.eu Domainvergabe in der Kritik

Pressetext Deutschland berichtet über neue Unstimmigkeiten bei der Vergabe der EU-Domains.

Anlass ist die zweite Vergaberunde an diesem Mittwoch. 50.000 Internetadressen werden erneut vergeben. Um 11.00 Uhr wird die europäische Internet-Verwaltungsbehörde Eurid die Domains, die in der ersten Vergaberunde vor einem halben Jahr angemeldet wurden, aber deren Antragssteller die entsprechenden Nachweis-Dokumente nur unvollständig oder zu spät eingereicht haben, wieder auf den Markt werfen.

Kritiker werfen Eurid das Fehlen einer Auflistung aller wieder freigewordenen Domains vor. Daniel Kollinger von der Protestplattform eudomaindesaster befürchtet, dass dieses Vorgehen ein Domain-Grabbing verstärken könnte. Normalbürger würden nicht wissen, dass möglicherweise eine begehrte Domain wieder frei wird und aus diesem Grunde gar keinen Antrag stellen. Professionelle „Grabber“ hingegen, würden längst über inoffizielle Listen verfügen, wird Kollinger bei pressetext.de zitiert. Die Eurid wehrt sich gegen die Vorwürfe mit dem umgekehrten Argument. Eine Domain-Liste wolle man nicht herausgeben, um professionelle „Grabber“ nicht zu unterstützen.

Nach Vermutungen von eudomaindesaster gelangten in der ersten Registrierungsphase über 20.000 generische Domains in die Hände von Spekulanten. Auch am Mittwoch werden wahrscheinlich wieder viele davon versuchen, begehrte Domains zu erhalten.

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