Nutzer entwerfen Signet für Steinmeier

Der Siegerentwurf im Wettbewerb um ein Signet für den SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter-Steinmeier ist gefunden. Die SPD hatte in der Designer-Community Jovoto zum Einreichen und Bewerten von Entwürfen aufgerufen. Über 1500 Euro Preisgeld darf sich der Nutzer "Berkeley" freuen.

 

Die Community selbst bestimmte mit ihren Bewertungen den Entwurf mit dem Titel „Auf. Stufe für Stufe.“ zum Sieger unter fast 300 Einreichungen. Nun kann Frank-Walter Steinmeier gemeinsam mit seinem Team entscheiden, ob er den Siegerentwurf oder auch eine der anderen eingereichten Skizzen im Wahlkampf verwenden will. Für diesen Fall sind weitere 3000 Euro Honorar im Vorfeld vereinbart worden.

Jovoto ist eine Plattform für freie Grafiker, die dort an Wettbewerben zu Logo- und Kampagnendesigns teilnehmen können. Der Gewinner wird von der Community selbst bestimmt und erhält ein vorher festgelegtes Preisgeld. Unabhängig vom Gewinnerentwurf kann sich der Veranstalter aussuchen, ob und welchen Entwurf des Wettbewerbs er verwenden möchte.

 

6 Antworten auf Nutzer entwerfen Signet für Steinmeier

  1. Ekko sagt:

    Ich würde der SPD von der Verwendung des Signets dringenst abraten. Dafür ist die Ähnlichkeit mit einer gewissen germanischen Rune zu hoch, die in der deutschen Geschichte für grausame politische Zwecke instrumentalisiert wurde.

  2. Steffi sagt:

    Das sehe ich ganz genau so! War mein erster Gedanke. Bloß die Finger davon lassen!

  3. Ekko sagt:

    @Kai
    Das würde ich wiederum nicht so sehen. Das Signet wurde ja nicht von der SPD, sondern von der Jovoto-Community auf Platz eins gewählt. Alleine die Idee, ein Signet von den Usern erstellen zu lassen, halte ich für sehr Innovativ und dem interaktiven Gedanken des Web2.0 folgend. Es sind ja durchaus auch gute Entwürfe dabei. Außerdem halte ich die bisherigen Onlinekampagnen der SPD, besonders in diesem Jahr, für äußerst gelungen.

  4. Kai sagt:

    Sehe ich auch so. Katastrophal. Aber die SPD hat schon in den letzten Wahlkämpfen gezeigt dass sie der CDU in Sachen Vermarktung unterlegen ist …

  5. Gast sagt:

    Nehmt doch einfach ein “W.” für das entfallene Walter.

  6. Tina Krug sagt:

    Ich finde es auch nicht so schlimm. Ist die Band KISS jetzt Nazimusik? Schlimmer finde ich, wie die Diskussion hochpolemisiert wird. Letzlich ist es eine Communityentscheidung und nicht die der SPD.
    Wichtig ist die Diskussion ja nur in Bezug auf die Identifikation der gestalterischen Ähnlichkeit zu bestimmten Symbolen und das hilft ja dann sicher auch der SPD. Hier funktioniert das Crowdsourcing doch ganz prima. ;)

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