Links, zwo, drei, vier (KW 5)

USA denkt über Steuervorteile für die Mobilfunk- und Internetbranche nach, Neuseeländischer Sender blamiert die US-Armee, EU-Parlament stimmt über Grundrechte im Netz ab und die englische Enzyklopädie Britannica geht nun online. Dies sind unter anderem Themen der aktuellen Linkliste.

Spekulationen über eine ideale Staat-Netz-Symbiose

Autor und Blogger Sascha Lobo macht sich Gedanken um die Verknüpfung von Verwaltung und Internet. Auf Deutschland fällt dabei im Vergleich zu anderen Staatsportalen nicht gerade das beste Licht. Als beispielhaft stellt er dagegen Estland vor, die durch eine „gute digitale Infrastruktur" glänzen.

USA erwägen Steuervorteile für Internetbranche

US-Abgeordnete diskutieren derzeit über Steuergutschriften für die Internet- und Mobilfunkunternehmen als Teil eines Konjunkturpakets. Dies könnte unter anderem auch positive Auswirkungen auf die Mobilfunktochter T-Mobile der Deutschen Telekom haben.

Neuseeländischer Sender blamiert US-Armee

Eigentlich wollte Chris Ogle aus Neuseeland im Secondhand-Shop nur einen MP3-Player erwerben. Dieser entpuppte sich jedoch als USB-Stick mit einer 60-seitigen Datei, die brisante Informationen zu US-Soldaten enthielt. Darunter Details über die Auslieferung von Ausrüstung und weitere geheime Angaben. Den Stick übergab Ogle an den Nachrichtensender One News, der bisher vergeblich auf eine Stellungnahme der US-Armee wartet.

Streit über Grundrechte im Netz

Das EU-Parlament wird im März über einige umstrittene Vorschläge zu den Grundrechten von Internetusern abstimmen. Dabei geht es vor allem um den Schutz vor staatlichen Datenkraken. Die Medienindustrie pocht jedoch auf den Schutz des geistigen Eigentums. Als Diskussionsgrundlage dient zunächst eine Empfehlung vom Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneren des Europäischen Parlaments, die vom griechischen Berichterstatter Stavros Lambrinidis vorgetragen wird.

Symposium zum digitalen Daten-Outing Heranwachsender

Unter anderem Datenschützer, Medienexperten und Wissenschaftler diskutierten am Mittwoch, 28.1.09, vor rund 300 Teilnehmern über Jugendliche in Net-Communities. Dabei wurde vor allem der Schutz der Privatsphäre und der eigenen Daten auf Plattformen wie Schüler- und StudiVZ oder Facebook thematisiert. Viele User gehen hier noch viel zu sorglos mit Informationen zu ihrer Person um. In Referaten und Diskussionen griff das Symposium diese Themen im Rahmen des Europäischen Datenschutztages auf. Der Landesbeauftragte für Datenschutz in Rheinland-Pfalz fordert in einem Interview mit dem ZDF zudem die Eltern zu mehr Vorsicht auf.

Britannica öffnet ihre Pforten

Die 240 Jahre alte britische Enzyklopädie Britannica steht ab sofort als Online-Version zur Verfügung. Ähnlich wie bei Wikipedia ist es den Usern möglich, eigene Beiträge zu verfassen oder Einträge zu ergänzen. Diese werden jedoch vor ihrer Veröffentlichung genau unter die Lupe genommen und auf Richtigkeit überprüft. In erster Linie sollen die Inhalte von den 2500 bis 4500 „hauseigenen" Experten stammen.  

Link-Bomben von Google entschärft

In seinem Public Policy Blog gab Google kürzlich bekannt, dass die aktuellen „Link-Bomben" gegen US-Präsident Barack Obama, die ursprünglich Ex-Präsident George W. Bush galten, nun entfernt wurden. Gab man bisher die Suchwörter „failure „ oder „cheerful achievement" ein, verwies das Ergebnis direkt auf das Weiße Haus.

DB: „Alle reden vom Datenschutz- wir nicht."

Nachdem sich die Deutsche Bahn seit vergangener Woche mit Beschuldigungen, ihre Mitarbeiter zu bespitzeln, rumschlagen muss, scheinen sich die Spekulationen nun zu verdichten. Die Financial Times Deutschland hat einige Pressestimmen deutscher Zeitungen gesammelt, diese lassen kein gutes Haar an den Verantwortlichen.

„Demokratie per Netz funktioniert nicht"

Der Leiter des Instituts für Informationsmanagement Bremen, Prof. Herbert Kubicek, im Interwiev mit der Frankfurter Rundschau zu Chancen und Gefahren von E-Partizipation. Dabei geht es unter anderem um die Relevanz der traditionellen Bürgernähe und die richtigen digitalen Verfahren der Städte, um die Bürgerbeteiligung zu optimieren.

 

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