Digitale Presseschau 24/2012

Vom rasenden digitalen Wandel in Schwarzafrika über Sigmar Gabriels vorbildliche Twitter-Nutzung bis hin zu einem Plädoyer für Facebook-Schnüffelei im Sinne der Forschung – die Presseschau spannt auch diese Woche einen Bogen über viele netzpolitische Themen. Geradezu philosophisch wird es bei der Auseinandersetzung mit dem „Googlem“, dem Sinnbild des Internet-basierten Lebensstils einer ganzen Generation.

Seit Monaten ist die Piratenpartei in aller Munde – nicht zuletzt dank vier erfolgreicher Landtagswahlen. Auf ihrem YouTube-Channel gibt die ARD einen Vorgeschmack auf die Dokumentation „Frühling der Piraten“ (Sendetermin: 18.6.), in der sich Parteimitglieder, politische Gegner und Bürger zu dem Phänomen äußern.

Die digitale Revolution erobert Afrika

Arne Perras nimmt auf sueddeutsche.de den medial oft vernachlässigten Kontinent in den Blick: Afrika. Bislang dachte man bei den Subsahara-Staaten nicht zwangsläufig an solide Demokratie noch an digitale Lebenswelten. Dass sich beides durch hunderttausende bloggende und twitternde Afrikaner ändern kann, aber dass mit der digitalen Revolution auch Gefahren einhergehen, schildert der Autor in einer fundierten Analyse.

“Das Informationsregister wird spätestens in zwei Jahren online gehen”

Auf e-demokratie.org spricht Gregor Hackmack von der Volksinitiative “Transparenz schafft Vertrauen” im Interview darüber, wie in Hamburg das deutschlandweit bislang einmalige Transparenzgesetz auf den Weg gebracht wurde und was für Veränderungen es nach sich zieht.

Best Practice: Sigmar Gabriel zeigt, wie man Twitter sinnvoll nutzen kann

Dass viele Politiker nicht unbedingt Internet-affin sind, ist hinlänglich bekannt. Auf http://politiksprech.wordpress.com gibt es die unterhaltsame Analyse eines vermeintlichen Gegenbeispiels zu lesen: Der Umgang von SPD-Chef Gabriel mit Twitter.

Vom Golem zum Googlem

“Facebook bestimmt, wer wir sind, Amazon bestimmt, was wir wollen und Google bestimmt, was wir denken” – so fasst George Dyson den Mentalitätswandel zusammen, der mit der Digitalisierung unseres Alltags verbunden ist. Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel nimmt sich dieser Problematik in ihrem Beitrag auf sueddeutsche.de an und entwickelt eine interessante Darstellung zur zeitgenössischen Verschmelzung von Mensch und Maschine – zum „Googlem“.

Facebook-Forschung von Schufa und HPI? Ja, wenn es OpenScience ist!

Karsten Wenzlaff bezieht auf ikosom.de ausführlich Stellung zu der allgemeinen Empörung, die herrschte, als bekannt wurde, dass die Schufa Facebook zur Bonitätsprüfung von Usern nutzen wollte. Er unterscheidet zwischen verschiedenen Betrachtungsebenen und kommt so zu einem interessanten Ergebnis.

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