Links, zwo, drei, vier (KW27)

Politiker fürchten Twittermanipulation zur Bundestagwahl, Chinas "grüner Damm" kommt später als geplant und die umstrittene Tauschbörse Pirate Bay wird verkauft – diese und weitere Neuigkeiten in unserer aktuellen Linkliste.

 

Twitter-Manipulationen bei Bundestagswahlen befürchtet

Angst vor Wählerbeeinflussung: Nach der „Twitteraffäre“ um die Bundespräsidentenwahl, bei der das Abstimmungsergebnis vor der offiziellen Bekanntgabe im Netz veröffentlicht wurde, beschäftigt der Online-Dienst abermals die Politik. Bundeswahlleiter Roderich Egeler und weitere Politiker befürchten, dass zur Bundestagwahl die Ergebnisse der sogenannten „exit polls“ – den Nachwahlbefragungen – vorzeitig bekannt werden könnten.

China verschiebt Einführung des „Grünen Damms“

Die chinesische Regierung hat die Einführung der umstrittenen Filtersoftware „Green Dam Youth Escort“ verschoben. Kritiker vermuten, dass die Software den Zugang zu unerwünschten, staatskritischen Seiten verhindern solle – und nicht nur, wie von Regierungsvertretern beteuert, pornographische Inhalte filtert.

Internetpiraten verscherbeln ihr Schiff

Die zu Haftstrafen verurteilten Betreiber der umstrittenen Internettauschbörse „Pirate Bay“ verkaufen die Plattform an das schwedische Softwareunternehmen Global Gaming Factory (GGF). Der Deal bringt den vier Betreibern vor allem Geld – für das gegen sie laufende Berufungsverfahren.

Formale Verfassungsbeschwerde gegen Netzsperren-Gesetz

Der von der SPD-Fraktion zur Piratenpartei gewechselte Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss hat am Mittwoch, 2. Juli 2009, Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht gegen das kontrovers diskutierte Gesetz zu Websperren eingelegt. Bei den Grünen, der FDP und der Linken sei „von Klage bisher nicht die Rede“, so heise-online.

Europa und USA gemeinsam gegen Cyber-Kriminalität

Eine gemeinsame Task Force aus amerikanischen und europäischen Fahndern soll nach einem Bericht des Wall Street Journal zur verbesserten Bekämpfung von Internetdelikten formiert werden. Die Experten sollen vor allem illegale Finanztransaktionen im Netz sollen unter die Lupe nehmen.

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