Das Internet und die gefühlte Bedrohung

Wolfgang Kleinwächter beschreibt die Haltung der Unternehmen im Bezug auf den Anspruch von Regierungen, die Zukunft des Internet zu kontrollieren:

“Millers GBDe Key Note Speech griff direkt den von der Europäischen Union beim Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS) präsentierten Vorschlag zu “Internet Governance” an, der die Schaffung eines “neuen Kooperationsmodells” für das Management der Internet-Kernressourcen mit einem intergouvermentalen Aufsichtsgremium an der Spitze in die Diskussion gebracht hat. Aus der Sicht der US-amerikanischen Industrie sollten sich die Regierungen dieser Welt, wenn es ums Internet geht, äußerste politische und regulative Zurückhaltung auferlegen – mit Ausnahme ihrer eigenen Regierung, versteht sich. Der gut gemeinte EU-Vorschlag sei völlig deplaziert und könnte nicht anders verstanden werden als eine Ermutigung der gouvermentalen Bösewichte rund um den Globus, das Internet zu zensieren, Barrieren für die freie Kommunikation zu errichten, Innovation auszubremsen und eCommerce zu erschweren.” Den Hintergrund dieser Debatte kann auch in dem Artikel von Markus Wendler auf unserer Website zum WSIS, www.gipfelthemen.de, nachlesen.

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