Vom eBusiness zu ePolitics?

Welche Lehren hat die Politik
aus den Erfahrungen von eBusiness-Unternehmen gezogen? Wir haben
zusammen mit der internationalen Management- und Technologieberatung
Accenture in einer grossen Studie 300 Websites ausgewählter
Akteure aus allen Politikfeldern untersucht.

politik-digital und Accenture untersuchen 300 Akteure.

Nach dem Siegeszug des eBusiness in den letzten Jahren entdeckten Politik und
Verwaltung das Internet für sich. Unter dem Stichwort eGovernment werden bereits
seit Ende der neunziger Jahre die im Internet liegenden Potenziale für die öffentliche
Verwaltung diskutiert. Bund, Länder und Gemeinden erhoffen sich durch das zunehmende
Angebot von Online-Dienstleistungen gleichermaßen effizientere Verwaltungsabläufe,
Kostenreduzierungen und Serviceverbesserungen.

Was aber kommt nach eGovernment? Inwieweit nutzen Akteure in der Bundesrepublik
das Internet zur politischen Kommunikation und bieten den Bürgern damit die
entsprechende Plattform? Verändert die Kommunikation im Netz die Kommunikation
und Beziehungen zu Bürgern, Wählern oder Interessengruppen? Beziehen sich politische
Akteure bei der Konzeption ihrer Internetauftritte auf die weitreichenden Erfahrungen
aus dem eCommerce oder basiert Politik im Internet vielleicht auf ganz anderen
Geschäftsmodellen?

Neugierig geworden?

politik-digital und die internationale Management- und Technologieberatung
Accenture haben über
300 ausgewählte Websites von politischen Akteuren aus allen Politikfeldern daraufhin
untersucht, welche Geschäftsmodelle ihren Internetauftritten zugrunde liegen
und welchen Reifegrad ihre Online-Beziehungen zu Bürgerinnen und Bürgern besitzen.
Profile ausgewählter Websites illustrieren die Ergebnisse der Studie.

Politische Akteure und ihre "Geschäftsmodelle"

Die untersuchten Akteure sind unter anderem Parteien, Ministerien, Gewerkschaften,
Stiftungen oder Verbände. Obwohl die Akteure aus allen Politikfeldern auf der
Online-Karte der Bundesrepublik in unterschiedlichen Reifegraden präsent sind,
variiert die Fähigkeit, das Netz auch wirklich zur Kontaktaufnahme zu nutzen,
stark. Dabei orientieren sich der Untersuchung von politik-digital und Accenture
zu Folge 93 Prozent der untersuchten Sites an klassischen eCommerce-Geschäftsmodellen.
Der Reifegrad, in dem die Modelle umgesetzt werden, unterscheidet sich jedoch
nicht nur zwischen den einzelnen Akteursgruppen stark. Auch innerhalb einer
Gruppe, wie beispielsweise den politischen Stiftungen, gibt es große Unterschiede
bei Form und Intensität der Selbstdarstellung und Vermarktung. Generell kommt
die Studie zu dem Ergebnis, dass die politischen Akteure die klassischen eCommerce-Modelle
zwar mehr oder weniger gekonnt nutzen, jedoch kaum eigene, innovative Ansätze
der Online-Präsentation ihrer Ziele und Angebote entwickeln.

Customer-Relationship?

Einen Schwerpunkt der Studie stellen die Beziehungen zwischen politischem Akteur
und potentiellem "Kunden", also Wähler oder Mitglied, dar. Wie gut nutzen die
Akteure die Chancen der Online-Kommunikation? Greifen politische Akteure möglicherweise
auf Funktionalitäten zurück, die aus dem eCustomer-Relationship-Management (eCRM)
bekannt sind?

Wenn Sie die ganze Studie lesen möchten, können Sie sie HIER
herunterladen. (Zum Lesen muss der
Acrobat Reader auf Ihrem
System installiert sein.)

Sollten Sie Fragen haben oder die Studie in gedruckter Form lesen wollen, wenden
Sie sich bitte an

Dr. Harald Neymanns
politik-digital Director Research
030-240836-80
hneymanns@politik-digital.de

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