Links, zwo, drei, vier (KW 6)

Das ZDF will Jugendliche mit neuer Show für Politik begeistern, Facebook wird zum Wahlkampf-Schlachtfeld für den europäischen Wahlkampf, Internationale Medienkonferenz in Berlin und saarländische CDU und SPD vertiefen ihre Mission "Bürgernähe". Mehr zum Thema politische Kommunikation und Internet gibts in der Linkliste.

 

ZDF will Jugendliche für Politik gewinnen

Der Fernsehsender will sich künftig verstärkt um die jungen Wähler bemühen. Helfen soll dabei ein innovatives TV-Format sowie eine gute Kombination mit Internetangeboten. In der neuen Debattiersendung "Ich kann Kanzler" können junge politisch interessierte Menschen vor Publikum und Jury ihre politischen Konzepte präsentieren und bewerten lassen.

Datenschutz als Unterrichtsfach?

In Sachsen-Anhalt greift seit Oktober das Informationszugangsgesetz, das jedem Bürger unabhängig von Rechtsstreitigkeiten Einsicht in seine Behördenakten ermöglicht. Der Datenschutzbeauftragte Harald von Bose sorgt sich um den Anstieg der Datenschutzverstöße und der Bürgerbeschwerden. Vor allem die Jugend soll nun noch stärker im Unterricht für den vertraulichen Umgang mit Daten sensibilisiert werden. Man zieht in Erwägung, die Aufklärungskampagnen auf weitere Unterrichtsfächer wie Ethik, Sozial- und Rechtskunde auszubreitren.

Obama mobilisiert die „virtuelle Armee"

Barack Obama will nun seine rekordartigen Massenbewegungen aus dem Wahlkampf wiederholen und ruft seine virtuellen Freundeslisten mit einer erneuten persönlichen Videobotschaft zu tatkräfiger Unterstützung seines US-Konjunkturpaketes auf.

DB-Chef Hartmut Mehdorn zeigt Reue

In der Spitzelaffäre der Deutschen Bahn entschuldigt sich Bahnchef Mehdorn nun in einem Brief bei den Betroffenen nachdem er zunächst alle Anschuldigungen dementierte. „Falsch verstandene Gründlichkeit" habe zu dem Skandal geführt.

Europäischer Wahlkampf2.0

Facebook wird immer mehr zum Wahlkampf-„Schlachtfeld". Ganz vorne dabei ist José Manuel Barroso, Präsident der EU-Kommission, der obersten Verwaltungsbehörde Europas. Mit mehr als tausend Freunden in ihrer Facebook-Kontaktliste kann sich auch Eva Lichtenberger (Die Grünen) bereits an die Spitze der 18 österreichischen EU-Parlamentarier stellen.

Überlebensstrategien in einer virtuellen Welt

Warum aktuelle Datenschutzmaßnahmen eigentlich alle nichts bringen und wieso dennoch gerade unsere Datenweitergabe Grundbedingung für Datenverkehr in einer Informationsgesellschaft ist- dieser Kommentar vom Hamburger Justizsenator Dr. Till Steffen versucht darzulegen, wie uns mehr Macht über unsere Daten zu mehr Offenheit im Umgang mit ihnen verhelfen soll.

Google-Panne störte Suchergebnisse

Ein HTML-Fehler sorgte am Wochenende für Kopfzerbrechen unter den Google-Nutzern. Nach der Aktualisierung der Malware-Liste, die der Anbieter StopBadware der Suchmaschine zur Verfügung stellt, wurden wegen eines überflüssigen Slashs (/) für rund vierzig Minuten alle Suchergebnisse als schädlich eingestuft und riefen eine Warnmeldung hervor. Die gesuchte Seite war nur über Umwege aufrufbar. Nachdem sich Google und StopBadware gegenseitig den sprichwörtlichen schwarzen Peter zuschoben, gestand Google den Fehler schließlich ein.

Internationale Medienkonferenz in Berlin

Das Internationale Institut für Journalismus von InWEnt (Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH) und die Frankfurter Allgemeine Zeitung laden am Donnerstag, 19.März 2009, zur Diskussion mit internationalen Persönlichkeiten und Medienexperten, unter anderem aus Asien, Afrika und den USA ein. Diese werden sich vor allem mit dem Thema "Wahlkampf im Netz: Die Macht der neuen Medien Wie digitale Medien die politische Transparenz beeinflussen" auseinandersetzen.

CDU und SPD: Mission „Bürgernähe"

Die CDU wandelt auf den Spuren Barack Obamas und gibt sich derzeit alle Mühe um bürgernahe Kommunikation, schreibt faz.net. Im Hinblick auf die saarländischen Landtagswahlen im August setze die CDU im Internet verstärkt auf die Medienpräsenz des Ministerpräsidenten Peter Müller. Deutlich engagierter zeige sich jedoch die SPD im Netz. Während das Team der CDU mit dem Sortieren von Sorgenbriefen ihrer Wähler beschäftigt sei, setze die SPD auf ein innovatives Mitmach-Programm und lasse potenzielle Wähler in ihrem Internet-Forum debattieren.

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