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Studenten vor ÖH-Wahl bekommen E-Voting-Werbeverbot, Bundesrat fordert Korrekturen am Bürgerportalgesetz und Australien startet Milliarden-Breitbandprojekt: Zu weiteren aktuellen Meldungen informiert die Linkliste.

 

Der elektrische Reporter über Webwahlkampf

Dieses anschauliche Kurzfeature mit dem "elektrischen Reporter" Mario Sixtus im Videoformat lässt die "Obamania" noch einmal Revue passieren und lässt Experten wie Buchautoren, Politikberater und Internet-Investoren zu Wort kommen: zu vernetzter Gesellschaft, Internetstrategien und der Kunst der Massenmobilisierung.

Australien investiert Milliarden in Breitband-Ausbau

Rund 22 Milliarden Euro wolle der Kontinent künftig in den Ausbau des Breitbandnetzes stecken und somit dem gesamten Land zu schnellerem Internet verhelfen, so Premierminister Kevin Rudd. Das in Kooperation mit privaten Unternehmen initiierte Projekt soll im kommenden Jahr 2010 starten.

Internet verhilft Politik zu mehr Sexappeal

Randi Zuckerberg, Schwester des Facebook-Gründers Marc Zuckerberg, im Interview mit Cicero. Sie sprach über die Integrierung der Menschen in den politischen Dialog, die Wichtigkeit von Sexappeal in der Politik durch das Internet und äußerte sich zur politischen Frauenbewegung im Web2.0.

Spammer beruft sich auf Redefreiheit

Der im US-Bundesstaat Virginia verurteilte Spammer Jeremy Jaynes berief sich auf sein Recht auf Redefreiheit – und kam damit durch. Er wurde aufgrund des Versendens von rund zehn Millionen Spam-Mails und dem „Verkauf nicht existierender Waren" zu neun Jahren Haft verurteilt. Das ansonsten scharfe Anti-Spam-Gesetz trifft jedoch keine eindeutige Differenzierung von Massenaussendungen – Glück für Jeremy Jaynes Redefreiheit, die Haftstrafe bleibt ihm dennoch nicht erspart.

Personensuchmaschinen boomen- Datenschutz eher nicht

„Ego-Suchmaschinen" wie „Yasni" gehören zum neuen Trend. Neben der Möglichkeit, seinen eigenen Selbstdarstellungsdrang zu befriedigen kann man zudem übersichtlich zusammengestellt zahlreiche Informationen zu allen beliebigen Personen finden, insofern diese irgendwo im Netz vertreten sind. Ein Alptraum für den Datenschutz – sämtliche Profile in sozialen Netzwerken, Telefonbucheinträge und sogar Datenarchive werden sorgfältig durchleuchtet.

ÖH-Wahl: Studenten dürfen nicht für E-Voting werben

Das Studentenparlament schreibt der Zeitschrift der Österreicherischen Hochschülerschaft (ÖH) nun vor, in der nächsten Ausgabe im Mai 2009 ausführlicher über die Gefahren des E-Votings aufzuklären, welches bei der Wahl zur Studentenvertretung zum Einsatz kommen soll. Ein Werbeverbot solle sich zudem auf Berichterstattung sowie auf Inserate beziehen. Der ÖH-Vorsitzende Samir Al-Mobayyed denke jedoch über eine juristische Prüfung des Beschlusses nach, so die presse.com.

USA: Soziale Netzwerke zu Ermittlungszwecken

Im Rahmen von Gewaltvorbeugung nutzen US-Polizisten Facebook, MySpace & Co. um nach Hinweisen auf Verbrechenspotenzial zu suchen. Einige Festnahmen konnten sie bereits erfolgreich durchführen, nachdem sie beispielsweise auf verdächtige Fotos gestoßen waren. Zudem erhofft man sich mehr Kontrolle über Gangs und deren Mitgliederrekrutierung.


Bundesrat fordert Korrekturen am "Bürgerportalgesetz"

Der Bundesrat hat nun umfassende Änderungen am Regierungsentwurf für das „Bürgerportalgesetz" und dem verschlüsselten „De-Mail-Dienst" gefordert. Bereits am Mittwoch, 4.2.2009, verabschiedete das Bundeskabinett den Gesetzesentwurf über die Einrichtung und den Betrieb von „Bürgerportalen". Dieser soll eine sichere Kommunikationsplattform gewährleisten. Im Sinne der Nutzer soll vor allem ein sicheres Anmeldeverfahren sowie Aufklärung über Rechtsfolgen und Kosten im Vordergrund stehen.

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