Pressekonferenz zum Wahlvideo “Geh nicht hin”

Es gibt Politikverdrossenheit und es gibt Wahlmüdigkeit. politik-digital.de und die probono Fernsehproduktion wollen das thematisieren. An diesem Dienstag, 28. Juli findet um 13 Uhr in Berlin eine Pressekonferenz statt, die live über das Internet übertragen wird.

 



Einige der an dem Videodreh beteiligten Prominenten, darunter der Chefsprecher der Tagesschau Jan Hofer, werden anwesend sein, ebenso wie die Geschäftsführer von probono, Friedrich Küppersbusch, und politik-digital.de, Stefan Gehrke.

Hier können sie die Pressekonferenz ab 13 Uhr im Live-Stream verfolgen! (Achtung: Popup-Blocker müssen deaktiviert sein)

23 Antworten auf Pressekonferenz zum Wahlvideo “Geh nicht hin”

  1. Olaf sagt:

    Na das Ding habt Ihr ja ordentlich verhauen!

  2. Gast sagt:

    Ganz arg peinlich, auch wenn Teil II kommt. Die Sprüche sind teilweise 1:1 vom Original geklaut und die Promis sind leider keine. Außerdem ist es in zwei Videos höchstens für eure Publicity gut, aber damit erreicht ihr nicht alle die den Anfang gesehen haben. Das ist einfach billig.

  3. Gast sagt:

    Ich sach nur: “Geh nicht raus!”

  4. Das habt ihr ja superklasse hinbekommen.

    1. Die Ironie, falls es eine geben soll ist nicht zu erkennen, das ganze ist weder lustig noch traurig es ist einfach egal.

    2. Was hingegen traurig ist: Tendenziell werden wegen diesem Spot mehr Leute daheim bleiben die wählen wollten, als Leute wählen gehen die daheim bleiben wollten.

    3. Hört endlich auf die deutschen Jugendlichen wie Primaten zu behandeln, dass sind denkende Menschen, die keine umgekehrte Psychologie brauchen um zum wählen motiviert zu werden, sondern dasselbe wie jeder andere: 1. Movtivierte Politiker 2. Klare Positionen vor, während und nach dem Wahlkampf, welche auch immer diese sein mögen.

    4. Wenn ihr schon so etwas kopiert, dann wenigstens so, dass man nicht das Gefühl hat die deutsche “Wahlwerbung” wäre wie ein Penny Markt der Werbelandschaft: Billig!

    mannomann

  5. Gast sagt:

    Liebes politik-digital Team,

    als ich den Spot das erste Mal gesehen habe, war ich wütend und geschockt. Nachdem mich dann ein Bekannter auf das amerikanische Original hinwies, habe ich Euren Ansatz verstanden, war aber von der Umsetzung einfach nur maßlos enttäuscht. Die Aussage des amerikanischen Spots ist: Don`t vote….if you don`t care. Das wird sehr früh am Anfang des Videos schon klar. (Don`t vote…if you don`t care about healthcare etc.)

    Euer Spot hingegen bedient nur Plattitüden (was im amerikanischen Original gar nicht gemacht wurde). Die Botschaft „if you don`t care“ fehlt völlig. Die wird sicherlich im zweiten Teil des Spots kommen, aber ich fürchte, dafür ist es dann zu spät. Was ich allerdings am Schlimmsten finde, ist die Tatsache, dass in Eurem Spot die vermeintlichen Promis sagen: „ICH geh nicht wählen.“ Das ist eine völlig andere Aussage, als die der Promis im Originalfilm. Dort sagt keiner „Ich geh nicht wählen“, sondern sie sagen „Geh nicht wählen… wenn dir alles egal ist“. Das ist etwa völlig anderes.

    Ich hab das Gefühl, dass Ihr die amerikanische Vorlage nicht verstanden habt. Ihr habt etwas Großartiges kopiert, wolltet es aber doch irgendwie anders und besser machen – leider ist das misslungen. Schade. Ich fürchte, dass sich die Leute, die dieses Video erreichen soll, in Ihren Plattitüden bestätigt fühlen, den zweiten Teil vielleicht gar nicht mehr wahrnehmen und/ oder die Ironie der ganzen Aktion nicht verstehen.

