Safer Internet Day: Sicheres Surfen im Netz

Legopirat attakiert ein Smartphone
Zum zehnten Mal findet heute der Safer Internet Day statt, ein europaweiter Aktionstag, der die Aufmerksamkeit für Sicherheit und Verantwortung im Netz fördern will. Auch Medienkompetenz steht dabei wieder im Fokus, ein Thema, das sich u.a. die Konrad Agahd Modellschule für Computer- und Onlinekompetenz auf die Fahne geschrieben hat.

Medienkompetenz ist das Wort der Stunde, wenn es um digitales Lernen geht. Der heutige Safer Internet Day bietet bereits zum zehnten Mal eine interaktive Plattform zum Mitmachen und Mitdiskutieren rund um das Thema Medienkompetenz und Sicherheit im Netz.

Hintergrund der Aktion bildet das von der EU-Kommission initiierte Safer Internet Programm, das in 27 europäischen Ländern für Risiken und Gefahren im Internet sensibilisieren und Medienkompetenz bei Schülern, Eltern und Lehrern fördern will. In Deutschland koordiniert die Plattform „Klicksafe“ die Aktivitäten des Safer Internet Day: Vom Facebook-Check des Mädchenzentrums „Szenenwechsel“ in Berlin, bis zum Planspiel zur Prävention für Cybermobbing der Aktion „Jugendschutz in Bayern“ können bundesweit über 100 Veranstaltungen besucht werden.

Jedes Jahr widmet sich der Safer Internet Day außerdem online einem bestimmten Netz-Thema. Das internationale Motto des diesjährigen Aktionstages lautet: “Online Rights and Responsibilities” und wird in Deutschland im Rahmen von „Rechtsextremismus im Netz“ diskutiert. Ab heute ist jeder und jede aufgefordert, im eigenen Online-Netzwerk auf Facebook, Twitter oder Blog Statements zu posten, die „Kein Netz für Rechtsextreme“ zulassen.

Um rechtsextreme oder andere problematische Inhalte im Netz überhaupt erkennen und verantwortungsvoll mit ihnen umgehen zu können, muss ein entsprechender Umgang mit Medien aber erst einmal erlernt werden. Dabei gehört das Internet für die meisten Kinder und Jugendlichen zum Alltag, und auch die Zahl der SchülerInnen, die ein Smartphone mit Internetzugang in Gebrauch haben, wächst rapide. Doch bei der Wissensvermittlung in Sachen Medienkompetenz herrscht bei vielen Schulen nach wie vor ein großer Mangel.

Modellschule für Online-Kompetenz

Ein Vorbild ist die Konrad-Agahd-Modellschule für Computer- und Onlinekompetenz in Berlin Neukölln. Schulleiterin Simone Schützmann sprach beim heutigen Telegraphen Lunch über das Konzept zur Medienkompetenzförderung an ihrer Schule. Im Rahmen des Projekts “Masterplan-Modellschule” fördert die Berliner Senatsverwaltung für Sicherheit und Forschung die jeweiligen Schulen mit technischem Equipment und dem entsprechenden Know-how. Gleichzeitig sollen die Modellschulen Erfahrungen und Kompetenzen mit anderen Einrichtungen teilen und so zu Multiplikatoren werden.

Mit ihrem Engagement will die Schule ihre SchülerInnen auf die Realität vorbereiten – und die erfordere eben mittlerweile auch digitale Kompetenzen, erklärt Schützmann, sie sieht darin eine wichtige Aufgabe von Schulen.

Die Konrad-Agahd-Schule spricht mit dem Konzept der Computer- und Onlinekompetenzförderung aber nicht nur SchülerInnen an. Direktorin Schütz zufolge habe man das Ziel, alle Beteiligten „mit ins Boot zu holen“, weshalb auch für Eltern und LehrerInnen regelmäßig Fortbildungen an der Schule organisiert würden. Ein nachahmenswertes Modell, denn gerade bei letzteren besteht oft großer Nachholbedarf.

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