politik-digital.de und die chinesische Internetmauer

Auch politik-digital.de wird in China zensiert. Laut dem Projekt "The Great Firewall of China" kann momentan niemand im Reich der Mitte unsere Seite aufrufen.


"The Great Firewall of China" ist ein Kunstprojekt – eine Art Wachhund, der kontrolliert, welche Websites in China wann und wie oft gesperrt sind. Jeder kann eine Internetadresse eingeben und sehen, ob ein chinesischer User auf diese Website zugreifen kann — schließlich zensiert die chinesische Regierung das Internet. "The Great Firewall of China" hat dazu mehrere Testserver in China installiert.

Das Projekt wurde in der vergangenen Woche auf der transmediale, dem Berliner Festival für digitale Kunst, gestartet – aber bis heute war die Internetseite nie zu erreichen…

5 Antworten auf politik-digital.de und die chinesische Internetmauer

  1. Marion Krummhase sagt:

    Ich habe das eben gerade für http://www.politik-digital.de getestet und da stand: Your URL ist available. Wechseln die vielleicht jedes Mal den Server in China?

  2. Claudia Hartmann sagt:

    Warum die Site jetzt wieder zugänglich ist – keine Ahnung. Wir haben das mindestens zehn Mal ausprobiert und jedes Mal wurde angezeigt: “Your URL is blocked”.

    Aber wie gesagt: Das Projekt will schließlich die undurchsichtige Zensurpolitik Chinas dokumentieren, also wann und wie oft Websites gesperrt sind.

  3. Jan sagt:

    Ist das wirklich ne ernsthafte Meldung und die Aufnahme in den poldi-Newsletter wert? Zur Zensur in China gibt es durchaus gute Projekte wie etwa die Open Net Initiative, die zudem die regionalen Unterschiede in China betonen. Und anders als ihr schreibt (“kann momentan niemand im Reich der Mitte unsere Seite aufrufen”) steht selbst auf der Projektseite: “Our testing is only based on one server on one location in China… Other locations and other servers may give you different access to the various websites.” Von politik-digital.de erwarte ich Besseres!

  4. Danke für die Kritik. Hier die Gründe, warum es uns eine Meldung wert war: Zum einen, weil wir das Projekt erwähnenswert finden und zum anderen, weil wir die Zensur in China thematisieren möchten. Dies haben wir in der vergangenen Woche und auch davor mehrfach getan. In einer einzelnen Kurzmeldung können wir nicht auf alle Facetten chinesischer Internetzensur eingehen und auch nicht die zahlreichen Initiativen erwähnen. Das gilt auch für das im Metablocker vorgestellte Projekt “Great Firewall of China”. Wenn wir das sprachlich nicht ausreichend deutlich gemacht haben, bitten wir dies zu entschuldigen.

  5. Jonas sagt:

    Jetst wieder “online” also via .net

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