XING macht Politik

Das Business-Netzwerk XING öffnet sich rechtzeitig zur Bundestagswahl 2009 der Politik. Ab sofort können sich politisch interessierte User einer Bundestagspartei anschließen und über Politik diskutieren.

Die politischen Gruppen, für die sich die XING-User bewerben können, entsprechen von der Anmeldeprozedur und den Inhalten in weiten Teilen den normalen Gruppen, die es bisher schon auf der Plattform gab. Das besondere: Die Parteien sind aktiv in das Projekt eingebunden, die Gruppen werden von ihnen selbst moderiert, mit Ausnahmen der Linken. Die redaktionell eingebundenen Inhalte sind daher den jeweiligen Partei-Kampagnen angepasst.

wahl.xing.deMit Gruppen vertreten sind die Bundestagsparteien CDU, CSU, SPD, FDP sowie die BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN und die DIE LINKE – also alle Parteien, die in Fraktionsstärke im Bundestag vertreten sind. Die Piratenpartei, die mit dem MdB Jörg Tauss  formal im Bundestag vertreten ist, wurde noch nachträglich eingebunden. Für alle anderen Parteianhänger gibt es die Möglichkeit, in der allgemeinen Politik-Gruppe mitzureden.

Das Wahl-Portal bietet darüber hinaus noch ein paar zusätzliche Features. Bei der „Frage der Woche“ können die User über politisch brisante Kernthemen abstimmen, wie zum Beispiel den Atomausstieg. Weitaus interessanter allerdings ist das „Wahlbarometer“. Ähnlich wie bei der Sonntags-Frage geben die Netzwerk-Mitglieder an, welche Partei sie momentan wählen würden.

Das Ergebnis ist bisher allerdings für das Bundesgebiet wenig repräsentativ: Kurz nach dem Launch des Portals erreichten die „Sonstigen Parteien“ bis zu 84 Prozent der abgegebenen Stimmen.

2 Antworten auf XING macht Politik

  1. thw sagt:

    Ich finde es eine Sauerei das Xing nur den schon vorhandenen Parteien eine Stimme gibt und somit das Recht der Gleichbehandlung außer acht lässt! Ich bin dafür das alle Parteien eine Möglichkeit bekommen sich darzustellen. Wenn nicht sieht man ja was passiert (Anspielung auf die Wahlergebnisse beim Wahlbarometer).

    MfG thw

  2. Daniel sagt:

    Ich bin schon sehr gespannt, wie die deutschen Parteien das Internet bei zukünftigen Wahlkämpfen nutzen werden. Möglicherweise gelingt es ja einer kleinen Partei – wie den Piraten – das Medium Internet für einen grandiosen Internet-Wahlkampf zu nutzen und sie schaffen den Sprung über die 5% Hürde…

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