Jihad elektronisch

Al-Qaida im Internet: Mehrere Medienberichte zu den Aktivitäten des Terror-Netzwerkes im Internet. N-TV berichtet von Al-Kaidas “Fäden im Internet”. Spiegel Online berichtet von einem Hack: „Erstmals hat al-Qaida ihre Botschaften nicht auf einer einschlägigen Internetseite hinterlegt, sondern eine private Webadresse missbraucht: Das Video, das die US-Geisel in Saudi-Arabien zeigt, wurde auf der Seite eines Landvermessungsunternehmens in den USA abgelegt.“

Zuvor hatte die “Welt” über die zunehmende Verbreitung extremistischer Botschaften im Internet berichtet. Der Daily Star hat zum Thema einen lesenswerten Artikel, indem auch über das arabische Weblog alsaha.com berichtet wird. Bis zu 30 Prozent der Leser seien Al-Qaida Sympathisanten.

Die Frage, die sich mir stellt: Wen will Al-Qaida mit seinen Aktionen im Netz erreichen? Sympathisanten oder PR in eigener Sache, zu was sie fähig sind? Dem Westen zeigen, wie verwundbar er ist? „Young, educated, unemployed people can spend hours managing or contributing to such sites from their own homes, rather than traveling to Iraq or Afghanistan to do battle“, schreibt Sarah El Deeb. „Electronic holy war is their contribution,” zitiert sie Dia’a Rashwan, dessen Buch “Electronic Jihad” in Kürze erscheinen soll. Hintergrund: Laut einer Studie, berichtet der Daily Star, steige die Zahl der Onliner in der arabischen Welt bis 2005 auf 25 Millionen. 2002 seien in Saudi-Arabien 1,6 Millioner User gezählt worden. “Sie versuchen nicht mehr, das Internet zu verbieten, aber sie wollen es kontrollieren,” zitiert tagesschau.de Musa Shteiwi, Soziologe aus Amman, zur Taktik der arabischen Regierungen.

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