Die Mauer muss her

Zumindest als Ort für Erinnerung im Internet. Eine Auswahl der interessantesten Netzfundstücke rund um den 20. Jahrestag des Mauerfalls im Jahr 1989.

 

Denkmalpflege: Wo und wie die Mauer war

Ein Modell der Uni Cottbus zeigt mit Hilfe von Karten und Satellitenaufnahmen u.a.  Erinnerungsorte, Wachtürme oder die Standorte der Grenztruppen – oft mit historischen oder aktuellen Fotos und Hintergrundtexten.

1961-1989: Die Geschichte der Mauer

Eine Chronik der Mauer präsentiert die Bundeszentrale für politische Bildung. Hier gibt es eine umfangreiche Sammlung von Dokumenten, Texten, Fotostrecken, Videos, Statistiken und Links zur Geschichte der Berliner Mauer.

Bestehende Mauern einreissen

Das Projekt BerlinTwitterWall zeigt alle mit dem Hashtag #fotw versehenen Tweets auf einer virtuellen Berliner Mauer. Wer will, kann seine Gedanken zum Mauerfall schreiben oder sagen, welche Mauern auf der Welt noch fallen sollten. Nachdem viele Chinesen diese Möglichkeit nutzten, ist die Seite aus China nicht mehr aufrufbar.

Mauerfallerinnerungen in Kurzinterviews

tagesspiegel.de und   Zeit-Online haben zum Mauerfall-Jubiläum eine virtuelle Karte von Berlin erstellt, über die Kurzinterviews aufgerufen werden können. In den Clips erzählen Zeitzeugen von ihren persönlichen Erinnerungen an den 9. November 1989.

Berlinrundflug mit Mauerblick

Mit Hilfe von Google Earth kann man hier einen dreidimensionalen Rundflug am Brandenburger Tor starten und sich den innerstädtischen Mauerverlauf, inkl. Vorderland- und Hinterlandmauer sowie Mauerstreifen ansehen.

Videos zum Mauerfall und seinem Jubiläum

Eine schöne, aber etwas unsortierte Übersicht über Dokumentationen und Videoclips rund um das Thema Mauerfall per YouTube-Playlist. Neben aktuellen Berichten zum Jahrestag finden sich dort auch ältere Fernsehdokumentationen über die Ereignisse vor 20 Jahren.

Lass die Mauer auferstehen

Der britische Performance-Künstler und Kurator Martin Butler möchte am 9. November mit 33.000 Menschen die Berliner Mauer wieder aufbauen, Hand in Hand als Kilometer lange Menschenkette. Etwa 9000 Menschen haben sich bereits registriert. 

Dreidimensionale Chronik der Ereignisse

Hier findet man eine Chronologie des Mauerfalls in Bildern. Eine Grafik zeigt die Auslöser und Vorgeschichte der Ereignisse von 1989. Zeitzeugen kommen an der Stelle, an der sie den Fall der Mauer erlebt haben, zu Wort. In dreidimensionalen, virtuell begehbaren Ansichten kann man sich das Berlin im Jahr 1989 und 2009 ansehen.

Mauerspecht Sarkozy

Auch Frankreichs Präsident Sarkozy war beim Mauerfall dabei. Von seinen Erfahrungen in Berlin erzählt auf seiner Facebook-Seite. Damals machte er sich zusammen mit Parteifreund Alain Juppé zum Checkpoint Charlie auf, „um auf die Ostseite der Stadt zu wechseln und endlich diese Mauer zu sehen, auf die wir einige Pickelhiebe geben konnten.“

Wo ist die Mauer hin?

Es gibt sie in Kapstadt, Canberra und Seoul – Teile der Mauer sind über die ganze Welt verstreut. Bei der Suche hilft die BBC mit ‘Where is the Berlin Wall now’. Über Icons gelangt man zu Bildern und Videos, die größtenteils von Museen bereitgestellt wurden. Aber auch Sammlungen von Einzelpersonen werden aufgezeigt.

Unter Mitarbeit von Jasmin Reitzig

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