Studie untersucht Stress im digitalen Leben

man-1246277_1280Smartphones sind aus dem Leben des Großteils der deutschen Bevölkerung nicht mehr wegzudenken. Knapp 88 Mal am Tag schauen NutzerInnen auf den Bildschirm ihrer mobilen Begleiter. Nun hat eine Studie des Forschungsschwerpunktes Medienkonvergenz der Johannes Gutenberg-Universität Mainz die Ursachen und Folgen, die mit digitalem Stress durch die Smartphone-Nutzung aufkommen, untersucht.

Durchgeführt wurde die Studie mittels einer repräsentativen Stichprobe von deutschen InternetnutzerInnen zwischen 14 und 85 Jahren, die zu ihrem Stressempfinden in Verbindung mit der Nutzung verschiedener digitaler Inhalte befragt wurden. Ein Ziel der Studie war auch, mögliche Unterschiede zwischen jüngeren, mit dem Internet aufgewachsenen, und älteren UserInnen zu erforschen.

Die Ergebnisse der Studie zeigen in allen Altersgruppen, dass die tägliche Nutzung digitaler Inhalte eine Stressquelle im Alltag darstellen kann. Insbesondere jene Teilnehmer, die viele Emails und Nachrichten über soziale Netze verschicken, gaben an, dass sie die Verpflichtung immer sofort erreichbar zu sein als Druck empfinden. Ein weiteres zentrales Ergebnis ist, dass das sogenannte “Internet Multitasking”, also die Nutzung digitaler Inhalte, während gleichzeitig “offline” Tätigkeiten verübt werden, einen hohen Stressfaktor darstellen. Während das Versenden und Verschicken vieler Nachrichten bei älteren TeilnehmerInnen als größere Stressquelle angegeben wurde, bewerteten jüngere das Internet Multitasking als anstrengender.

Burnout, Depression und innere Unruhe wurden als die häufigsten indirekte Folgen des digitalen Stresses gesehen. Da vor allem sozialer Druck und die Angst etwas zu verpassen der am häufigste angegebene Grund war, weshalb so viele UserInnen ständig online sind, muss hier also angesetzt werden. Die langfristigen Folgen der noch immer steigenden Nutzung digitaler Inhalte im Alltag sind jedoch erst in einigen Jahren abzusehen.

Interessierte können hier die Ergebnisse der Studie einsehen.

 

Titelbild by punttim via pixabay, CC0

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