Links, zwo, drei, vier (Kalenderwoche 32)

Frankfurter Amtsgericht stärkt Meinungsfreiheit in Blogs, Olympia-Athleten dürfen bloggen, 42 Millionen Pakistaner unterstützen Anti-Terrorismus-Kampagne und Bundesdatenschutzbeauftragter Peter Schaar fordert Meldepflicht bei Datenmissbrauch: Diese und weitere Themen in der aktuellen Linkliste.

 


Internet macht doch nicht dumm

Das Pendant zur These von
Harvard-Professor Nicolas Carr
: Medienpsychologe Jo Groebel stellt
sich auf die Seite des neuen Mediums. Im Interview mit der
Süddeutschen erläutert er, warum das Internet
leistungssteigernd wirkt und wie es soziale Beziehungen stärkt
und fördert.

Gericht stärkt Meinungsfreiheit in
Blogs

In einem noch nicht rechtskräftigen
Urteil
hat sich das Amtsgericht Frankfurt/Main für die
Meinungsäußerungsfreiheit in Weblogs und Foren
ausgesprochen und administrative Prüfungspflichten abgewiesen.

Olympia bloggt
Erstmals ist es den Athleten und
Athletinnen erlaubt, ihre persönlichen Eindrücke „in
Übereinstimmung mit dem olympischen Geist" in einem Blog
niederzuschreiben. Trotz zugestandener Meinungsfreiheit gelten
allerdings strenge Richtlinien, deren Missachtung die Sportler die
Akkreditierung kosten kann.

Britisches Unterhaus will
nutzergenerierte Online-Inhalte
kontrollieren

Mitglieder
des britischen Unterhaus-Kulturauschusses fordern eine Kontrolle von
Inhalten, welche die Nutzer selbst ins Netz einstellen. Ein "Rat
für die Sicherheit von Kindern im Internet" soll besonders
die jungen User vor ungeeigneten Inhalten bewahren.


42
Millionen Pakistaner gegen Terrorismus

Im
Juni 2008 startete die pakistanische Yeh Hum Naheen Stiftung eine
Anti-Terrorismus-Kampagne. Herzstück ist eine Petition, mit der
sich das pakistanische Volk gegen Terrorismus aussprechen kann. Bis
jetzt haben über 42 Millionen Menschen die Petition
unterzeichnet – mehr, als an den letzten pakistanischen Wahlen
teilgenommen haben. Stimmen die Zahlen, wäre dies Weltrekord.

Wer anderen eine Grube gräbt…
Die Google-Anwendungen „Street View"
und „Google Earth" sind Bürgerrechtlern schon lange ein Dorn
im Auge. Dass diese Informationsquellen die Kriminalität fördern
und die Privatsphäre stören, wollten sie auch
Google-Gründer Larry Page verdeutlichen. Sie nutzten die Tools um
beispielsweise Pages Autokennzeichen und seinen gewohnten Arbeitsweg zu
ermitteln, Informationen die auch möglichen Entführern die
Arbeit erleichtern würden, so die Argumente der Bürgerrechtler. Google zeigt sich unbeeindruckt.

Datenschützer fordert Meldepflicht
Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter
Schaar besteht auf einer Meldepflicht bei Datendiebstahl. Die Zahl der Internetkriminalität geht steil aufwärts. Phishing und Datenklau machten 2007 20 Prozent aller Delikte aus. Schaar fordert nun die Warnung betroffener Kunden, wenn ein Unternehmen Opfer einer Straftat geworden ist.

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