Attac will WTO- Konferenz online “platzen lassen”

Weblogeintrag von Manola Grotjohann:


Anlässlich der Tagung der Welthandelsminister vom 13. bis zum 18. Dezember in Hong Kong hat die globalisierungskritische Organisation Attac eine Online-Demonstation ins Leben gerufen, bei der jeder sein Foto um die Welt reisen lassen kann. Unter stop-wto.org werden Fotos von WTO-Gegnern zu einem Mosaik zusammengesetzt, welches zum Gipfeltreffen in Hong Kong auf einer großen Leinwand erstrahlen wird. So kann man seinem Protest bildlich vor Ort Ausdruck verleihen. Das letzte Gipfeltreffen in Cancún wurde ergebnislos abgebrochen, nachdem die zuständigen Minister der Industriestaaten und der Entwicklungsländer in wichtigen Themenkreisen zu keiner Übereinkunft gekommen waren.
Besonders wegen der Agrarsubventionen der EU/USA kam es zu Konflikten. Das übergreifende Ziel der Verhandlungen ist die Liberalisierung des Welthandels. Die Forderungen der Vertreter der Industrienationen basieren u.a. auf den “Singapur-Themen“, deren Schwerpunkt auf der Marktöffnung liegt. Durch den Abbau von Handelhemmnissen (wie z.B. hohe Einfuhrzölle, Quoten und Kontingente, welche Ländern mit schwacher Volkswirtschaft als Schutzmechanismus gegen Dumpingprodukte aus den Industriestaaten dienen) soll der weltweite Wettbewerb gefördert werden. Die Entwicklungsländer bestehen hingegen hauptsächlich auf den sofortigen Abbau der Exportsubventionen, welche die Erträge für Exportgüter auf dem Weltmarkt unter die der Produktion drücken. So wird armen, unterentwickelten Staaten jedliche wirtschaftliche Grundlage entzogen. Globalisierungskritische Organisationen sehen in der WTO- Konferenz die Gefahr einer Verschärfung des unfairen Handlels.

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