Uni-Websites im Test

Wie Spiegel Online berichtet haben Psychologen der Universität Mainz eine Untersuchung über die Qualität und Nutzerfreundlichkeit der Websites von 21 deutschen Universitäten gemacht.

Begeistert waren die Mainzer von der Seite der Uni Jena. Am Internetangebot der Thüringer konnten die Autoren keine Mängel festellen. Die Bewertung „Exzellent“ ging außerdem nach Bielefeld, Hannover und Dresden.


Erhebliche Mängel hingegen ließen die Internetauftritte der Universitäten in Dortmund, Hamburg, Würzburg, München (LMU) und Saarbrücken erkennen. Die häufigsten Kritikpunkte waren eine schlechte Benutzerführung, unübersichtliche Einstiegsseiten, versteckte und verstreute Informationen und gewagte Farbgebungen.

Dabei wäre in Zeiten, in denen der Wettbewerb der Hochschulen groß geschrieben wird, doch ein guter Internetauftritt schon einmal ein erster Schritt auf dem Weg zur Eliteuniversität.

Update: Die Studie ist jetzt auch online als pdf-Dokument verfügbar.

3 Antworten auf Uni-Websites im Test

  1. Ja, und das es nicht ernst genommen wird, ist ziemlich schade: Alle reden vom Bildungsstandort Deutschland und von der Notwendigkeit der Internationalisierung, von der Notwendigkeit, im internationalen Bildungsmarkt mitzumischen, um internationale und zahlungskräftige “Bildungskunden” an den Standort zu locken. Allein, das Internet wird dafür noch sehr zurückhaltend genutzt. Da gehen den deutschen Hochschulen eventuell richtig Summen durch die Lappen und gut aufgestellt für die Zukunft dürfte man so auch nicht sein …

  2. Christoph sagt:

    Das ist ja interessant; politik-digital.de hatte bereits im Jahr 2001 einen entsprechenden Test aller Berliner Hochschulen durchgeführt (http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/unitest.shtml), der damals nicht ohne Resonanz blieb; er erschien damals auf unserer Website und im Stadtmagazin Zitty. Es war vermutlich an der Zeit, das mal zu wiederholen.

  3. Jens-Olaf sagt:

    Die Sache wird immer noch nicht ernst genommen. Das Internet ist in Deutschland, auch bei den gut Ausgebildeten kein dominierendes Thema. Nur eine Möglichkeit, die man auch sein lassen kann, mehr nicht.

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