Netzopposition im Iran

Die Zeit berichtet in einem Artikel über die steigende Bedeutung des Formats Weblog im Iran. Mehr als hunderttausend Weblogs sollen es mittlerweile sein, schreibt Jörg Lau, der den “digitalen Untergrund” als mittlerweile ernstzunehmende Opposition einschätzt.

Lau schreibt weiter: “Die Blogs übernehmen Funktionen, an deren Erfüllung die staatlich kontrollierten Printmedien gehindert werden. Hier findet man unzensierte Berichte und Kommentare über die politischen Hauptgeschehnisse. So konnte man auf den Blog-Seiten das Drama um die Disqualifizierung der Reformkandidaten bei der am 17. Juni anstehenden Präsidentenwahl verfolgen. Durch die Blogs ist das System Irans um eine Absurdität reicher: eine schamlos manipulierte Wahl, über die das ganze Land per Internet in Echtzeit bis ins Kleinste informiert ist.”

Kommentar verfassen