Was Politiker bei Plazes dem Wähler bringen (würden)

Und da ist er wieder fort: Die im firmeneigenen Blog schon als Revolution gefeierte Präsenz von Klaus Wowereit beim Dienst Plazes ist gelöscht – die Senatskanzlei hatte politik-digital.de bereits vergangene Woche auf Anfrage mitgeteilt, dass es um eine Kurzfrist-(PR)-Aktion anlässlich Wowereits New York-Besuch handelte. Bei Plazes kann man sich auf einer Landkarte anzeigen lassen, wo sich Plazes-User gerade befinden (sog. Geo-Tracking).
Bleibt die Frage, warum sich Politiker geo-tracken lassen sollten. Was würde es bringen, wenn ich die Wege meines Volksverterters online nachvollziehen kann?
1. Mehr Transparenz. Auch wenn nicht permanent der Standort eines Plazes-Users angezeigt wird, könnte man den vollen (oder bei Hinterbänklern nicht so vollen) Terminkalender mitverfolgen. So könnten interessante Institutionen in den Fokus rücken.
2. Kein Sicherheitsrisiko. Wer sich ein bisschen Mühe macht, kann die Wege von Politkern auf deren Websites und Pressemitteilungen ohnehin ziemlich gut nachvollziehen (und viel mehr Informationen würden die Volksverterter bei Plazes ohnehin nicht posten, machen wir uns doch da nix vor).
Kurz: Ein Geo-Tracking-Dienst wäre persönlicher und authentischer als das übliche Spiel mit Pressemitteilungen und Online-Terminkalenden. Eine echte Revolution wäre es aber nicht, nur weniger mühsam.

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