Links, zwo, drei, vier – KW 41

Cyberkrieg, Streit in der Regierung um Vorratsdatenspeicherung (aber De-Mail beschlossen) und das Cyberpunkgesetz. Neuigkeiten aus der Netzwelt, zusammengefasst in der Linkliste.

Amerika – der Underdog im Cyberkrieg

Angesichts des Stuxnet-Virus forciert die Regierung der Vereinigten Staaten die Indienststellung eines Kommandos für die Internet-Abwehr – das "United States Cyber Command". Geheimdienst-Koordinator Mike McConnell befürchtet, dass Amerika wegen seiner immensen Vernetzung einen Cyberkrieg verlieren könnte.

Vorratsdaten und kein Ende

Weiterhin uneins sind sich Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) und Innenminister Thomas de Maizière (CDU) beim Thema Vorratsdatenspeicherung. Das Justizministerium vertritt die Meinung, dass auch ohne Datenspeicherung genügend Ansätze für Ermittlungen bestehen.

"Im Internet gilt nach wie vor das Cyberpunkgesetz"

Medienwissenschaftler und Netzaktivist Geert Lovink im Interview mit derstandard.at über Veränderungen der Gesellschaft durch das Internet. Die Zukunft sieht Lovink in Netzwerken wie Diaspora (einem freien und dezentralen sozialen Netzwerk). Seiner Meinung nach langweilen sich die Menschen auf Dauer bei Monopolbetrieben wie Facebook. "Nach wie vor gibt es das offene Netzprinzip und damit die Möglichkeit, Google und Facebook etwas entgegenzusetzen", so Lovink.

Mail per Einschreiben

Das Bundeskabinett brachte am 13. Oktober 2010 einen Gesetzentwurf für die "De-Mail" ein. Ziel ist es, Nachrichten und Dokumente vertraulich, zuverlässig und sicher über das Internet zu versenden. Problematisch ist jedoch die Beweislastumkehr. Bei der DE-Mail aber muss der Empfänger beweisen, dass die Mail nicht angekommen ist.

 

Unter Mitarbeit von Wolfgang Gerstenecker

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