Regierungskommunikation 2020

Das Internet als Chance auf eine neue Form der Demokratie – ja oder nein? Dies untersucht die Studie "Regierungskommunikation 2020" von politik-digital.de. Sie zeigt, dass in Deutschland in solchen Fragen noch Handlungsbedarf besteht, und beschreibt, wie diese Erwartungen erfüllt werden können.

Veränderte technologische Rahmenbedingungen und der damit verbundene Wandel in der Kommunikationslandschaft stellen die politische Kommunikation vor neue Aufgaben. Online-Medien verdrängen die klassischen Leitmedien und implizieren ein deutlich verändertes Nutzungsverhalten. Vor diesem Hintergrund hat die Studie die Regierungskommunikation der Bundesrepublik Deutschland unter die Lupe genommen. Sie leitet aus den neuen Trends der Mediennutzung Konsequenzen für die Regierungskommunikation ab und entwickelt einen „Instrumentenkasten2020“ mit Handlungsempfehlungen für die Kommunikation der Bundesregierung.

Als grundlegende Ergebnisse der Studie sind zwei Entwicklungen festzustellen: Die neuen Medien haben die Regierungskommunikation in den vergangenen Jahren bereits stark verändert. Dennoch schöpfen die Regierungsangebote die gebotenen Chancen nicht annähernd aus. Zum einen werden die standardisierten Government-to-Citizen (G2C) Informationswege in der digitalen Regiergungskommunikation von allen untersuchten Regierungsinstanzen aufgegriffen und umgesetzt. Interaktive und partizipative Angebote finden sich jedoch nur vereinzelt auf den Seiten der untersuchten Regierungsangebote wieder.

Wege um diesen Zustand zu verbessern zeigt die Studie ebenfalls. Der Bestandsaufnahme in Deutschland werden internationale Beispiele für partizipative und interaktive Elemente in der Regierungskommunikation gegenübergestellt. Die abschließenden Handlungsempfehlungen sind inspiriert durch bewährte Praktiken von bürgerfreundlichen Kommunikationswegen aus den genannten Beispielländern und geben konkrete Vorschläge für die moderne Regierungskommunikation des 21. Jahrhunderts.

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