Senator gegen iPods bei Fußgängern

Gemütlich mit Musik in den Ohren eine Straße überqueren, ist im Big Apple bald nicht mehr möglich, wenn sich der New Yorker Senator Carl Kruger durchsetzt. In den letzten Monaten gab es drei tödliche Unfälle in seinem Wahlkreis Brooklyn, bei denen die Opfer Autos oder Busse nicht hörten. Kruger hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der verbieten soll, mit MP3-Spielern, tragbaren Computerkonsolen, Handys oder Blackberrys eine Straße zu überqueren. Sonst droht eine 100-Dollar-Geldstrafe.

"Dieser elektronische Gadgetwahn erreicht einen Punkt, (…) an dem eine große Gefahr für die Verkehrssicherheit entstehen wird", sagte Kruger gegenüber Reuters.

Auf einem Wired-Blog gibt es Kritik an diesem Gesetz, da es unmöglich umzusetzen sei. Der einzige Vorteil wäre mehr Geld für den Staat. Zudem gäbe es noch immer Autofahrer, die nicht rechtzeitig bremsen, und die Kreuzungen in New York seien einfach gefährlich. Also könnte man nicht dem iPod die Schuld geben.

Wie sehen Sie das? Wie weit kann man gehen, um den Verkehr sicherer zu machen? Eignet sich so ein Gesetz auch für Deutschland?

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