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Hoppla, wir haben eine Medienoffensive. Gestern noch im Fernsehen, jetzt schon wieder live im Internet. Die digitale Kampagnenzentrale der SPD meldet den Start von www.gerhard-schroeder.de. Die neu gestaltete Kandidatendomain des Kanzlers verarbeitet bereits vorhandene Inhalte der vormaligen Hochglanz-Website (Lebenslauf, zeitgeschichtlicher Kontext), kommt optisch jedoch deutlich hemdsärmeliger daher.

Eingebunden in das neue Farbschema greift die Site die sozialdemokratische Lieblingsfarbe “Umbra” auf und verzichtet auf die staatsmännische Optik des Vorgängermodells (Schröder nachdenklich im Flugzeug, grübelnd am Chef-Schreibtisch). Auch inhaltlich gibt sich die Website zurückhaltend, die “wichtigsten Themen des Wahlkampfs” werden knapp skizziert, für mehr Informationen soll die spd-Kampagnenzentrale sorgen.

Erste Einschätzung: in dieser Saison heißt es “Kanzler light” statt “Kanzler satt”. Die Personality-Site von Gerhard Schröder kommt mit vergleichsweise wenig Pathos und Brimborium aus, der “Erste Wahlkämpfer” der SPD gibt sich mannschaftsdienlich.

(Der Text ist auch erschienen bei wahlblog05.de)

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