Grimme Online Award vergeben

Die Preisträger für den Grimme Online Award stehen fest. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr besonders Projekte, die eine partizipative Ausrichtung des Netzes betonen und dem Nutzer Möglichkeiten zur Selbsbeteiligung bieten.

In der Sparte „Information“ ging der Preis an iRights.info, einen Online-Dienst, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Hilfestellung bei Fragen zum oft recht undurchsichtigen Internet-Recht zu geben. Laut Begründung der Jury leistet iRights.info damit wichtige Aufklärungsarbeit und trägt dazu bei, vielen Menschen den Umgang mit den neuen Medien zu erleichtern. Ebenfalls in der Sparte „Information“ ausgezeichnet wurde die Redaktion von jetzt.de, der Jugendwebsite der Süddeutschen Zeitung. Neben der Aktualität und übersichtlichen Gestaltung lobte die Jury vor allem den partizipativen Charakter der Seite, die ihren Nutzern eine Mitgestaltung der Angebote erlaubt. jetzt.de konnte eine große, aktive Community generieren, die auch daraus motiviert würde, dass der Leser aus seiner passiven Rolle heraustrete und zur Selbstbeteiligung aufgerufen wird.
In der Kategorie „Wissen und Bildung“ ging der Award zum wiederholten Male an die Kindersuchmaschine blinde-kuh.de, die für ihr „vorbildliches Engagement für Kinder im Netz“ ausgezeichnet wurde, und an Worldtrip.tv, eine interaktive Reisereportage.
Die erste deutsche, extra fürs Internet produzierte Sendung Ehrensenf.de, die mittlerweile auch über Spiegel-online.de zu sehen ist, und Riesenmaschine.de, ein Weblog zum Thema Fortschritt, erhielten den Preis in der Sparte „Kultur und Unterhaltung“. Ehrensenf.de wurde außerdem mit dem Intel-Publikums-Preis ausgezeichnet.
Der Grimme Online Award Spezial ging an das Berliner Kultblog Spreeblick.de für „kreative Leistung, Gestaltung und Textqualität“. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass sich anhand von Spreeblick.de der Einfluss erkennen lasse, den vernetzte Kleinstmedien abseits des Mainstreams erlangen können.
Der Online-Preis des Grimme Instituts wird seit 2001 vergeben, zu den ersten Preisträgern gehörte auch politik-digital.de

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