Links, zwo, drei, vier (KW 34)

Deutsche Verwaltungen brauchen mehr Social Media, Entscheidung über Jugendmedienschutz-Staatsvertrag in NRW geht in die Endphase, SMS sollen Wartezeit auf dem Amt effektiver gestalten und Netzideen umgesetzt werden – eine Woche Netzwelt in der Linkliste.

Mehr Web 2.0 für deutsche Verwaltungen

Acht von zehn Verwaltungs-Mitarbeitern in Deutschland wünschen sich mehr Social Media Angebote für besseren Bürgerservice. Das zumindest ist das Ergebnis einer Marktanalyse des Beratungsunternehmens Steria Mummert Consulting. Deutschland hinke mit interaktiven Web 2.0 Anwendungen noch stark hinterher. Dieses Problem haben auch die Initiatoren des Government 2.0 Camp 2010 erkannt und wollen Unternehmen und Mitarbeiter mit Projekten und Workshops im Social Media Umgang schulen.

NRW-SPD jetzt doch pro Jugendmedienschutz-Staatsvertrag

In der Debatte um den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag entpuppt sich die NRW-SPD als Fähnchen im Wind. Im Rahmen einer netzpolitischen Neuorientierung wollten die Sozialdemokraten im NRW-Wahlkampf beim Wähler punkten und versprachen, beim Jugendmedienschutz-Staatsvertrag nachzubessern. In der jetzigen Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen will sie jedoch wieder für das ursprüngliche Gesetz stimmen, wie pottblog berichtet. Grund: Die anderen SPD-geführten Länder hätten ja auch zugestimmt.

Berliner Bürgerbüros: kurze Nachricht statt langer Warteschlange

Berliner Bürger sollen in Zukunft auf Bürgerämtern effektiver warten können. Eine neue Software berechnet den voraussichtlichen Termin des Wartenden anhand der Zahl der verfügbaren Mitarbeiter im Amt und der Wartenummern. Bei einer Wartezeit über einer halben Stunde kann der Bürger auf Wunsch benachrichtigt werden. Zehn Minuten vor seinem Termin bekommt er dann eine SMS. Das Modell wird nun in fünf Berliner Bezirken getestet, soll aber nach Informationen des Tagesspiegels in Zukunft auf alle Bezirke ausgeweitet werden.

Maßnahmen für ein sicheres Netz

Zeit-Redakteur Karsten Polke-Majewski fordert in seinem Artikel mehr Engagement von der Politik bei Fragen der Daten-Sicherheit im Netz. Es bestünden schon gute Ideen, wie man das Internet sicherer gestalten könne, so der Autor. Jetzt wäre es an der Zeit, diese auch umzusetzen. Das Mitnehmen von Daten beim Anbieterwechsel, ein Widerspruchsregister für Veröffentlichungen oder ein digitaler Datenradiergummi – das sind laut Polke-Majewski vielversprechende Vorschläge für ein modernes Netz.

 

Unter Mitarbeit von Rita Schmidt.

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