Kunstfreiheit gilt auch für Computerspiele

Morgen geht die Debatte um das Verbot von "Killerspielen" in eine entscheidende Runde: Der Bundesrat wird sich auf Antrag Bayerns mit einem generellen Verbot von gewalthaltigen Computerspielen befassen. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen geht mit ihrem Vorschlag nicht ganz so weit. Sie verkündete vergangenen Dienstag, bis zum Jahresende das Jugendschutzgesetz deutlich zu verschärfen:

"Extrem gewaltbeherrschte Trägermedien (z. B. Computerspiele, Videos, DVD) sind in Zukunft per Gesetz automatisch für Kinder und Jugendliche verboten."

Wie man an der Diskussion sehen kann, fallen den meisten Politikern zum Thema Computerspiele häufig nur Verbote ein. Dabei stellt sich sogar der Deutsche Kulturrat gegen zu strikte Regelungen: "Kunstfreiheit gilt auch für Computerspiele."

Was es außerdem noch für Schnittmengen und Perspektiven in der Killerspieldebatte gibt, erfährt man in unserem aktuellen Dossier "Computerspiele und Politik".

via Spiegel Online

Eine Antwort auf Kunstfreiheit gilt auch für Computerspiele

  1. Gotthard Elsner sagt:

    Die gesamte Problematik würde sich bis auf einen Bruchtel reduzieren, wenn
    die “besagten Jugendlichen” mehr Zeit für Ausbildung und Lernen aufwenden
    würden und auch müssten.
    In 10 Jahren haben uns die Länder (China/Indien etc.), in denen genau
    umgekehrt- viel mehr gelernt- als gedaddelt wird- den Rang restlos
    abgerungen.
    In 100 Jahren spricht die Welt von den verwöhnten Europäern- wie wir heute
    von den letzten alten Römern.
    Noch könnten wir es ändern, doch wer einen Sumpf austrocknen will, darf die
    Frösche nicht fragen.
    Also, wollen wir- oder lassen wir das Ganze.

    Unsere lernende Intelligenz ist ohnehin bald gänzlich entschwunden.

    Der verbleibende Rest wird sich gegenseitig die Köpfe einschlagen- und- zu
    guter Letzt- gegenseitig auffressen, was sonst !

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