  6. Robert sagt:

    Oha, peinlich danebengegangenes Ding das. :-/

  7. Jürgen sagt:

    Peinliches Video! Politik Digital war bisher durchaus lesbar, aber dieses Video ist unterstes Niveau!

  8. Na, toll! sagt:

    Schlimmer geht’s nimmer. Katastrophal, wie dilettantisch hier kopiert wurde. Völlig sinnfrei und dumm. Null Charme, so wie das Original.
    Es 1:1 zu kopieren wäre keine Sünde gewesen, aber das?
    Da kann ich gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte.

    Wenn man auf Youtube die Kommentare liest wird einem schlecht, weil sich die Leute auf diesen Mist einstimmen und tatsächlich nicht zur Wahl gehen.

    Wenn ihr noch irgendetwas Gutes tun wollt, nehmt das sofort aus dem Netz. Das ist durch nichts mehr zu retten.

  9. Gonxo sagt:

    Aufmerksamkeit ist nicht alles! Für die Pol-Di´s zum Lernen: http://www.heise.de/tp/r4/inhalt/auf.html

  10. Olaf sagt:

    Das Original von 5friendsvote könnte ich mir 1000 mal ansehen, den deutschen Spot klicke ich schon nach drei Sekunden weg!!!

  11. Benedicta sagt:

    Klarer Fall von “Griff ins Klo”.
    Keine Ironie, keine Aussage, keine Pointe. Einfach nur platt.

    Da fragt man sich ja, ob das tatsächlich das Selbstverständnis deutscher Politik ist – im amerikanischen Spot kommt ja zumindest noch rüber, dass es auch Inhalte gibt, die einem wichtig sein könnten. In Deutschland hat wohl selbst die Politik schon vergessen, dass es auch Sachthemen gibt… sonst würden die so einen Spot ja wohl nicht veröffentlichen, oder?

  12. Robert sagt:

    Yep, das Original von 5friendsvote ist wirklich sehr gut, die Poldis haben’s mit dieser Variante hier, IMHO, aber leider gruendlich versemmelt.

  13. Hallo, wir werden am Dienstag auf der Pressekonferenz zu dem Video Stellung nehmen.

  14. Robert sagt:

    Oops, die Antwort war eigentlich zu Olafs Kommentar gedacht – sry, verrutscht.

  15. Christian Treczoks sagt:

    Schon peinlich, dieses Video. Und das Dumme ist: Obwohl es eigentlich Ironie sein soll, haben die Leute mit ihren Argumenten recht. Warum soll man wählen gehen, wenn sich dadurch doch nichts ändert?

    Hat es etwa etwas gebracht, zur Europawahl zu gehen? Nein. Die Kommission entscheidet, dass amerikanische Geheimdienste in europäischen Kontobewegungen ungehemmt Wirtschaftsspionage unter dem Deckmantel der “Terrorismusbekämpfung” betreiben können, und das EU-Parlament wird nicht gefragt. Demokratie, wie Politiker sie lieben!

    Selbst wenn alle wählen gingen – es würde entweder CDU odr SPD mit an er Regierung sitzen, und es würde sich nichts, aber auch garnichts ändern. Inkompetente Minister werden durch andere inkompetente Minister ersetzt.

    Wenn die Politik meint, die Wähler könnten den Spot für Ironie halten, dann unterschätzt sie den Wähler gewaltig. Denn dafür enthält der Spot zu viele Wahrheiten.

  16. Thorsten sagt:

    Leider muss ich mit dem Tenor der Vorkommentatoren anschließen – das ging daneben. Ganz besonders nach dem Debakel um die Internetsperren, bei der die bislang erfolgreichste ePetition der deutschen Bürger einfach übergangen wurde, zeigt sich sehr deutlich, dass solche Sätze wie “Die in Berlin machen ihr Ding…” oder “Meine Stimme zählt ja nicht.” keinerlei Ironie mehr haben – sie sind bittere, bittere Wahrheit.
    Und das ist das 21. Jahrhundert…

  17. Gast sagt:

    Schade. Das amerikanische Vorbild schafft es schon im ersten Part die Ironie des ganzen zu übermitteln. Da geht es um Inhalte. Ich geh nicht wählen denn Krieg, die hohen Gaspreise usw interessieren mich nicht…
    In “unserer” Version sagen alle nur das gleiche “Geh nicht wählen – ich tus auch nicht”
    Auch wenn es Ironisch gemeint ist scheint ihr selber die Ironie in dem Orignal nicht endeckt zu haben…

