Links, zwo, drei, vier (KW 29)

Nigeria hat E-Voting-Visionen, "Partei-Schnarchnasen" machen "Alibi-Netzpolitik", deutsche Webszene ist noch zu retten: Diese und mehr Neuigkeiten in der Linkliste.

 

Ideologisierung des Internets

Das Internet wird in der Politik zunehmend Schwerpunkt vieler Diskussionen – jedoch nicht nur, wenn es um Online-Wahlkampf geht. Vor allem kritische Debatten um Onlinesucht und Kinderpornografie sind in den letzten Monaten Mittelpunkt der Sorgen um das soziale Wohl der Internetgemeinde und der negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft. Zu viel Abscheu, findet Andrian Kreye – und appelliert an die Offenheit für neue Medien.

Die Grenzen der sozialen Netzwerke

Selbst die besten Netzwerke sind nur so gut, wie ihre Mitglieder sie nutzen. So soll sich eine virtuelle Welt neuer Kommunikations- und Vernetzungsmöglichkeiten öffnen. Auch im Bildungsbereich erweisen sich viele technische Innovationen als hilfreich, führen sie beispielsweise Lernende und Lehrer über Soziale Netzwerke zusammen. Facebook, Twitter & Co. würden den Blick auf freie Kooperationen jedoch verstellen, so futurezone.

Von „Offline-Politikern" und „Zensurmullahs"

Die Gegner der Netzsperren zeigen sich über den Ausgang der Debatten verärgert. Vor allem die jüngere Generation fühlt sich bevormundet und lässt spätestens seit der Bundestagsabstimmung ihrer Wut in Foren und Blogs freien Lauf. Die Petitions-Initiatorin Franziska Heine sieht jedoch einen Fortschritt für „dauerhaftes politisches Engagement der Internetgemeinde".

Nigeria diskutiert über E-Voting

Anlässlich der Überlegungen, im afrikanischen Nigeria elektronische Wahlen einzuführen, befragte BBC dortige Einwohner zu ihrer Einstellung (Audio-Stream). Vor allem der Wunsch nach transparenten und gewaltfreien Wahlen ist nach den Tumulten der letzten Jahre groß. Kann E-Voting für mehr Glaubwürdigkeit des Wahlsystems sorgen?

„Piraten jagen Partei-Schnarchnasen"

 

Handelsblatt-Autor Thomas Hanke zieht hier mit reichlich Wortwitz bewaffnet eine Bilanz des bisherigen Online-Wahlkampfes. Viel Positives an den deutschen Parteimanagern und ihren Online-Kampagnen(-Versuchen) sieht er nicht, vor allem Union und SPD hätten einigen Aufholbedarf und müssten endlich von „Alibi-Netzpolitik" abrücken.

Deutsche Webszene ausbaufähig

Der Autor des Netzwertig-Blogs, Marcel Weiß, beschreibt dem englischsprachigen Tech-Blog ReadWriteWeb (RWW) im Interview die deutsche Blogosphäre und Startup-Szene. Hier sprach er über Skepsis der etablierten Medien gegenüber dem Internet, gespannte Verhältnisse zu Blogs und besserungsbedürftigen Bürgerjournalismus. „Die Chance zu glänzen" soll jedoch der diesjährige Wahlkampf den Blogs bescheren.

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