Linkliste zum Dossier Schüler im Internet

(Linkliste) Lehrer benoten, Freunde finden, netzwerken – politik-digital.de gibt einen kleinen Überblick über Online-Portale für Kinder und Jugendliche. Wo findet man Informationen zu Jugend- und Datenschutz, welche Kinder-Websites sind zu empfehlen? Die die Linkliste hilft weiter.

 

Online-Netzwerke

Knuddels

Knuddels ist der größte deutsche Chat-Anbieter. Die mehrheitlich
jungen Nutzern haben die Wahl zwischen mehreren Hundert Chaträume
in sieben Kategorien, etwa Flirt, Spiele und Bereiche für über
20jährige und unter 18jährige. Dazu gibt es ein Forum,
einen Videoblog und Nutzer können ihre Fotos in eine virtuelle
Galerie einstellen. Chatteilnehmer unter 16 Jahren müssen nach
den ersten zwei Stunden, die sie bei Knuddels verbringen, einen
„Jugendschutz-Test“ ablegen. Dort müssen sie z.B.
angeben, wie sie auf Fragen nach persönlichen Daten reagieren
und ob sie mit ihren Eltern über ihre Chaterlebnisse sprechen.
Erst nach einem bestandenem Test sollen den Jugendlichen an weiteren
Chatfunktionen teilnehmen können. Nach Berichten über
Erwachsene, die sich in den Chaträumen an Kinder heranmachten,
lassen die Betreiber Chatgespräche zwischen Kindern und Erwachsenen
durch einen technischen Filter überwachen. Sollte dieser Filter
„jugendgefährdente“ Inhalte entdecken, soll das
Gespräch automatisch beendet werden.

MySpace
Der in den USA als Musikdienst gestartete Oldie unter den Netzwerk-Portalen
hat mittlerweile auch einen deutschen Ableger. Nutzer können
Fotos und Musik hochladen, Weblogs veröffentlichen und vor
allem mit anderen Nutzern schreiben und sie zu ihrem virtuellen
Freundeskreis hinzufügen.
In die Kritik
geriet MySpace u.a. wegen gefälschter Profile und wegen Lücken
im Datenschutz: Anfang 2006 ging eine Liste mit den Daten von etwa
7.500 MySpace-Nutzern und den dazugehörigen Passwörtern
durchs Internet.
Eine Herausforderung für den Jugendschutz sind auch einige
recht freizügige Profile. Nach den Regeln des Portals sollten
die Nutzer daher mindestens 14 Jahre alt sein.

SchülerVZ
Der Ableger des Portals StudiVZ ging Anfang 2007 online. Auf der
Plattform können nun auch Schüler netzwerken, ihren Freunden
schreiben, Fotos präsentieren und andere Mitglieder „gruscheln“,
wie die Online-Sympathiebekundungen heißen. Jugendliche können
sich nur für SchülerVZ anmelden, wenn sie eine Einladung
von Freunden bekommen haben. Der Verhaltenskodex verbietet z.B.
„Gruppengruscheln“ – viele Mitglieder „gruscheln“
ein einzelnes – und Beleidigungen. Wer sich nicht an diese Regen
hält, kann ausgeschlossen werden. Auch gefälschte Profile
wollen die Betreiber ohne Vorwarnung löschen. Nach eigenen
Angaben setzen sich die Betreiber auch mit Eltern und Lehrern auseinander
und planen einen Beirat aus Schülern, Eltern, Lehrern und Jugendschutzexperten.

spickmich.de
Wie sexy ist die Biolehrerin, wie dröge der Erkundepauker?
Auf spickmich.de können Schüler zur Abwechslung mal ihren
Lehrern Zeugnisse ausstellen. Zumde können sie sich eigene
Profile anlegen und sich mit anderen Schülern vernetzen. Hinter
der Seite stehen die drei Kölner Studenten Tino Keller, Manuel
Weisbrod und Philipp Weidenhiller.

Internetseiten für Kinder

Seitenstark –
Arbeitsgemeinschaft Vernetzter Kinderseiten

Seitenstark ist ein Netzwerk von verschiedenen Kinderseiten mit
insgesamt 32 Mitgliedern. Es besteht seit 2003. Mit dabei sind zum
Beispiel die Kindersuchmaschine
Blinde Kuh
, das Online-Magazin
sowieso.de
und auch die Kinderseite der Bundeszentrale für
politische Bildung, Hanisauland.
Kristine Kretschmer von sowieso.de beschreibt die Ziele des Netzwerkes:
„Die Seiten untereinander wollen sich keine Konkurrenz machen.
Ziel ist, dass es Angebote gibt, die zusammenarbeiten – wir wollen
gemeinsam neue Aktionen anbieten.“

Mobbing- Schluss
damit

Die Anti-Mobbing Aktion „Mobbing – Schluss damit“
wird vom Kinderseiten-Netzwerk Seitenstark organisiert, die Schirmherrschaft
trägt Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Schüler,
Eltern und Lehrer können online Umfragen ausfüllen. Für
die Erstellung und wissenschaftliche Auswertung ist das Zentrum
für empirische Forschung an der Universität Landau zuständig.
Zudem können Kinder in Foren ihre Erlebnisse mit Mobbing an
der Schule, in der Freizeit und im Internet schildern und eigene
Ideen entwickeln, wie man gegen Mobber vorgehen sollte. Moderatoren
begleiten das Forum, alle Beiträge werden anonym veröffentlicht.
Die Ergebnisse der Umfrage soll es pünktlich zum Weltkindertag
am 20. September geben.
Auch danach soll die Internetseite weiter online sein, erzählt
Kristine Kretschmer von sowieso.de und Projektleiterin der Anti-Mobbing-Aktion:
„Wir haben einen großen Zulauf, jeden Tag besuchen uns
über 1000 Kinder. Momentan ist die Weiterführung aber
eine Frage der Finanzierung.“

Jugend- und Datenschutz

Freiwillige Selbstkontrolle
für Multimedienstanbieter (FSM)

1997 gründeten Mediaverbände und Unternehmen aus der Online-Wirtschaft
diesen Verein. Jeder Nutzer kann sich bei der Selbstkontrolle über
jugendgefährdende oder strafbare Netz-Inhalte beschweren oder
Fragen zum Thema Jugendschutz im Internet stellen.

Deutschland sicher
im Netz e.V.

Hinter dem Verein „Deutschland sicher im Netz“ stehen
zwölf Unternehmen aus Information und Telekommunkation, z.B.
HP, Microsoft und die Telekom. Die Schirmherrschaft hat das Bundesministerium
des Inneren. Der Verein will das Sicherheitsbewusstsein von Anbietern
und Internetnutzern erhöhen. Für Kinder und Jugendliche
gibt Deutschland sicher im Netz u.a. die Website „Internauten“
heraus.

Die Internauten
Die Internauten sind ein Angebot von der Freiwillige Selbstkontrolle
Multimedia-Diensteanbieter, vom Deutschen Kinderhilfswerk und von
MSN Deutschland und des Vereins Deutschland sicher im Netz. Mit
der Website wolle sie die Medienkompetenz von Kindern fördern.
Dazu informieren die Internauten kindgerecht über Datenschutz,
Persönlichkeitsrechte und Jugendschutz. Kinder und Eltern finden
hier auch Hinweise zu Gesetzen und Adressen von Ansprechpartnern.
Für Eltern und Lehrer gibt es einen zusätzlichen Bereich.

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