Schweinegrippe infiziert das Netz

Google verzeichnet einen rasanten Anstieg von Suchanfragen rund um den Schweinegrippe-Erreger H1N1. Die Bundesregierung bemüht sich entsprechend im Netz um allgemeine Aufklärung sowie Informationen zur Impfung. Manchmal ist das Aufklärungsangebot aber kaum zu finden.

Seit Mitte Oktober 2009 registriert Google vermehrt die Abfrage von Suchbegriffen zum Thema Schweinegrippe. Viele öffentliche Stellen informieren rund um das Thema. Das Robert-Koch-Institut zum Beispiel unterhält neben seinen eigenen Informationsseiten das Portal "Wir gegen Viren", auf der Hintergrundwissen und Verhaltenstipps zum Thema leicht verständlich aufbereitet werden. Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat eine eigene Rubrik eingerichtet. Hintergrundinformationen zum Impfstoff bietet das Paul-Ehrlich Institut. Und der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts erklärt den Pandemieplan der Bundesregierung.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat mit dem Portal neuegrippe.bund.de eine eigene umfassende Informationsseite für die Bürger eingerichtet. Da allerdings die Impfungen durch die einzelnen Bundesländer organisiert werden, finden sich konkrete Hinweise zu Impfabläufen und die Adressen von Impfärzten teilweise nur mühselig auf den verlinkten Landesseiten. Die Nutzerfreundlichkeit der angebotenen Informationen variiert dabei sehr stark.

Für Berlin oder Niedersachsen erhält man nach drei Klicks die Adressdetails von gemeldeten Impfärzten, in Bayern benötigt man fünf Klicks. Vorbildlich präsentiert sich das Saarland: Dort sind die Adressen direkt auf der Themenseite verlinkt. In anderen Bundesländern (z.B. Mecklenburg-Vorpommern oder Nordrhein-Westfalen) dagegen fehlen Hinweise auf impfende Ärzte völlig, dort sind lediglich Informationshotlines oder die zuständigen Gesundheitsämter aufgelistet. In Brandenburg sind diese Informationen zeitweise gar nicht abrufbar, da der Server immer wieder zusammenbricht.

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