The People vs. Europe

Europa ist nicht unbedingt beliebt bzw. ‘in’. Nicht nur bei nationalen Politikern, sondern auch bei den Bürgern wird die Entwicklung der EU kritisch beobachtet. Ursache dafür ist auch die Art und Weise, mit der Europäische Institutionen und nationale Regierungen die Bürger über das Thema EU informieren.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Webseite der EUropäischen Kommission: Es werden zwar Fragen an den Besucher der Seite gestellt, um Ihn so zur Mitwirkung anzuregen, aber gleichzeitig werden bereits ‘Antworten’ gegeben. Die Kommunikation orientiert sich aber überwiegend an den Interessen der EU-Institutionen, anstatt die Interessen der EUropäischen Bürger stärker zu berücksichtigen.

Voice of Civil Europe

Drei niederländische Organisationen versuchen daher, Bürger auf eine andere Art und Weise für ihre EUropäische Regierung zu interessieren. Der Verein Demokratisch Europa (
VDE), die European Foundation on Social Quality (
EFSQ) und das Forum für Demokratische Entwicklung (
FDO) gründeten vor zwei Jahren das Project Voice of Civil Europe. Ziel ist eine demokratische Kontrolle der Vertretung der Bürgerinteressen zu organisieren. Voice stellt nicht die Institutionen, sondern die Menschen und Ihre Interessen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Nicht mit Hochglanz- Informationen, sondern mit Debatten und Umfragen soll die politische Bürgerbeteiligung angeregt werden, die online wie offline stattfinden werden.

Die Konferenz in Amsterdam zur EU-Erweiterung

Am 12. Dezember, der Tag, an dem der für die Erweiterung entscheidene EU-Gipfel in Kopenhagen stattfindet, organisiert Voice parallel zum EU-Gipfel eine Konferenz in Amsterdam. Themen sind die verschiedenen Aspekte der Erweiterung der EU, beispielsweise Ängste der Bürger in und um die Entwicklung Europas, die Entwicklung einer Europäischen Identität oder die Ausgestaltung einer Europäischen Verfassung. Workshops, Debatten und Filme werden auf Englisch angeboten. Ein Höhepunkt soll ‘The People vs. Europe’ (das Aufstellen von Forderungen der Bürger an die EU-Institutionen) sein. Der ‘Umsetzungsprozess’ wird dann im Jahr 2003 beginnen.

Input für die Konferenz seitens pol-di.net

Mit dem Einsatz der Debattensoftware Votes & Quotes liefern die Redaktionen von pol-di.net e.V.ihren Beitrag zum Projekt Voice. Auf den drei Webseiten (
www.politik-digital.de,
www.europa-digital.de und
www.politiek-digitaal.nl ) wurden Besucher nach ihrer Meinung zu verschiedenen Themen bezüglich der EU-Erweiterung gefragt. Zudem hatten Sie die Möglichkeit, eigene Diskussionsbeiträge zu schreiben. In Kürze werden wir Ihnen die Ergebnisse mitteilen. Diese werden die Grundlage für die Diskussionen der Voice-Konferenz im Dezember bilden.

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