ICANN-Kandidatenvorstellung

Andreas Fügner

 


Frage 1: Was bedeutet die Icann-Kandidatur
für Sie? Warum haben Sie sich dazu entschlossen?

Andreas Fügner: Erstmalig öffnet sich
eine wichtige Industrievereinigung dem Anwender, stückweise und in
mehreren Schritten. Bei zukünftigen Entscheidungen soll die
Sichtweise der Internetnutzer berücksichtigt werden. Als
mehrjähriger Nutzer und überzeugter Anwender möchte ich Ansichten
und Meinungen derselben in dieses Gremium tragen.

Frage 2: Wen vertreten Sie?

Andreas Fügner: Die Nutzer des Internets.

Frage 3: Werden Sie von irgend jemandem " gestützt" , ideell oder finanziell?

Andreas Fügner: Nein. Ich bin unabhängig in meiner Meinung, finanziell und
auch sonst.

Frage 4: Wo sehen Sie die Hauptprobleme und -Aufgaben der Icann?

Andreas Fügner: Icann beschäftigt sich mit verwaltungs/-technischen
Aufgaben und Problemen. In diesen Bereichen werden Entscheidungen getroffen, die direkt oder indirekt den
Nutzer betreffen. Bisher lag aus meiner Sicht der Fokus stark auf der
technisch machbaren und für die industriellen Anbieter vorteilhaften
Seite. Als Beispiel dient NSI. NSI war monopolistischer Anbieter von
Domain Registrierung. Für Icann und die Industrie war dies eine
einfache und komfortable Lösung. Leider führte es zu vergleichsweise
hohen Kosten und verbesserungswürdigem Service. Heute streitet
Icann zudem über die Inhaberschaft an der Datenbank. Ein den
Nutzerinteressen Verpflichteter hätte dieser monopolistischen
Struktur widersprochen oder wenigsten die Offenlegung der Kosten
verlangt.


 



Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Spiegel-Online.

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