Links, zwo, drei, vier (KW 22)

Europawahl für Jugendliche, Studie zu politischen Informationsquellen und neues Medienportal der EU-Kommision: Mehr Neues aus Internet und Politik in der Linkliste.

 

ÖH-Wahl: E-Voting-Beteiligung planmäßig – bei 0.9 Prozent

Wie das österreichische Wissenschaftsministerium bekannt gab, beteiligten sich 2161 und damit 0,9 Prozent der Studenten an den elektronischen Wahlen der Schülervertretung. Das E-Voting sei laut Ministerium stabil abgelaufen. Gegner der eletronischen Stimmabgabe berichten jedoch von Pannen. Das Ziel von einem Prozent Wahlbeteiligung, dass sich die Initiatoren gesetzt hatten, sei jedenfalls nur knapp verfehlt worden.

Iran hebt Facebook-Blockade auf

Die iranischen Zensurbehörden haben das soziale Netzwerk Facebook nun wieder freigegeben. Wie Futurezone berichtete, wurde dieses aufgrund einer Entscheidung eines interministeriellen Ausschusses vorübergehend gesperrt, weil Anhänger des Präsidentschaftskandidaten Mir-Hossein Mussawi dessen politische Ansichten im Netzwerk verbreitet hatten.


EU-Kommission startet europäisches Medienportal

Um eine „europäische Medienkultur zu schaffen" und die Medien aus ihren nationalen Grenzen herauszuholen, ruft die EU-Kommission das Medienportal „presseurop.eu" ins Leben. Beiträge aus rund 250 europäischen Zeitungen sollen hier in zehn Sprachen übersetzt und den Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Dies solle eine kontinental ausgerichtete, „informierte Debatte über EU-Fragen ermöglichen", so EU-Kommissarin Margot Wallström.

Beliebtheit von Onlinevideos und -audios deutlich steigend

Die aktuelle Onlinestudie von ARD/ZDF macht deutlich: Die Nachfrage nach medialen Inhalten und die Beliebtheit von Mediatheken steigt stetig an. Weit mehr als die Hälfte aller Internet-Nutzer greifen inzwischen auf Videos, rund 51 Prozent der Nutzer auf Audiofiles zurück. Der Vorteil der Mediatheken läge vor allem darin, dass sie auch zeitversetzt Inhalte bereitstellen und so von mehr jüngeren Usern genutzt werden könnten, betont ZDF-Intendant Markus Schächter.


Europawahl für Schüler

Beim Projekt „Juniorwahl 2009", Teil des europäischen Netzwerkes juniorvoting.eu, haben rund 85.000 Jugendliche unter 18 Jahren ab dem 2. Juni 2009 die Möglichkeit, sich an einer fiktiven Wahl zum Europäischen Parlament zu beteiligen. Die Wahl findet unter realen Vorraussetzungen mit Wahlkabinen und Wahlbenachrichtigungen statt und soll „Demokratie für Jugendliche erlebbar machen", so die Zielsetzung. Zudem wurde das Thema „Demokratie und Europawahl" in die Stundenpläne integriert.

Initiatorin der „Anti-Zensursula-Petition" im Gespräch

Franziska Heine (29), die Initiatorin der Online-Petition gegen die geplanten Internetsperren von Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU), traf sich mit der Berliner Morgenpost, um über die Auswirkungen ihrer Initiative auf die Politik zu sprechen. Diese hat bis jetzt mehr als 100.000 Unterstützer gefunden. Wie die "Welt online" berichtet, nahm von der Leyen vergangenen Mittwoch (27.Mai 2009) die Kritik von Experten bei einer Anhörung im Wirtschaftsausschuss des Bundestages auf, den Kurs verändern wolle sie jedoch nicht.

Nutzungsverhalten bei politischer Information

Das Internet nimmt laut einer W3B-Studie von Fittkau & Maaß als politische Informationsquelle hinter dem Fernsehen inzwischen die bedeutenste Rolle ein. Rund zwei Drittel der Deutschen nutzen das Netz, um sich über Politiker und Parteien schlau zu machen. Dem Internet-Wahlkampf wird ein „enormes Potenzial" bescheinigt, wobei die politischen Webauftritte der Politiker jedoch als „ausbaufähig" empfunden werden.

Kommentar verfassen