ICANN-Kandidatenvorstellung

Michael Straub

 


Frage 1: Wer sind Sie, was macht ihr Profil, Ihre Qualifikation aus?

Michael Straub: Ich bin Physiker (Nebenfächer Elektronik und Informatik),
39 Jahre alt, verheiratet, drei Kinder. Mein Arbeitgeber ist ein
forschender Arzneimittelhersteller, dort bin ich als Systemanalytiker
in der zentralen Informationsverarbeitung angestellt.
Nach mehreren Jahren in der naturwissenschaftlichen Informationsverarbeitung liegt mein Aufgabengebiet
ausschließlich im Bereich Internet / Intranet, Schwerpunkt e-Commerce.

Frage 2: Was bedeutet die Icann-Kandidatur für Sie? Warum haben Sie
sich dazu entschlossen?

Michael Straub: Ich habe ein starkes technisches
Interesse an Internettechnik, außerdem mehrjährige Erfahrungen in internationalem
Projektmanagement. Die Aufgabe würde mir Spaß machen.

Frage 3: Warum glauben Sie, dass Sie im Icann-Direktorium sitzen
sollten?

Michael Straub

Michael Straub

Michael Straub: Vom technischen Wissen sind sicher viele Personen für das Amt qualifiziert. Ich
bringe zudem noch Erfahrungen auf dem internationalen Parkett mit.

Frage 4: Was können Sie beitragen zu einer konstruktiven
Weiterentwicklung von Icann?

Michael Straub: Fundiertes technisches Know-how, Erfahrungen mit den
üblichen Spielchen auf der politischen Ebene, und vielleicht noch eine gehörige Portion Visionen.


Frage 5: Wen vertreten Sie?


Michael Straub: Die Nutzer des Internets, egal ob natürliche oder juristische
Personen. Das Internet muß allen offenstehen. Niemand darf ausgegrenzt werden.
Mit Sorge beobachte ich, dass es in Deutschland und in anderen
Ländern schon eine deutliche Kluft zwischen Internetnutzern und denen gibt, die keinen Rechner haben.
Des weiteren beobachte ich, dass durch technische Gimmicks oder aus Kostengründen einige
Grundprinzipien gerne vergessen werden und so häufig behinderte
Nutzer ausgegrenzt werden. Beide Gruppen würde ich verstärkt
vertreten.

Frage 6: Werden Sie von irgend jemandem "gestützt", ideell oder
finanziell?

Michael Straub: Nein, ich bin von niemandem abhängig. Außer vielleicht von meiner Frau ;-)

Frage 7: Wo sehen Sie die Hauptprobleme und -Aufgaben der Icann?

Michael Straub: Die Icann ist eine Organisation mit rein technischer
Ausrichtung. Sie ist verantwortlich für die ordentliche Funktion des DNS und der Rootserver.
Es gibt jede Menge Aufgaben, wie zum Beispiel die Regelung einer
ordentliche Rückgabe von Domänen nach Ablauf von Verträgen
zwischen ISPs und Kunden, Diskussion neuer TLDs oder zum Beispiel
die mißbräuchliche Verwendung von ccTLDs, wie meiner Meinung
nach zum Beispiel. mit der Domäne von Tuvalu (.tv) betrieben.

Diese Arbeit hat natürlich nichts mit den oben genannten Problemen
zu tun. Ich denke aber, daß als Amtsinhaber ausreichend Möglichkeit
besteht, den Finger in offene Wunden zu legen und verschiedene
nichttechnische Probleme anzusprechen.

 


Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Spiegel-Online.

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