Terror in den USA

Anschlagserie auf das World Trade Center und das Pentagon

Das World Trade Center in Manhattan, New York, ist vollständig zerstört, das Pentagon in Washington D.C. brennt. Sämtliche Regierungsorganisationen sowie die Vereinten Nationen wurden evakuiert. Auch auf das Weisse Haus soll ein Bombenanschlag verübt worden sein.Der Hintergrund der Anschlagserie, der vermutlich viele Tausend Menschen zum Opfer fielen, ist bislang unklar. Zunächst wurden palästinensische Terroristen hinter den Attentaten vermutet. Yassir Arafat verurteilte die Gewalttaten umgehend. Ungefähr um 8:45 Ortszeit flog eine kleines Flugzeug in das obere Drittel des südlichen Turms des höchsten Gebäudes in New York. Achtzehn Minuten später flog eine große Maschine, eine Boeing 767, die in Boston entführt worden war, in den zweiten Turm des World Trade Centers. Wenige Minuten später kam aus der Hauptstadt der Vereinigten Staaten die Nachricht, dass im Pentagon ein Feuer ausgebrochen sei und auch hier ein Flugzeug in das Gebäude hineingeflogen sei. Achtzehn Minuten nachdem das erste Flugzeug in einen der beiden Türme des World Trade Centers geflogen war, stürzte der Turm in sich zusammen. Ob dieser Kollaps durch eine gezielte Sprengung hervorgerufen wurde, ist bislang unklar. Kurz darauf brach auch der zweite Turm in sich zusammen. Neben diesen katastrophalen Explosionen sollen in Washington D.C. in unmittelbarer Nähe des Weißen Hauses und vor dem Außenministerium Autobomben explodiert sein. Auch von einer zweiten entführten Maschine, die im Anflug auf die Hauptstadt sei, wurde auf dem amerikanischen Fernsehsender CNN berichtet.

Schon kurz nachdem die Katastrohpenserie ihren Lauf nahm, war der Nachrichtensender CNN auf Sendung. Mit Bildern vom zweiten Flugzeugcrash und zahlreichen Live-Reporten aus New York und Washington versucht der Sender die Chronologie des Geschehens zu rekonstruieren und das Ausmaß der Katastrophe einzufangen. Sämtliche Krankenhäuser im Stadtgebiet seien überfüllt, so die Berichterstattung. Der Bürgermeister von New York, Rudolph Giuliani, forderte die Bürger in den gefährdeten Vierteln auf, den Stadtteil Manhattan zu Fuß in Richtung Norden zu verlassen. In den USA sind sämtliche Flughäfen gesperrt.

Am frühen Morgen war ein weiteres Flugzeug in der Nähe von Pittsburgh abgestürzt, ein Zusammenhang zu der Terrorwelle in New York und Washington ist bislang unbestätigt. Das Internet war kurz nach der Anschlagserie bereits vollständig und weltweit überlastet. Vor allem die Nachrichtenseiten der grossen US-Sender und Magazine waren nur schwer erreichbar. Auch in Deutschland waren
www.spiegel.de und
www.n-tv.de kurzzeitig überlastet und benötigen lange Ladezeiten. Allerdings beruhigte sich die digitale Lage in Deutschland relativ schnell und das Netz zeigte sich dem Ansturm gewachsen. Soweit erreichbar, boten einige Websites umfangreiche Dokumentationen: Sowohl
www.cnn.com und
www.nyt.com reagierten schnell. Die Washington Post wartete sogar mit einer
Life-Webcam auf, die alle 60 Sekunden ein neues Bild vom brennenden Pentagon zeigte. Auf
www.villagevoice.com ist eine Photoserie, die das Unglück dokumentiere zu sehen. Nicht alle Infoportale konnten mit aktuellen Informationen aufwarten. Die Seiten von
www.msnbc.com hatten auch drei Stunden nach Beginn der Anschlagserie noch keine Informationen online. Auch in Deutschland hinkte
www.phoenix.de hinter der internationalen Berichterstattung her. Auch die Seite der
TAZ hatte rund drei Stunden nach der Katastrophe noch keine Informationen im Netz. Auf den Websites der Regierungsorgane hingegen finden sich noch keinerlei Informationen zu der Katastrophe. Auf
www.whitehouse.gov äußert der Präsident sich noch besorgt über die Wirtschaftslage. Die Seite des angegriffenen Pentagons war nicht mehr erreichbar. Die deutschen Regierungsseiten reagierten nicht online auf das Ergeignis. Weder beim Außenministerium noch auf der Seite der Bundesregierung wurde berichtet. Lediglich das
Bundespresseamt veröffentlichte schnell ein Beileidsschreiben des Bundeskanzlers an den Präsidenten der U.S.A.

Die Bundesregierung drückte kurz nach der Katastrophe der amerikansichen Bevölkerung ihr Beileid aus. Gleichzeitig wurde die Sicherheitsstufe 1 für das Kanzleramt ausgelöst und das Regierungsviertel hermetisch abgeriegelt. Der Bundeskanzler Gerhard Schröder und Außenminister Joschka Fischer beriefen den Bundessicherheitsrat ein.

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