Artikel zu, dass die digitale Kommunikation eingeschränkt ist: Schneller kommt es zu Missverständnissen zwischen Gesprächspartnern, Gestik und Mimik können niemals so genau übertragen werden wie bei einer ‘face-to-face’ Konversation, Störungen sind leichter zu beschwören. Und dennoch, so denke ich, ist die Kommunikation mit Smileys und mehr der Beginn einer Kommunikation die ebenso sinnvoll sein kann.

    Zudem würde ich dem Kommentar vor mir zustimmen: In einigen Situationen des Lebens kann sich die digitale Kommunikation tatsächlich als einfacher und sinnvoller erweisen. Besonders in einer Gesellschaft die mit der Sprache wächst, in welcher alles schnell gehen muss und Informationen auch durch die Globalisierung schnell auch mal von einem Ort zum anderen gelangen müssen.
    Sprache konstituiert, wie der Artikel nennt, meiner Meinung nach also tatsächlich die Welt und entwickelt sich bereits seit langem. Für andere Generationen wird diese Entwicklung wohl immer Fragwürdig sein, und auch unsere zukünftige Generation mag unsere jetzige Nutzung der Sprache und Kommunikation vielleicht schon bald hinterfragen. Doch dies mach eine Veränderung der Sprache nicht gleich negativ.

    Somit kann ich dem letzten Kommentar über die erwähnte ‘Verstümmelung’ der Sprache nicht zustimmen. Der Sprachwandel – so wie die Veränderung der Kommunikation bringt meiner Meinung nach auch gleich viele Vorteile mit sich, statt eine negativ anzusehende ‘Verstümmelung’. Somit können die neuartigen digitalen Kommunikationsformen eben auch als praktisch angesehen werden, weil sie sich z.B. kurz und bündig ausdrücken.

    Dennoch lässt sich ebenfalls sagen: Auch die digitale Kommunikation hängt stark von den Personen ab. Menschen gehen noch immer unterschiedlich gut oder schlecht mit Wörtern um – und dies zählt für alle existierenden Kommunikationsformen. Somit verwenden nicht alle Jugendliche Anglizismen oder bewegen sich außerhalb des Bereiches der normalen, grammatikalischen Regeln. Dies hat meiner Meinung nach zwar nicht immer etwas mit dem ‘Haushalt oder der Bildung’ zu tun – denn auch Jugendliche die viele Anglizismen verwenden können noch immer gut gebildet sein und genau so gute Sprachkenntnisse besitzen – dennoch lässt sich bei der Thematik Kommunikation nur selten auf die komplette Allgemeinheit zurückgreifen.

    Ich stimme dem Artikel also überwiegend zu: Kommunikation ist extrem wichtig und ausschlaggebend – und auch momentan verändert sie sich massiv dank der digitalen Welt. Doch auch ich sehe diese Veränderung überwiegend positiv bis neutral. Die Welt entwickelt sich weiter, und so tut es auch unsere Kommunikation.

  12. afnke sagt:

    Nachdem jetzt auch ich den Artikel „Die veränderte Kommunikation im digitalen Zeitalter“ aufmerksam gelesen habe, möchte ich mich ebenfalls der Diskussion anschließen, da es stets ein sehr aktuelles Thema ist, erachte ich es auch als wichtig, uns diese Frage zu stellen. Inwiefern beeinflussen soziale Medien und Netzwerke uns und unsere Art zu kommunizieren?
    Tatsächlich hat die Digitalisierung dazu geführt, dass unsere Fähigkeit zur Empathie eher verkümmert. Empathie muss trainiert werden. Wir müssen unser Gegenüber erleben, um zu lernen, was Mimik, Gestik oder Sprachmelodie über einen Menschen aussagen können. So gewinnen wir die Fähigkeit, die Welt mit fremden Augen zu betrachten. Waren früher die Gelegenheiten zum Training reichlich vorhanden, sind sie heute selten geworden. Menschen kommunizieren weniger von Angesicht zu Angesicht, sondern häufiger über verschiedene soziale Medien. Wie auch im Artikel erwähnt, fördern die ganzen Plattformen das nicht besonders. Es wird vorgeworfen, dass die Rechtschreibung, insbesondere bei Jugendlichen, verloren ginge. An der Stelle möchte ich auf alihad aufmerksam machen, die auch betont, dass vor allem Gymnasiasten eine großen Wert auf grammatikalische Strukturen und eine korrekte Ausdrucksweise legen. Denn die wird besonders durch den Schulalltag geprägt und somit auch im privat Leben weiter ausgeübt. Doch wir sind uns alle durchaus bewusst, dass einem die Rechtschreibung in einer einfachen WhatsApp dennoch nicht so wichtig ist, wie die in einer Klausur. Trotzdessen bin ich, ähnlich wie emapoe, der Meinung, dass man sich zwischendurch mal Zeit nehmen sollte und nicht einfach immer schnell darauf los antworten. Es wird insbesondere dann interessant, sobald Emojis dazu kommen. Mittlerweile sind sie fast ein fester Bestandteil jeder Nachricht. Dennoch, wie bereits in einigen Kommentaren angeführt, kann dies schnell zu Missverständnissen kommen. Jeder hat schlussendlich eine andere Auffassung, weshalb es auch hier schnell zu Kommunikationsschwierigkeiten kommen kann(insbesondere Länderübergreifend). Die meisten Emojis sind aber ziemlich gut zu verstehen und aufgrund dessen werden sie auch so gerne benutzt, weil die meisten einfach so das Gefühl haben sich besser ausdrücken zu können. Was auch schlussendlich dazu führt besser verstanden zu werden. Doch nicht nur Emojis haben von Person zu Person eine andere Bedeutung. Der Autor erwähnt auch, dass der Punkt mittlerweile eine ganz neue Bedeutung, aufgrund von seltener Benutzung, gewonnen hat.
    Dabei spielen dann auch noch, wie jessicadi benennt, der Tonfall oder aber auch die Mimik und Gestik eine entscheidene Rolle. Denn all diese Punkte kann der Empfänger deiner Nachricht nicht wahrnehmen und muss diese also auf seine Weise deuten.Abschließend stimme ich den Aussagen des Autors größtenteils zu, finde aber dennoch einige Aspekte, die auf die Realität bezogen sind, eher kritisch zu betrachten.

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