Digitale Presseschau 16/2012

Über heimliche Netzpiraten in anderen Parteien, konträre Auffassungen über das Urheberrecht in Deutschland und Amerika, das Potential des „digitalen Lynchmobs“, die Online-Wahlkämpfe der verschiedenen Parteien in NRW und eine umfangreiche Präsentation von D64, Digitale Gesellschaft und CNETZ – dies und mehr in der digitalen Presseschau.

 

Video der Woche

Piraten: Es gibt sie überall. Ob Dorothee Bär, Jimmy Schulz oder Lars Klingbeil. Netzaffinität hängt nicht von der Parteiideologie ab, denn auch in CSU, FDP und SPD gibt es heimliche Piraten. Das ZDF begleitete die drei Netzpolitiker und zeigt, wie sie sich für das Thema „Internet“ einsetzen.

Die Fronten im Streit ums digitale Kopieren

Die Fronten in Sachen Urheberrecht sind verhärtet. Musiker, Autoren und Künstler äußerten sich auf unterschiedlichste Weise und machten in den letzten Wochen ihrer Unmut Luft. Sofort gab es Stimmen, die sich klar gegen diese Forderungen aussprachen. Kai Biermann fasst in einem umfangreichen Artikel alle bisherigen Positionen für Zeit-Online zusammen.

Ich heb dann mal ur

Kann man überhaupt noch für das Urheberrecht sein? Wenn es nach Johnny Haeusler geht, sollte man durchaus gegen eine reine Konsumhaltung vorgehen. In seinem Artikel auf spreeblick richtet er sich an die Urheberrechtsabschaffungspiraten und Medien-Panik-Journalisten und verlangt, dass beide Seiten von einander lernen und auf sich zu kommen sollten.

Schlacht im Silicon Valley

Der Kampf des Urheberrechts ist mit etablierten Argumenten nicht auf die digitale Welt anwendbar. In Amerika werden nahezu die gleichen Konflikte wie hierzulande ausgetragen, doch sind dort, wie immer, die Dimensionen größer und wesentlich populärer. Dominic Rushe beschreibt für der Freitag wie die Verhältnisse auf amerikanischer Ebene vor und nach SOPA aussehen und wie man sich dort gegenseitig die Schuld an der zerfahrenen Situation in die Schuhe schiebt.

Die digitale Gestapo

Nach der schlecht organisierten Ermittlungsarbeit der Polizei Emden kam es zu einem regelrechten Fackelzug – einem Wilden Westen im Internet. Daniel Leisegang rekapituliert auf carta.info die Ereignisse und beschreibt die neue Verantwortung der User im Netz. Zugleich kritisiert er die Rolle der Printmedien, welche durch ihre teils unsachliche Berichterstattung zu einer deutlichen Verschärfung des Phänomens „digitaler Lynchmob“ gesorgt haben.

NRW-Wahl: Parteien verspielen Chancen im Netz

Der Wahlkampf in NRW ist in vollem Gange und die etablierten Parteien versuchen sich stilgemäß durch eigene Onlinekampagnen in Szene zu setzen. Dass sie dabei ihre Chancen zu großen Teilen verspielen, zeigt Thomas Knüwer in einem Artikel auf dem Blog des ZDF. Er meint, dass der digitale Wahlkampf geradezu rückständig sei und sich die Politiker nicht im Klaren seien, welches Potential Online-Kampagnen haben.

Neue Netz-Lobby: Gut reden über das Internet

Derzeit gibt es in Deutschland drei große netzpolitische Lobbyvereine bzw. Think Tanks. Da wird es Zeit, den Vereinen D64, Digitale Gesellschaft und CNETZ mal genauer auf den Zahn zu fühlen. Niklas Hofmann hat für den digitalen Blog des ZDF einen Fragenkatalog ausgearbeitet, welchen er von den drei beantworten ließ und nun zusammengefasst präsentiert.

 

 

 

 

 

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