Links, zwo, drei, vier (Kalenderwoche 41)

Internationale Demonstration gegen Datensammlung und Überwachung, zweite TV-Debatte zwischen McCain und Obama und die Deutsche Presse-Agentur verfolgt künftig seine Inhalte im Web. Was die Netzwelt diese Woche beschäftigt, gibt´s kurz und knapp in der aktuellen Linkliste.

 

Demo gegen Überwachung

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ruft am kommenden Samstag unter dem Motto "Freiheit statt Angst" zu einer Demonstration gegen Überwachung und Datensammlung auf. Die Organisatoren rechnen mit bis zu 82 Mio. Teilnehmern. Zuletzt hatte der Datenskandal der Telekom für Aufregung gesorgt und fungierte sogleich als "Mobilisierungsschub". 31 weitere europäischen Städte geben internationale Unterstützung, unter anderem London, Paris und Athen. Dort werden auch Demonstrationen stattfinden. Treffpunkt in Berlin ist der Alexanderplatz am Samstag um 14 Uhr.

TV-Debatte zwischen McCain und Obama geht in die zweite Runde

 

Am 7. Oktober fand in Nashville die zweite Diskussion vor Publikum statt. Wählerinnen und Wähler konnten zuvor Fragen im Internet stellen. Themen waren unter anderem die aktuelle Finanzkrise, die Wiederherstellung des politischen Vertrauens der Bürger sowie die Verbesserung des sozialen Systems und der Klimawandel. Große Uneinigkeit herrscht desweiteren noch immer in der Frage, wie man mit der iranischen Regierung im Falle eines Angriffs derer auf Israel verfährt.

Datenschützer erklären Datenverarbeitung zur Droge

Dies erklärte der schleswig-holsteinische Landesdatenschutzbeauftragte Thilo Weichert bei der heutigen Konferenz zu Diensten im europäischen Meldewesen in Berlin. Er sieht hier einen Exzess, der in den Persönlichkeitsverletzungen durch die Informationsdienste gipfelte. Daten, die ursprünglich nur für Verwaltungszwecke gedacht waren, durften dann auch für zivilrechtliche Forderungen herausgegeben werden. Daraus schöpften wiederum "Adresshändler" Profit. Weichert begrüßt die Pläne, Daten nur noch nach Einverständniserklärung der Verbraucher herauszugeben.

DPA verfolgt Meldungen im Web

Die Deutsche Presse-Agentur will in Zukunft ihre Inhalte mit einer speziellen Kennzeichnung versehen lassen, um sie weltweit auf Webseiten nachverfolgen zu können. Dazu holen sie sich den amerikanischen Dienstleister Attributor ins Boot, der das "Fingerprinting" übernehmen soll. Diese Kennzeichen erleichtern die Fahndung nach unauthorisierter Verwendung, ermöglichen jedoch auch, die beliebtesten Inhalte herauszufiltern.

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