  18. phelan sagt:

    Ich frage mich, wer so eine schlechte Ironie in den Spot einbaut. Eigentlich ist es auch nicht verwunderlich, das viele Leuten den Spot ernst nehmen, da das Bildungsniveau gegen null geht und Zeitschriften wie Bild dir Deine Meinung nicht wirklich daran etwas ändern sondern einfach nur mit RTL und Co. die Leute Verdummen und nur noch Schwachsinn bringen. Leider Steigt ja auch wieder die Arbeitslosigkeit wegen saisonalen Gründen aber auch teilweise wegen der wirtschaftlichen Lage und somit haben immer mehr Menschen zeit sich den Schotter anzusehen, der Tagsüber im TV läuft.

    Meinen Vorrednern Christian und Thomas kann ich mich auch anschließen. Die genannten Sätze haben schon seit Jahren keine Ironie mehr, weil sie in den letzten Wahlperioden (egal wer an der „Macht“ war) wieder und wieder zugestimmt haben.

    P.S.: Euer Werbespot würde mich weder zum Wählen noch zu nichtwählen animieren. Ich geh aus innerer Überzeugung wählen und les mir jedes Mal alle Programme durch!

  19. RedJan sagt:

    Zwar kenne ich das Original nicht, aber es ist offensichtlich unsinnig, die beiden Spots vergleichen zu wollen. Dazu ist die Ausgangslage komplett unterschiedlich. In den Staaten gab es eine Richtungsentscheidung zwischen einer ultraorthodox-nationalen Rambopolitik und einem zuvor undenkbaren Aufbruch US-Amerikas in Richtung kultureller Offenheit, partnerschaftlicher Außenpolitik und verantwortlichem Umgang mit der Umwalt.
    In Deutschland hat man lediglich die Wahl zwischen schamloser populistischer Wählerverdummung und schamloser populistischer Wählerverdummung.
    Vor diesem Hintergrund erkenne ich in dem Spot keine Spur von Ironie, sondern bitteren Sarkasmus und eine provokante Lüge von Jan Hofer.
    Ich bin gespannt, was morgen kommt, befürchte aber tatsächlich lediglich die Aussage des Originals. Und die hätte, wie oben erläutert, das Thema völlig verfehlt.

  20. Gast sagt:

    Oh, oh… peinlich… wann immer eine virale Kampagne als solche erkannt wurde, hat die Netzgemeinde die damit verbundenen Personen und Firmen abgestraft. Der Unterschied ist diesmal, daß keiner die Auswirkungen bemerken wird: weder wird die Wahlbeteiligung spürbar steigen, noch wird sie extrem fallen. Also hat eine Agentur mal wieder etwas Geld verdient und sich selber geschadet – that’s all.

  21. droleff sagt:

    Sehr geehrter anonymer Gast,
    Ihre Aussage ist nicht ganz richtig. Weder politik-digital.de noch die probono-Fernsehproduktionsgesellschaft verdienen an diesem Spot. Ich wüßte auch nicht wie, da die Videos für alle frei verfügbar im Netz zu finden sind. Im Gegenteil haben die beiden Beteiligten die Produktion (mit allem was dazugehört) aus eigener Tasche finanziert. Der Anspruch war, das Thema Nichtwähler und Politikverdrossenheit zu thematisieren. Ob es dem Image von politik-digital.de oder probono geschadet hat, sei dahingestellt. Zumindest hat die Aktion das bewirkt, was es sollte: Bürger diskutieren über das Thema.
    Mit freundlichen Grüßen
    dr

  22. Gast sagt:

    wenn man sich wirklich von diesen komischen ghettoassis, die da dabei sind, sagen lässt “geh nisch hin, alta”, ist wohl eh schon alles zu spät… da sieht man auch, dass jeder x-beliebige für dieses video genommen wurde, da wohl kein echtes interesse einer teilnahme bei intellektuell etwas höherwertigen testimonials vorhanden war. Trotzdem traurig, dass Denjo da mitmacht.

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