Linux-Tage fördern Medienkompetenz

Software mit offenem Quellcode und Betriebssysteme wie GNU Linux sind in aller Munde. Am 05. und 06. März 2005 finden die Chemnitzer Linuxtage statt. In Seminaren, Workshops und Vortragsreihen soll an der Technischen Universität Chemnitz besonders jungen Menschen das Thema Open Source näher gebracht und Medienkompetenz gefördert werden. Das jährliche Event wird vom Individual Network Chemnitz veranstaltet. In diesem Jahr rechnen die Organistaren mit 2500 bis 3000 Gästen.

Ohne Open Source kein Internet

Ohne Software mit offenem Quelltext wäre das Internet undenkbar. Linux ist ein Kind dieses Mediums. Viele Projekte, die heute publikumswirksam eingesetzt werden, sind durch freie Implementierung für alle verfügbar geworden. Wikis, Weblogs und offene Nachrichtennetzwerke basieren auf Open Source Anwendungen.

Bildungsveranstaltung rund um Linux

Schon seit langer Zeit setzt man im Rechenzentrum der TU in Chemnitz auf
GNU Linux. Auch die
Linux-Usergroup der Stadt wurde immer stärker mit Fragen rund um das offene Betriebssystem konfrontiert.

„Als Konsequenz wurde der erste Linux-Tag, damals noch ohne Plural-E, veranstaltet. Die Linux-Tage sind nicht zuletzt durch die Workshops und Vorträge eine Bildungsveranstaltung rund um Linux. Es ging um die Vermittlung eines freien Betriebssystems, dass die Leute offensichtlich – aus verschiedenstend Gründen – wollten. Wir helfen ihnen dabei – Jahr für Jahr.“, sagt Daniel Molkentin vom Orga-Team der
Chemnitzer Linux-Tage. Seiner Ansicht nach entstehen durch Linux und OpenSource Werkzeuge für mündige Bürgerinnen und Bürger.

Seminare als Livestream

Alle Vorträge werden in Zusammenarbeit mit dem Chemnitzer
Studierenden-Radio Unicc als Live-Stream im offenen
OGG-Vorbis und MP3-Format übertragen. Die Spannweite der Themen reicht von Freier Software an Schulen über Online-Pagern Voice over IP, Wissensmanagement und eGovernment mit Linux. Auch die freie Enzyklopädie
Wikipedia wird im Rahmen der Messe vorgestellt.

„Die Linux-Tage sind jedes Jahr gewachsen. Das
Rahmenprogramm wurde breiter, die Anzahl der Vorträge und Workshops erhöhten sich. Auch dieses Mal erreicht die Veranstaltung mit über
80 Vorträgen in zwei Tagen einen neuen Rekord. Nach den Erfahrungen vom letzten Jahr werden wir dieses Mal einen unserer größten Räume für die Vorträge reservieren, bei denen sich ein überdurchschnittlicher Zulauf abzeichnet.“, ergänzt Daniel Molkentin. Einige Vorträge sind bereits ausgebucht.

Einsteiger und Profis zusammenbringen

Neben den Vorträgen wird es eine Ausstellung mit dem Titel
Linux-Live geben. Dort können Mitglieder der Community und Firmen ihre Podukte selbst vorstellen. Die Messe richtet sich nicht nur an ein Fachpublikum. Zu den Ausstellern gehören auch
Open Office,
KDE und
GIMP.

„Willkommen sind alle die einen Computer besitzen oder sich einen anschaffen wollen. Obwohl die Linux-Tage zunehmend aus Experten aus ganz Europa Zulauf bekommen, richtet sich unsere Veranstaltung nicht zuletzt an User, die sich informieren oder auf den neusten Stand bringen wollen.“ betont Daniel Molkentin.

Linux-Chillout statt Vorlesung

Mit Einbruch der Dunkelheit startet die Linux-Nacht. „In diesem Jahr versuchen wir zum ersten Mal, die Nacht zwischen den beiden Veranstaltungstagen zu überbrücken. Sie bietet die Gelegenheit, sich mit anderen Veranstaltungsteilnehmern in gemütlicher Atmosphäre auszutauschen.“

Die Chemnitzer Linux-Tage sollen Einsteiger, Profis und Anwender zusammenbringen. Die Kosten versuchen die Organisatoren mit den Eintritts- und Sponsorengeldern zu decken. Dabei hat Molkentin wenig Gründe, pessimistisch zu sein.

Kein Grund zum Pessimismus

„Neben dem umfangreichen Feedback, das uns per E-Mail erreicht und den vielen positiven Kommentaren in Presse und Community-Foren ist der größte Zuspruch für uns natürlich die Masse von Leuten, die sich jedes Jahr ohne unser Zutun bei uns melden, um einen Vortrag anzumelden oder anderweitung zu helfen. Das Leute eine Veranstaltung so sehr mögen, dass sie sie freiwillig mitgestalten wollen, ist denke ich das höchste Lob, das man aus der Community erhalten kann.“

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