Piraten an der Spitze

Die Piratenpartei steht auf Platz 1 der Anhängertabelle der MeinVZ-Wahlzentrale. Nur sieben Tage nach ihrer verzögerten Aufnahme sammelte sie mehr Sympathisanten als die etablierten Parteien, welche bereits seit Mitte Mai im Holtzbrinck-Netzwerk vertreten sind.

Mit über 15.990 Befürwortern positionierte sich die Piratenpartei als anhängerstärkste Partei im VZ-Ranking. Und das, obwohl die Piraten anfangs im Netzwerk noch unerwünscht war. Nach einer Umfrage unter den Mitgliedern wurde die Partei dann aber doch zugelassen. Seit dem Start am 3. Juli hat sie nun nach sieben Tagen die Bundestagsparteien hinter sich gelassen, die LINKE überholte sie mit Blick auf die Anhängerzahl bereits am ersten Tag.

Eine Antwort auf Piraten an der Spitze

  1. Ich finde das einfach nur toll! Zwar hat die Piratenpartei bislang noch kein Programm, aber sie setzt sich als einzige kompromisslos für Datenschutz und individuelle Freiheit ein!

    Und ich bin sicher das sie beim Nehmen der 5-%-Hürde (2012) auch ein Wahlprogramm verabschieden wird und so zu einer stabilen linksliberalen Partei wird :)

  2. 39 sagt:

    Das die Piraten noch kein Programm besitzten, ist nicht so ganz richtig. http://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2009/Wahlprogramm

  3. Gast sagt:

    Warum sich Fleiss und Ehrlichkeit nicht lohnen

    Ich hätte nie gedacht, dass ich diese Richtung durchdenken muss. Aber die Politiker in Deutschland haben es geschafft, die ehrlich arbeitenden Menschen zu den armen Dummen zu machen.

    Wer heute arbeitet, hat einen Job, der unsicherer ist als früher. Wer heute arbeitet, zahlt wesentlich mehr Sozialabgaben als früher. Wer heute arbeitet, erhält später weniger Rente als früher. Wer heute arbeitet muß diese Rente dann auch noch voll versteuern. Wer heute arbeitet, darf noch nicht einmal die Vorsorgeaufwendungen in der versprochenen Höhe (66%) von der Steuer absetzen.

    Zugleich hat die Politik beschlossen, bis 2013 neue Schulden in Höhe von ca. 300 Milliarden Euro zu machen und eine Schuldenbremse einzubauen. Das heisst, Deutschland wird verkauft. Denn wenn man keine neuen Schulden machen kann, muß man das Tafelsilber verkaufen an private Investoren, die vielleicht gerade heute mit unseren Steuergeldern gerettet worden sind.

    Aber das Schlimmste kommt noch. Wer heute arbeitet, ist vielfach wesentlich höher psychisch belastet als früher. Die Statistiken über Krankheiten sprechen eine deutliche Sprache. Daher wollen die meisten früher raus, weil sie gar nicht solange arbeiten können, ohne innerlich oder insgesamt kaputt zu gehen. Doch die Politik sagt, nein, weil ihr so schön arbeitet müßt ihr noch länger arbeiten, nämlich bis 67. Das ist eine Art Todesurteil für ehrliche und fleissige Menschen in Arbeit.

    Richtig wäre es zum Beispiel die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld 1 ab 45 Jahre auf zwei Jahre zu erhöhen. Richtig wäre es, eine Rente ab 60 einzuführen ohne 35 Jahre Anrechnungszeiten. Wenn die Rente mit 67 wahr wird, für wen lohnt sich denn dann noch ehrliche Arbeit? Muß man dann nicht andersrum denken und sich so lange ohne Arbeit pflegen, damit man mit 67 noch arbeiten kann, weil das Geld nicht reicht?

    Man kann es auch geographisch ausdrücken. Sich das Sozialsystem der Niederlande (Cappuccino-Modell) anschauen und das Seniorensystem in Dänemark (in Dänemark gibt es so gut wie keine Seniorenwohnheime). So könnte man den Menschen in Deutschland Hoffnung geben ohne materiell und ideell bankrott zu gehen. Dabei geht es nicht um eine direkte Übernahme sondern um neue Ideen, um das Sozialsystem zu verbessern und die Angst vor dem Alter in jeder Hinsicht zu nehmen.

    Aber Deutschland wird regiert von denen, die für sich selbst gesorgt haben. Wer würde sich nicht einen Tarifvertrag/ein Gesetz wünschen, in dem genau geregelt ist, wieviel man für welche Leistung erhält und zwar überall in Deutschland?

    Den gibt es für Freiberufler, sprich Rechtsanwälte. Man muß sich das vorstellen: für die FREIberufler Rechtsanwälte ist alles genau geregelt in der Rechtsanwaltsgebührenordnung. Die BRAGO ist ein Gesetz, das von der Politik beschlossen wurde.

    Aber wenn für die normalen Menschen nur ein Mindestlohn eingeführt werden soll zum Beispiel wie in Frankreich, dann schreien fast alle nach der unternehmerischen Freiheit…. Man schaue sich in diesem Zusammenhang die Zusammensetzung des Bundestages an… Das alles hat übrigens nichts mit der Tarifautonomie zu tun. Diese bleibt wichtig, ist aber aufgrund von Gesetzen und Entwicklungen zum Teil ausgehebelt.

    Oder die Zeitarbeit: wer in Duisburg arbeitet, der muss vielleicht in einer Leiharbeitsfirma für 6 oder 7 Euro arbeiten. Wenn man aber in Venlo, wenige Kilometer weiter, arbeitet, dann erhält man in der Regel so viel wie der Betrieb seinen eigenen Festangestellten zahlt.

    Deutschland ist ein schönes Land für alle die, die alles für sich geregelt haben. Aber wer als normaler Arbeitnehmer arbeiten geht, für den lohnt sich die Mühe kaum noch. Erreicht er doch nach 37 Jahren eine Rente auf dem Niveau von Hartz 4.

    Wenn man dies alles zu Ende denkt, dann liegt die Schlußfolgerung auf der Hand.

  4. Gast sagt:

    Warum ist denn um-hemme-milch mit der Wahlzentrale verlinkt?

  5. sgievert sagt:

    Sorry, das war ein Fehler. Ist geändert.

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