Digitale Presseschau KW 40

Über eine musikalische Aufarbeitung des ersten „TV-Duells“ zwischen Präsident Obama und Herausforderer Romney; über Missverständnisse in der Urheberrechtsdebatte; über Gefahren für mexikanische Journalisten; über sogenannte „Pixelpapas“ sowie über internetscheue Politiker in der Schweiz – dies und viel mehr in unserer aktuellen digitalen Presseschau.

Video der Woche

Es sind nur noch wenige Wochen bis zum Election-Day, an dem die Bürger der Vereinigten Staaten einen neuen(?) Präsidenten wählen. Vergangenen Mittwoch „duellierten“ sich der amtierende Präsident Barack Obama und dessen Herausforderer Mitt Romney vor laufenden Kameras. In unserem Video der Woche wird die „TV-Schlacht“ von den „gregorybrothers“ noch einmal humorvoll aufgearbeitet. Wir sind uns sicher: So erreicht man auch wahlmüde Bürger!

Missverständnisse zum“geistigen Eigentum” in der Presse

 

Das Urheberrecht ist eine Frage der Sozialisierung! Das behauptet zumindest Autor Stephan Dörner. In einem umfassenden Artikel auf Carta beschreibt er seine Erfahrungen über schiefe Vergleiche, falsche Argumente und unnötige Verweise auf die Piratenpartei. Er skizziert die Rolle des Urheberrechts und formuliert eigene Lösungsvorschläge.

 

Mexiko: Kritischer Journalismus via Twitter

Als Journalist lebt man in Mexiko gefährlich. Offline-Journalismus ist aufgrund einer Vielzahl an Repressalien kaum möglich. Deswegen „fliehen“ viele Autoren in das Internet. Denn nicht selten kann sich dort der kritische Journalismus – unter den Bedingungen einer Anonymität- frei entfalten. Frederik Fischer schreibt auf dem ZDF-Blog über die prekäre Lage in Mexiko und erläutert, welche Gefahren der freien Meinungsäußerung in den von Drogenbanden geplagten Land entgegenstehen.

 

Pixelpapas

Mit dem Ende der Spielplatzsaison kommt unweigerlich die Sorge: Wie beschäftige ich mein Kind an den unschönen Nachmittagen? Besonders den „pixelpapas“ dürfte es schwer fallen, mit dieser Herausforderung klarzukommen. Wie schön war es doch mit seinem Smartphone zu spielen – äh, zu arbeiten – während der Sprössling auf dem Klettergerüst turnte. Mit einem Augenzwinkern berichtet Christoph Bieber über verzweifelte „pixelpapas“ auf Antrobius.

 

Internet in Kuba – Máximo langsam

Autos aus den 60er Jahren, eingeschränktes Nahrungsangebot…und von Flachbildfernsehern und Smartphones gibt es kaum eine Spur. Auf Kuba scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Und so ist es kein Wunder, dass nur rund 3 Prozent der Bevölkerung über eine funktionierende Internetverbindung verfügen. Dass sich diese Probleme demnächst beheben lassen, ist vermutlich unrealistisch. Auf taz.de beschreibt Autor Knut Henkel, wie es einige Kubaner trotzdem schaffen ins Netz zu gelangen und welche Probleme es mit Korruption gibt.

 

Schaden soziale Medien wie Twitter und Co. Politikern im Wahlkampf?

Dass so mancher deutsche Politiker nicht viel vom Netz hält, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Doch wie steht es um die Kollegen aus der Schweiz? David Naef stellt auf derbund.de fest: in der Alpenrepublik sieht es auch nicht besser aus. Die Politiker im Land der „Zauberformel“ scheinen ebenso ungelenk im Umgang mit den neuen Medien.

 

Google bewertet Journalisten – Netzwerknerds nach oben

Dass Googles Suchmaschinenalgorithmus gesteuert bzw. beeinflusst wird, davon darf man ausgehen. Zukünftig könnte es allerdings noch weitere Entdeckungen geben: Blogger, Autoren und Journalisten, die ihre Werke mit einem Account des Suchmaschinenbetreibers verbinden, könnten möglicherweise bevorzugt werden. Svenja Bednarczyk erklärt auf taz.de, wie das genau funktionieren soll und welche Gefahren das mit sich brächte.

 

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