Digitale Presseschau KW 36

Ein Interview zu den Themen neue Technik, Social Media und Mythos Beschleunigung; ein Aufruf an Deutschlands Intellektuelle, sich mehr in öffentliche Belange einzumischen; ein vielversprechendes Modell zum Thema Onlinepartizipation; die Frage, wie es Sachbücher in die Bestsellerlisten schaffen; Apples inkonsistentes Verhalten beim Verbot von informativen Apps und Peter Taubers Antwort auf Massenmails: Dies und mehr in der heutigen Ausgabe der digitalen Presseschau.

 Video der Woche

In einem Interview mit dem Stifertverband äußert sich die Journalistin und Autorin Kathrin Passig auf YouTube zu den Themen neue Technik, die Auflösung örtlicher Zwänge im Beruf, durch Social Media aufgeweichtes Lagerdenken und den Mythos Beschleunigung.

In die Arena!

Was in Amerika Gang und Gäbe ist, findet in Deutschland immer seltener statt: Intellektuelle bringen sich kaum noch in öffentliche Angelegenheiten und Diskussionen ein. Tobias Endler kritisiert in seinem Artikel auf Carta die zweifelhafte Einstellung der deutschen klugen Köpfe, aus Angst vor weitreichender Kritik ihre Stimme nicht zu erheben. Laut Endler liegt es aber gerade in ihrer Verantwortung, sich die Arena des öffentlichen und politischen Geschehens wieder zurück zu erobern.

Claus Leggewie: Neue Formen der Teilhabe – am Beispiel der Zukunftskammern

Prof. Dr. Claus Leggewie,  Professor für Politikwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen, bereitet in einem umfassenden Beitrag auf GegenBlende, dem Weblog des DGB, die bisherigen Prozesse der Bürgerbeteiligung auf. Dabei zeigt er am Beispiel seines Modells der Zukunftskammer, welche Möglichkeiten diverse Deliberationsverfahren haben und welche Änderungen noch vorgenommen werden müssen, damit in Zukunft parlamentarische Entscheidungsprozesse optimiert werden.

Das Geschäft mit der “German Angst” oder Wie bringt man ein Sachbuch auf die Bestsellerliste?

Es klingt wie eine stets funktionierende Geheimformel: eine erkennbare Reputation, ein polarisierendes Thema und der Bezug auf genetische Faktoren – und schon ist der Platz in den Bestsellerlisten gesichert. Patrick Breitenbach schildert auf dem Blog der Karlshochschule, wie es Bücher, wie z.B. Spitzers „Digitale Demenz“, immer wieder schaffen, im Mittelpunkt zahlreicher Gespräche zu sein.

Apples zweifelhaftes Verhältnis zum Krieg

Eine Drohne trifft um 7 Uhr morgens ein Haus mit 8 Bewohnern am anderen Ende der Welt. Diese Nachricht würden Nutzer eines Apple-Produktes erhalten, wenn sie die App „Drones +“ hätten. Allerdings  hat der Erfinder der App, Josh Begley, die Rechnung ohne die Apple-Store-Mitarbeiter gemacht. Diese verboten aus verschiedenen Gründen die Einführung des mobilen Programms. Bei der Frage des Verbots solcher Apps ist Apple in letzter Zeit allerdings recht inkonsistent. Mehr dazu im Artikel von Inga Methling  im Onlinebereich der Süddeutschen Zeitung.

Meine Antwort auf die Massenemails (zum Leistungsschutzrecht)

In letzter Zeit erreichen den Bundestagsabgeordneten Peter Tauber immer wieder Emails, die teilweise unreflektiert, unpersönlich und manchmal sogar unsachlich sind. Dabei ist es laut Tauber doch gar nicht so schwer, eine ordentliche Mail zu versenden. Wie das genau funktioniert und wie man am ehesten damit rechnen kann, dass der adressierte Abgeordnete auch eine Antwort sendet, erklärt er anschaulich auf seinem Blog.

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