Links, zwo, drei, vier – KW 15

Digitale Gesellschaft, Unser Leben in Bits, Neue und alte Kommunikationskanäle in der Revolution und Netzpolitik auf kommunaler Ebene – Dies und mehr in der Linkliste.

Reaktionen auf die „Digitale Gesellschaft“

Diese Woche ist die Internetseite www.digitale-gesellschaft.de online
gegangen. Die Idee dahinter: „eine kampagnenorientierte Initiative für
eine bürgerrechts- und verbraucherfreundliche Netzpolitik zu schaffen.“
Initiator Markus Beckedahl hat zu den Reaktionen auf seine
Vereinsgründung auf netzpolitik.org einen Pressespiegel
zusammengestellt.

Die Datenfresser

Constanze Kurz und Frank Rieger veröffentlichten auf Zeit-Online ein Vorabkapitel ihres Buches „Die Datenfresser“. Unsere Gesellschaft ist, folgt man den Autoren, in einem computerisierten Stadium angekommen. Alles, was wir machen, wird in Bits und Bytes gespeichert. Profiteure dieser Daten und Algorithmen sind Internetfirmen und der Staat, die sich unsere persönlichen Daten einverleiben, so Kurz und Rieger weiter.

Blogger sind noch keine Dissidenten

In dem auf FAZ-online erschienenen Artikel geht Markus Bickel auf die
neuen und alten Kommunikationskanäle in der „Arabellion“ ein. Fachleute
sehen in dem Aufstand eine „erste Revolution unserer Zeit“, bei der
Social Media eine relevante gesellschaftliche und politische Rolle
spielen.

Technologie verändert Proteste

Alex Hudson und Peter Price zeigen in ihrem Artikel auf bbc.co.uk den
Wandel von Protesten auf. Während die sozialen Medien eine wichtige
Rolle bei den Protesten in der arabischen Welt spielten und immer noch
spielen, kommen neue Technologien hinzu. Was die Polizei vor zehn Jahren
bei Protesten noch mittels Megafon verkünden musste, dafür hat die
britische Metropolitan Police jetzt einen eigenen Twitter-Kanal
eingerichtet. Genutzt wurde diese Technologie bereits im März bei
Protesten in London. Sukey ist eine weitere interessante Applikation,
die es Anwendern ermöglicht, sich von Polizeiketten etc. mittels eines
integrierten Kompasses zu entfernen.

Freiheit vor Ort

Wie kann auf kommunaler Ebene Netzpolitik betrieben werden? Diese Frage stellte sich eine Gruppe junger Menschen in Linz bereits vor vier Jahren. Auf der Grundlage des Buches „Freie Netze. Freies Wissen“ entstand die neue Veröffentlichung „Freiheit vor Ort“ mit dem Ziel, Linz zu einer Open-Commons-Region zu machen. Auf netzpolitik.org stellt Markus Beckedahl das Projekt vor.

Glücksspielstaatsvertrag

Auf der Internetseite des Chaos Computer Club warnen dieser und der Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur vor dem neuen Glücksspielstaatsvertrag, der zur Zeit abseits der Öffentlichkeit von den Ministerpräsidenten der Bundesländer verhandelt wird und in dem erneut über die Einführung von Internetsperren nachgedacht wird. Der Arbeitskreis fordert die Ministerpräsidenten dazu auf, umgehend den Stand der Verhandlungen offenzulegen und die Zivilgesellschaft zu beteiligen.

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