Links, zwo, drei, vier – KW 48

Google wird zum Haushaltshelfer, der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag wird zum Zankapfel, das Internet wird zum Machtverteiler und der Blog zum Auslaufmodell – diese und mehr Netznews in der Linkliste.

Das Internet als Spielball der Politik

Für Unternehmensredakteur Axel Postinett zeigen sich am Präzedenzfall WikiLeaks die negativen Seiten der digitalen Wirtschaft. Im Handelsblatt warnt er davor, dass Internetunternehmen nicht zum Erfüllungsgehilfen der Politik werden dürften und mahnt einen globalen Rechtsrahmen an.

OpenStreetMap als Paradebeispiel

Andrea Müller von heise.de sieht OpenStreetMap als Paradebeispiel eines erfolgreichen Community-Projekts an. Es sei eine echte Alternative zu kommerziellen Anbietern. Inzwischen würden auch Firmen und Behörden bei dem Projekt mitwirken, freut sich Müller.

Jugendmedienschutz-Staatsvertrag als Zankapfel

Die Neufassung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags zum 1. Januar 2011 sorgt für einige Irritation. Eine angeblich unscharfe Formulierung provoziere Proteste, stellt heute.de-Autorin Anatol Locker fest. Grund der Aufregung: Jegliche Webseiten-Betreiber könnten dazu gezwungen werden, den Jugendschutz zu beachten und Inhalte entsprechend zu kennzeichnen. “Wir können alles. Nur kein Internet”, resümert Locker.

Das Internet als Machtverteiler

Informationen bedeuten Macht, der freie Zugang zu bisher geheimgehaltenen Informationen verschiebe das Machtgefüge zwischen Bürgern und Regierungen, analysiert Heather Brooke in Der Freitag. Sie ist überzeugt: “Was in den kommenden fünf Jahren geschieht, wird die Zukunft der Demokratie auf die nächsten hundert Jahre hinaus bestimmen.”

Google als Haushaltshilfe

Vor fast einem Jahr rief Google den Public Data Explorer ins Leben. Die Anwendung soll helfen, auf die weltweit öffentlich zugänglichen Daten schneller und einfacher zuzugreifen. Seit dem 1. Dezember 2010 kann dort unter anderem auch das US-Budget eingesehen werden.

Der Blog als Auslaufmodell

Nick Denton, Gründer von “Gawker” und “Gizmodo“, sieht das Blog in seiner jetzigen Form als ein Auslaufmodell und will Veränderungen anstreben. Erfolgreich sei, wer schnelle und exklusive Meldungen produziert und Videos einstellt. Auf “gizmodo.com” zeigt Denton, wie er sich die Zukunft seiner Blogs vorstellt.

Das Internet als Philosophie

Das Internet ist in seiner Genese und seinen Prinzipien ein abendländisches Produkt, meint Dr. Alexander Görlach. Er sieht die Notwendigkeit einer Online-Philosophie und fragt, wie sich durch das Internet das Verhältnis zum Wissen wandeln wird.

Unter Mitarbeit von Philipp Albrecht.

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