Ost-West-Wahrnehmungen im Web

Mauerfall im Netz: Bis zum 9. Februar 2009 kann man seine persönlichen Erfahrungen zum Mauerfall bzw. mit der Wiedervereinigung auf der Internetpräsenz des Forschungsprojektes „Wahrnehmung und Bewertung der deutschen Einheit“ publizieren.  Dabei kann der User wählen, ob seine Eindrücke lieber als Text oder als Bild hochgeladen werden sollen. Um veröffentlichen zu können, muss man sich zuvor jedoch angemeldet haben.

Außerdem werden den Textbeiträgen drei Leitfragen vorangestellt: Gestern (Was verbinden Sie mit dem 9. November 1989- dem Tag der Maueröffnung?), Heute (Wie erleben sie momentan die deutsche Einheit? Wo befinden wir uns jetzt?) und Morgen (Wann ist die deutsche Einheit erfolgreich beendet?). 

Die bisher veröffentlchten Beiträge reichen dabei von positiven Rückblicken ("Freude ein ungeliebtes Regime losgeworden zu sein") bis hin zur Routine im heutigen Alltag ("Als Ost-West-Paar ist im Mikrokosmos das Miteinander so alltäglich wie wahrscheinlich überall im Land")

Aber auch kritische Kommentare finden Platz ("Die deutsche Einheit ist nicht nur durch Begriffe wie >neue Bundesländer< noch weit von davon entfernt vollzogen zu sein. Auch wenn es den meisten Menschen hier wirtschaftlich besser geht als vor 1989, existiert vorallem das Gefühl der Zweitklassigkeit").

Bilder und Interviews zur Wiedervereingung

Private Bilder zeigen die Sektorengrenze am Potsdamer Platz im Jahr 1959 oder auch feiernde Menschen zur Fussballweltmeisterschaft 2006. Auch Wahrzeichen der Wiedervereinigung wie der "Molecule Man" sind zu sehen.

Eine hörbare Ergänzung bieten die O-Töne. Zu hören gibt es Interviews mit Passanten der Gegenwart am ehemaligen Grenzübergang
Bornholmer Straße.

Des weiteren gibt es eine Karte mit den Standorten
der Menschen, die ihre Eindrücke veröffentlichen – beziehunsgweise wo sie heute leben. Im eingeloggten Zustand kann sogar das Profil des Teilnehmers
eingesehen werden. 

Online-Dialog als Ergänzung der wissenschaftlichen Analyse

Der Online-Dialog soll dabei als Ergänzung zu den wissenschaftlichen Studien des Projektes dienen. Den Auftrag zum Forschungsprojekt gab das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Und zeigte sich Wolfgang Tiefensee – seines Zeichens Minister jenes Ressorts und Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer – zu anfangs eher skeptisch dem Online-Dialog gegenüber, veröffentlichte er ebenfalls auf der Seite seine Eindrücke.

Analyse soll Empfehlungen für weiteren Handlungskonzepte geben

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes sollen im Februar 2009
vorliegen. Die interessantesten Antworten und Bilder des Online-Dialogs sollen veröffentlicht werden und die Veranstaltungen
von Wolfgang Tiefensee zum Stand der deutschen Einheit 2009 ergänzen.

Außerdem sollen Empfehlungen für weitere Handlungskonzepte abgeleitet werden, mit dem das Zusammenwachsen
Deutschlands weiter gestaltet und gefördert werden kann.

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