Steinmeier bloggt – und zwar selbst

In seinem persönlichen Wahlkampfblog beschreibt der SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier seine Eindrücke während der Sommertour, bei der er deutschlandweit Unternehmen und Organisationen besucht. Was das Onlinetagebuch interessant macht: Der Spitzenkandidat schreibt die Beiträge selbst.

 

„Soll ich damit anfangen, dass es gestern Abend im Biergarten in München spät geworden ist?“, beginnt der Eintrag des SPD-Spitzenmanns vom 6. August. Steinmeiers Tage während seiner jüngst gestarteten Sommertour durch Deutschland sind offenbar lang – und sie enden zuweilen bei einem geselligen Bier unter Freunden. Privates und Politisches erfährt die Internetgemeinde beim Klick auf das am 4. August gestartete Wahlkampftagebuch des Merkel-Herausforderers.

Reaktiv und tagesaktuell

Das eigentlich Neue ist die Umsetzung: Das Steinmeier-Blog präsentiert sich persönlich und reaktiv: Der SPD-Kandidat schreibt tagesaktuell und reagiert auf Kommentare der Leser. Außerdem wird viel verlinkt. „Das Format muss zur Person passen“, sagt Sebastian Reichel, verantwortlich für den Onlinewahlkampf der SPD, im Gespräch mit politik-digital.de. Die Idee zu einem persönlichen Webtagebuch, betont Reichel, entstand auf eigene Initiative Frank-Walter Steinmeiers. Und Steinmeier schreibe die Beiträge selbst, so Reichel.

Ziel sei es, „Steinmeier direkt“ im Netz zu zeigen. Auffällig sind die überwiegend positive Userkommentare. Da habe die Partei ihre Finger nicht im Spiel, versichert Reichel. Grundlage der Moderation sei eine übliche Nettiquette. Steinmeier will über die Sommertour hinaus bis zur Bundestagswahl am 27. September bloggen.

FWS-Blog

2 Antworten auf Steinmeier bloggt – und zwar selbst

  1. Julien sagt:

    Sorry, aber die Beiträge sehen zu geschliffen aus, als dass ich glauben kann, dass FWS das wirklich schreibt. Und das “Ich” wird auch meistens in unverfänglichen Kontexten benutzt, wo es egal ist, ob es der Pressesprecher oder Kanididat geschrieben hat.

    Außerdem: Zu viel Text, zu viele Links. Wenn er das selbst machen würde, würde er ‘ne ganze Menge Zeit darauf verwenden, die er mit Sicherheit nicht hat.

  2. Er schreibt selbst. Die Artikel kommen per Mail zu einem Mitarbeiter, der sie dann ins Redaktionssystem stellt und verlinkt.

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