Schäfer-Gümbel will online punkten

Im erneut beginnenden Wahlkampf in Hessen setzt die SPD verstärkt auf das Internet. Unter dem neuen Spitzenkandidaten scheint sich hier erstmals der Einfluss des US-Wahlkampfes um Obama und McCain bemerkbar zu machen. So stellte der Kandidat der SPD, Schäfer-Gümbel, auf seiner Website ein Video ein, in dem er die Wäher zuerst um Verzeihung bittet und dann zur Mitwirkung aufruft. Und zwar nicht nur zur Wahl, sondern vor allem zum Dialog.

Seine Webseite stellt daneben noch einige andere – zwar eilig erstellte – aber ebenfalls authentisch wirkende Elemente eines Online-Wahlkampfes zur Verfgung. So kann auf seiner Seite direkt für eine Großanzeige gespendet werden. Um eine problemlose organisatorische Abwicklung zu gewähleisten, bedient er sich des Portals 1-2-3-Plakat. Eine kurze
Anleitung
erklärt, wie es funktionieren soll.

Profil bei Facebook und "Wechsel"- Seite

Über das Soziale Netzwerk Facebook
will der Politiker zudem Unterstützer sammeln und seinen Wahlkampf
verstärkt transparent gestalten. Hier hapert es zwar noch ein
wenig an Masse, aber auch hier gilt: der Anfang ist gemacht.

Ein
weiteres Beispiel ist die "Wechsel"-Seite
von Schäfer-Gümbel
. Hier wirbt er um die Unterzeichnung
"des Politikwechsels", was immerhin schon ein paar hundert Onliner
gemacht haben. Über Banner
kann die Seite weiter verbreitet werden und können diese
Onliner dann auch zu Multiplikatoren in ihrem eigenen Netzwerk werden.

All
diese Elemente wirken frisch, sehr aufgeräumt und wohl
überlegt. Wer jetzt noch fragt welche Auswirkungen der Obama-Wahlkampf auf die
BRD haben könnte, kommt an Schäfer-Gümbel nicht mehr
vorbei…

11 Antworten auf Schäfer-Gümbel will online punkten

  1. Fritz sagt:

    Was will uns der Autor sagen?

  2. Ingo sagt:

    Der Fehler wird ein wenig schnell abgehakt und gegenüber Obama fällt TSG dann doch etwas ab. Mal sehen wann Herr Koch zu uns spricht.

  3. Oliver Zeisberger sagt:

    Jetzt meinen alle, überall würde Obama kandidieren, nur weil man ein Youtube gemacht hatm, Facebook benutzt und Online-Spenden anbietet… Der Vergleich von Obama zu TSG hinkt auf jeden Fall!

    Aber zeitgemäße Wahlkampfwerkzeuge einzusetzen kann nicht schaden. Und es zeigt Wirkung: Über 41.000 Zugriffe auf das Video in den ersten drei Tagen. Damit ist es schon jetzt das bisher meistgesehene Youtube-Wahlkampfvideo eines Kandidaten in Deutschland…

  4. sgievert sagt:

    Wichtiger als die Nutzung von Tools wie Facebook und Youtube (das kann jeder, wenn auch scheinbar die wenigsten deutschen Politiker) ist meines Erachtens, dass Herr Schäfer-Gümbel auf Dialog setzt und transparent agieren möchte. Und im Vergleich zum meiner Erinnerung nach kaum vorhandenen Online-Wahlkampf von Frau Ypsilanti ist das ein großer Unterschied – vielleicht ein Mentalitätswandel unter anderem angestubst durch die Obama-Kampagne?

    @Fritz: Und was wollen Sie uns sagen? Etwas konkreter bitte :)

  5. Der hessische Kandidat der SPD ist zwar kein Obama, aber er interessiert sich zumindest aufrichtig für das, was die Menschen bewegt. Und nutzt dafür das Internet in einer schwierigen kommunikativen Situation. Allein das hat in der deutschen Politiklandschaft einen derartigen Seltenheitswert, dass es der Beachtung wert ist. Damit steht er freilich nicht mit Obamas Online-Wahlkampf auf eienr Stufe, aber wie gesagt: der Anfang ist gemacht.
    Und das ist gut!

  6. Gast sagt:

    Herr Koch spricht schon längst zu den Wählern, der hat nämlich schon seit 2005 einen Podcast http://podcast.rroland-koch.de . Der TSG hat das einfach mal nachgemacht und dazu auch noch schlecht…

  7. Gast sagt:

    Die Zweitverwertungsresterampe von Roland Koch als besser zu bezeichnen als den Videodialog von TSG lässt auf deine politische Gesinnung schließen. Als Unabhängiger kann man das kaum behaupten, denn wo TSG den Dialog sucht, ist der Podcast von Roland Koch ja eine Zusammenfassung von Videos/Audio-Files, die bereits wo anders gelaufen sind.

  8. canli tv sagt:

    Ich verstehe die konkrete aussage des autors nicht ganz.
    Was meint er damit?

  9. Aktuell wurde der Film von TSG 45 tsd. mal angesehen und über 400 Anfragen sind bei ihm eingegangen. Das nenne ich einen Erfolg – auch wenn Technik und Umsetzung eher ausreichend sind. Der Wille zählt und der lautet hier: beteiligt euch!

  10. Gast sagt:

    Die eindimensionale Kommunikationsform des podcasts – von der Kanzel herunter (auch unterstrichen durch die Position der Kamera bei der Aufnahme: Herr Koch wird aus der halben Froschperspektive aufgenommen, so dass zu ihm heraufgeblickt werden muss bzw. er auf die Zuschauer herunterblickt – ist schon mal etwas anderes als das zur Interaktivität auffordernde Video des Herrn Schäfer-Gümbel. Das ist durchaus weniger professionell gemacht und überhaupt nicht Obama-like, und dennoch wirkt das sympathischer als die Präsentation des MP.

  11. Michael sagt:

    Ich meiner Meinung nach, finde es sehr gut neue Medien mit in den Wahlkampf einzubeziehen. Gerade bei jüngeren Wählern wird dieses einschlagende Erfolge mit sich ziehen. Es ist auf jeden Fall ein Schritt nach vorne für einen besseren Wahlkampf und dadurch auch eine bessere Wahl.

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