ICANN-Kandidatenvorstellung

Carlo Scollo Lavizzari

 


Frage 1: Wer sind Sie, was macht ihr Profil, Ihre Qualifikation aus?

Carlo Scollo Lavizzari: Ich bin schweizerisch-italienischer Doppelbürger,
Rechtsanwalt sowohl in der Schweiz als auch in Südafrika . Mein
Spezialgebiet ist eng mit dem Internet verbunden:
Immaterialgüterrecht (Urheber-, Marken-, Patentrecht). Abgesehen
von der rechtlichen Auseinandersetzung mit Immaterialgüterrechten,
bewerte ich solche. In dieser Hinsicht bilde ich mich zum
Fianzanalytiker aus und bereite mich mittlerweile auf das dritte
Examen des " Chartered Financial Analyst (CFA)" vor, ein Examen der
amerkianischen " Association for Investment Management and
Research (AIMR)".
Ich spreche vier Sprachen fliessend (Deutsch,
Franyösisch, Englisch und Italienisch). Ich spreche etwas Spanisch
und Arabisch. Ich bin sowohl in Asien wie auch in Afrika viel gereist,
zum Beispiel 1994 von Kairo nach Kapstadt per öffentlichen Verkehr.

Frage 2: Was bedeutet die Icann-Kandidatur für Sie? Warum haben Sie
sich dazu entschlossen?

Carlo Scollo Lavizzari: Icann ist das zentrale Gremium der
Internet-Organisation. Entscheidungen die die Icann trifft, wirken
sich auf jeden Internet-Nutzer aus. Eine breitere Abstützung der
Entscheidungen auf weltweiter Basis ist zu begrüssen. Aufgrund
meiner beruflichen Erfahrung mit dem Internet, der Kulturwelt und der
Wirtschaft fühle ich mich dazu Berufen meine Gesichtspunkte
einzubringen.

Frage 3: Warum glauben Sie, dass Sie im Icann-Direktorium sitzen
sollten?

Carlo Scollo Lavizzari: Ich habe aufgrund meiner Tätigkeit und meines Studiums grosse Erfahrung,

1. Wertvorstellungen in anwendbare Rechtssätze und Regeln zu übersetzen,
2. Diskussionen innerhalb eines Gremiums voranzutreiben.

Frage 4: Was können Sie beitragen zu einer konstruktiven
Weiterentwicklung von Icann?

Carlo Scollo Lavizzari: Ich denke konstruktiv und bin Ideenreich. Icann
versucht Regeln und Konventionen der Internet-Benutzung
aufzustellen, denen inhärent globale Bedeutung zukommt. Mein
Weltbild ist global und verschliesst sich anderen Kulturkreisen nicht.
Kompromiss- und Ausgleichssuche sind für mich eine zweite Natur.


Frage 5: Wen vertreten Sie?


Carlo Scollo Lavizzari: Als Europäischer Kandidat vertrete ich diese
Region. Ausserdem mich selbst. Ich bin ein guter Zuhörer und bereit
Standpunkte eines jeden aufzunehmen, der die Diskussion mit mir sucht.

Frage 6: Werden Sie von irgend jemandem "gestützt", ideell oder
finanziell?

Carlo Scollo Lavizzari: Ich werde momentan von niemandem Unterstützt.
Ich werde in Zukunft bei einer amerikanischen Kanzlei in New York
auf dem Gebiet Informatik, Unterhaltung, Neue Medien arbeiten. Dies
wird mir Einblick in einen dritten Rechtskreis geben (nach dem
Europäischen und Südafrikanischen).

Frage 7: Wo sehen Sie die Hauptprobleme und -Aufgaben der Icann?

Carlo Scollo Lavizzari:
1. Gemeinsame Wertvorstellungen zu erarbeiten oder
divergierende Wertvorstellungen nebeneinander bestehen
zulassen.
2. Gangbare und praktikable Internetregeln zu erstellen, die
obengenannte Wertvorstellungen umsetzen.
3. Akzeptanz unter allen, jetzigen und künftigen
Internet-Nutzern für die gefundenen Regeln herzustellen.

 


Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Spiegel-Online.

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