ROG verteilt Platzverweise

Wie ist es in den WM-Ländern um die Pressefreiheit bestellt? Dieser Frage gehen Reporter ohne Grenzen pünktlich zum WM-Start auf den Grund.

Deutschland liegt bei dieser Rangliste im Mittelfeld. Genau wie in Frankreich oder den USA sind hier eine freie Presse und eine unabhängige Medienlandschaft fest verankert. Jedoch wird der Quellenschutz nicht immer garantiert, Redaktionsräume können, wie in Deutschland schon häufiger geschehen, durchsucht werden. Im Mittelfeld landen auch Südkorea, Italien, Australien, Spanien, Japan, Südkorea, Kroatien, Polen, Costa Rica und Großbritannien.
Rote Karten für zensierte Medien und Inhaftierungen von Kritikern erhielten Iran, Saudi-Arabien und Tunesien. In diesen Ländern würden der Bevölkerung lediglich staatliche Informationen zur Verfügung gestellt. Nach ROG-Informationen wurden allein im Iran im letzten Jahr 13 Journalisten und Blogger inhaftiert.
Mexiko, die Elfenbeinküste, die Ukraine und Togo erhalten eine gelbe Karte, genau wie Brasilien, Ghana, Paraguay, Argentinien, Serbien-Montenegro, Angola und Ecuador. In diesen Staaten gibt es zwar eine freie Presse, unabhängige Medien würden aber unter einem starken Druck der Regierungen stehen, was zu Selbstzensuren führte. Mexiko ist nach Einschätzung der ROG der für Journalisten zur Zeit gefährlichste Staat in Lateinamerika.
Keine Beanstandungen in Sachen Pressefreiheit haben die Reporter ohne Grenzen für die Niederlande, die Schweiz, bei Trinidad und Tobago sowie Schweden.

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